Üben für den Ernstfall – Großübung der Einsatzkräfte

Verfasst von Elisabeth Voithofer | Tags: , , , , ,
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Schnell die Lage eines Ernstfalles zu überblicken, wer benötigt welche Hilfe und die Verletzten schnell zu versorgen, das wurde bei der Großübung trainiert.

Am Samstag, den 24. Juli 2010, wurden die Feuerwehr Saalfelden sowie das Rote Kreuz Pinzgau zu einem Gefahrengutunfall am Bahnhof Saalfelden mit vorerst unbekannter Verletztenzahl alarmiert. Die Echtheit der Situation war beeindruckend. Das Szenario: Ein Oberleitungsturmwagen kollidiert mit einer Wagengruppe, in der sich beladene Waggons mit Gefahrengut befinden. 20 Menschen werden dabei zum Teil schwerst verletzt.

Nachdem der Fahrdienstleiter des Bahnhofes über die Rufnummer 122 den Notfall meldet, treffen binnen Minuten die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie des Roten Kreuzes bei strömendem Regen am Unfallort ein und finden ein Trümmerfeld mit beschädigten Gefahrengutwaggons und mit zum Teil schwer verletzten Personen, die zuvor täuschend echt geschminkt wurden und ihre Opferrolle unglaublich realistisch spielen, vor. Während die Feuerwehr mit der Versorgung der Verletzten und dem Stoppen auslaufender gefährlicher Stoffe beschäftigt ist, werden nach einem ersten Lagebericht weitere Rettungskräfte aus Zell am See und Saalbach nachgeordert. Es werden eine Sanitätshilfsstelle mittels Zelten errichtetet, um die „Verletzten“ im Zelt weiterversorgen zu können, bevor sie mit den insgesamt acht Einsatzfahrzeugen abtransportiert werden. Nach gut einer Stunde sind alle Verletzten versorgt und die Gefahr an austretenden Giftstoffen beseitigt.

Rund 160 Personen inklusive Darstellern des Roten Kreuzes nahmen am gut einstündigen Einsatz teil. Sowohl das Rote Kreuz als auch die Feuerwehr Saalfelden konnten bei dieser Übung wertvolle Erfahrungen für Realeinsätze gewinnen.

Text/Bilder: Elisabeth Voithofer

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Mitreden und um 100 Euro einkaufen gehen!

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , ,
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Saalfelden ist nun seit 10 Jahren eine Stadt. Einiges hat sich geändert, anderes ist gleich geblieben. Schreiben Sie uns, welche Veränderungen und Neuerungen Ihnen gut gefallen in Ihrer Heimatstadt. Wo ist Saalfelden auf dem richtigen Weg? Schreiben Sie uns aber auch, was Sie in Saalfelden vermissen und wo Ihrer Meinung nach Handlungsbedarf besteht in der Stadt am Steinernen Meer. Die interessantesten Lesermeinungen werden im September 2010 in der Stadtblatt-Sonderausgabe „10 Jahre Stadt“ veröffentlicht. Wenn Sie Ihren Kommentar im Stadtblatt wiederfinden, nehmen Sie an der Verlosung einer Saalfelden Card mit 100 Euro Einkaufsgutschein teil! Meinungen einfach nachfolgend als Kommentar posten! Bitte vollständigen Namen und Alter dazuschreiben. Maximaler Umfang: 1000 Zeichen (mit Leerzeichen).

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Nichtraucherschutz made in Austria

Verfasst von Mario Steidl | Tags: , , , , , , , ,
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Seit 1. Juli gilt in der Gastronomie das Tabakgesetz, das den Schutz von Nichtrauchern vorsieht. Wie sieht es bei den Saalfeldner Gastronomen mit der Umsetzung aus? Eine Bestandsaufnahme.

Theorie …

Hintergrund des Tabak- und somit Nichtraucherschutzgesetzes ist der Umstand, dass auch das Einatmen von „Nebenstromrauch“, wie es der Gesetzgeber nennt, also das Passivrauchen, gesundheitsschädlich ist. Und davor sollen die Menschen, vor allem die Nichtraucher und das Personal in Betrieben, geschützt werden. Nun wäre das Ganze natürlich kein österreichisches Gesetz, wenn es dazu nicht auch eine österreichische Lösung in Form von Ausnahmeregelungen gäbe. Denn wenn es sich bei den Gastronomieräumen um nur einen Raum handelt und dieser kleiner als 50 m² ist, kann der Betreiber selbst entscheiden, ob dieser Raum ein Raucher- oder Nichtraucherraum ist. Die gleiche Regelung gilt für gastronomische Betriebe mit nur einem Gastraum, der eine Grundfläche zwischen 50 und 80 m² hat und wo eine Raumteilung zur Schaffung eines Raucherzimmers aus baulichen, feuerpolizeilichen oder denkmalschutzrechtlichen Gründen nicht zulässig ist. In Ein-Gastraum-Lokalen mit einem Gastraum größer als 80 m² gilt grundsätzlich Rauchverbot. In kleinen Räumen, in denen es also noch mehr raucht als in großen, müssen die Nichtraucher oder das Personal nicht vor dem „Nebenstromrauch“ geschützt werden. Klingt komisch, ist aber so.

Wenn ein Lokalinhaber die neue Regelung nicht einhält, muss er mit Sanktionen rechnen. Denn wenn man gegen ein Gesetz verstößt, wie etwa bei zu schnellem Fahren, wird man bestraft. Im Falle des Tabakgesetzes sowohl Wirt als auch Gast mit Strafen bis zu € 10.000 bzw. € 1.000. Nun wären wir aber nicht in Österreich, gäbe es nicht auch einen Graubereich hinsichtlich der Zuständigkeit: Denn der Gesetzgeber hat der Polizei keine Mitwirkungspflicht gegeben, um das Gesetz zu exekutieren, sprich in Lokalen zu kontrollieren. Somit wäre eigentlich – im Fall von Saalfelden – die BH Zell am See für die Kontrolle zuständig. Diese hat aber wiederum nicht genügend Personal dafür. Klingt noch komischer, ist aber trotzdem so.

Nach wie vor blauer Dunst in vielen Lokalen - der Gesetzgeber macht`s möglich.

Nach wie vor blauer Dunst in vielen Lokalen - der Gesetzgeber macht`s möglich.


… und Praxis

Wie sieht die Situation aber nun in Saalfelden aus? An der Umsetzung mangelt es kaum, nahezu alle Gastronomen der Restaurants haben eigene Raucher- sowie Nichtraucherräume. Einzelne kleinere Restaurants bitten ihre Gäste, erst nach dem Essen oder etwa erst ab 21 Uhr zu rauchen. In einigen Betrieben hat man bereits seit längerer Zeit auf Nichtraucher umgestellt und ist sehr zufrieden damit, sowohl seitens der Gäste als auch der Wirte. Gerade in der Speisengastronomie weiß der Großteil die Nichtraucherbereiche sehr zu schätzen, und das betrifft sogar Raucher.

Etwas anders sieht die Situation in den Nachtlokalen aus, denn dort lautet der Grundtenor der Wirte anders: Ein Rauchverbot würde einen Umsatzeinbruch bedeuten, da der Anteil an Rauchern so groß sei. Zudem ist die Barkultur für die meisten Nachtlokalbetreiber auch eng mit der Raucherkultur verbunden. „Wenn ich im Monat um € 3.000 Zigaretten verkaufe, zeigt mir das mehr als deutlich, dass unser Publikum zum Großteil aus Rauchern besteht“, so ein Lokalbesitzer. Dass in der Speisengastronomie nicht geraucht würde, begrüßen aber alle, sogar Raucher selbst.

Trotzdem: Nahezu jeder Gastronom wünscht sich eine einheitliche Lösung seitens des Gesetzgebers und nicht dieses „Wischi-Waschi Gesetz“, wie viele es bezeichnen. Denn die unterschiedlichen Lösungen anhand der Lokalgröße stuft ein Großteil der Wirte als wettbewerbsverzerrend ein. „Wenn ein Raucherpärchen kommt und die merken, dass man bei mir nicht rauchen darf, wechseln sie das Lokal“, so ein weiterer Lokalbetreiber, der auf Grund der Lokalgröße auf Nichtraucher umstellen musste. Einzelne Gastronomen gehen sogar so weit, ihre Räumlichkeiten zu verkleinern, um ein Raucherbetrieb bleiben zu können und keine Umsatzeinbrüche hinnehmen zu müssen.

Fazit

Während sich in der Speisengastronomie der Großteil der Wirte samt Gästen zufrieden über die Umsetzung des Gesetzes und die Nichtraucherräume zeigt, kann man sich in den Nachtlokalen nur schwer mit der Regelung anfreunden. Die meisten Nachtlokale fallen in die „50 m²-Regelung“, auch wenn man da vereinzelt alle Hühneraugen zudrücken muss. Aber wie heißt es so schön: Wo kein Personal, da kein Richter. Oder so ähnlich …

Autor/Bild: Mario Steidl

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Stechaubauer – ein Biohof der ersten Stunde

Verfasst von Mario Steidl | Tags: , , , , , , ,
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„Bio“ ist in aller Munde. Doch was macht “Bio” eigentlich aus? Wer sind die produzierenden Menschen, die hinter dieser Lebensphilosophie stehen? Blog-Redakteur Mario Steidl hat den Biohof Stechaubauer in Wiesersberg besucht – und war schwer beeindruckt.

Michael Haitzmann sen. hatte den Hof bereits 1959 von seinem Vater übernommen. Eigentlich lief alles ganz gut, trotzdem war er nicht ganz zufrieden. So beobachtete er etwa, dass die Kühe lieber entlang den Zäunen in den feineren Beständen grasten, als mitten im Feld ins fette Gras zu beißen. Denn: Die bunte Vielfalt von Gräsern und Kräutern in den Wiesen schwand immer mehr. Der wohl bedeutendste Einschnitt für Michael Haitzmann sen. war aber dann die Begegnung mit Dr. Müller aus der Schweiz, der ihn in Wiesersberg besuchte und ihm über die Biogenossenschaft und die Bio-Betriebe in der Schweiz erzählte. Der anfängliche Unglaube, dass man auch ohne Kunstdünger hohe Erträge erzielen konnte, ließ ihn in die Schweiz reisen, um sich selbst davon zu überzeugen. Von da an setzte Michael Haitzmann nur mehr auf natürlichen Dünger, nämlich auf Gesteinsmehl des Saalfeldner Diabas, das in seiner Zusammensetzung dem fruchtbaren Nilschlamm gleicht sowie Mist und Kompost des eigenen Betriebes. Eine leichte Zeit war das damals nicht, sondern eher hart verdientes Brot. Denn er durfte sich als Spinner abtun lassen und erhielt keinen Cent mehr bezahlt als für herkömmliche Produkte und auch keine Förderungen. Dafür aber bald Besuch vom Rektor der Hochschule für Bodenkultur, Prof. Herbert Franz, oder der sehr interessierten Dr. Libiseller von der Landwirtschaftlich-Chemischen Versuchsanstalt in Wien, die die Fortschritte beobachteten. Und ein sehr kritischer Ing. Fill von der Düngeberatungsstelle Innsbruck teilte dem Biobauern Haitzmann nach einigen Jahren Skepsis mit: „Was ich bei dir jetzt mitverfolgt habe, da muss ich gestehen, dass ich auf dem falschen Posten bin.“

Martin Haitzmann ist Biobauer in dritter Generation - das gibt es wohl auf wenigen Höfen

Martin Haitzmann ist Biobauer in dritter Generation - das gibt es wohl auf wenigen Höfen

Der Sohn Michael – damals noch halb ein Bub – machte ein Praktikum beim Biobauern Dähler in der Schweiz, und wollte seine Erfahrungen prompt in Saalfelden umsetzen, auch wenn das Klima und die Böden hier nicht unbedingt optimal dafür sind und der Ackerbau in Saalfelden schon damals de facto verschwunden war. Wovon alle abrieten, genehmigte wiederum der Vater. Anfangs hat vieles tatsächlich nicht geklappt, doch aus der damaligen “Wahnsinnsvorstellung” von einer Kartoffelernte um die 1.000 Kilo wurden mittlerweile 50.000 (!) pro Jahr. Und mit dem Gemüseanbau kam auch der Ab-Hof-Verkauf und so steht die Nahversorgung in der Region mittlerweile im Mittelpunkt der Vermarktung.

Wo liegt aber nun der Unterschied zwischen konventioneller und biologischer Landwirtschaft? Davon abgesehen, dass keine chemischen Stoffe für Düngung und Pflanzenschutz verwendet werden, geht es vor allem um den nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen. Das heißt konkret: Die Bewirtschaftung der Äcker erfolgt in einem Kreislauf von fünf Jahren. Begonnen wird mit Feldfrüchten, die dem Boden besonders viel Stickstoff entziehen, in den Folgejahren wird die Bepflanzung mit jenen Früchten fortgesetzt, die davon weniger benötigen. Nach drei Jahren Bepflanzung kann der Acker weitere drei Jahre “rasten”. Er wird während dieser Phase mit Hafer und Klee besetzt. Dieser dichte Bewuchs nimmt dem Boden den Stress, der durch Fruchtbepflanzung und Bearbeitung gegeben ist und lässt diesen auch hinsichtlich des Humusaufbaus sich regenerieren. Klee und Hafer eignen sich zudem hervorragend als Futter für die 23 Milchkühe, 25 Kälber und die 10 Schweine, deren Ausscheidungen wiederum als Dünger dienen – womit sich ein natürlicher Kreislauf schließt. Apropos Düngung: Düngung und Bodenleben sind zwei Schlüsselwörter für die Biobauern. Wie darf man das verstehen? Vereinfacht dargestellt wird in der konventionellen Landwirtschaft die Pflanze direkt gedüngt, und zwar chemisch. Der Boden dient eigentlich nur als Träger der Pflanze. In der biologischen Landwirtschaft wird sozusagen das Bodenleben “gefüttert” und zwar mittels der Einbringung der Pflanzenreste sowie mit dem schon angesprochenen Bepflanzungskreislauf und nicht zuletzt mit tierischem Dung. Der so natürlich angereicherte und mit gesunden Mikroorganismen überfüllte Boden düngt wiederum die Pflanze – eine künstliche Düngung ist nicht nötig. In der konventionellen Landwirtschaft sieht Michael Haitzmann die Zukunft weniger rosig: „Stickstoffdünger wird aus Erdöl hergestellt, das ohnehin nicht mehr ewig verfügbar sein wird. Kann dieser Dünger nicht mehr produziert werden, werden auch die Erträge zurückgehen, ebenso, wie der nutzungsfähige Boden durch die Überdüngung zurückgehen wird.“

Die erwähnten Tiere werden übrigens ebenso natürlich gehalten: Die Henderl graben im Gras ihre Mulden, in denen sie ein Sandbad nehmen, die Schweine wühlen sich durch den Erdboden und die Kühe verbringen den Sommer stoisch vor sich hinkauend auf den Weiden. Glückliche Tiere also wie aus dem Bilderbuch.

Dass biologische Landwirtschaft eng mit Klimaschutz verbunden ist, erklärt mir der Jungbauer Martin. Denn als Biobauer betreibt man aktiven Humusaufbau, der Co2 bindet. Sowohl die Pflanze selbst als auch die Erde binden Kohlenstoff. Durch die organische Verwertung der Trägerpflanzen, also die Wiedereinarbeitung in den Boden wird der Kohlenstoff gespeichert, bleibt also im Boden. In Österreich könnten allein durch Kompostierung 200.000 Tonnen CO2 pro Jahr im Boden gespeichert werden.

„Bio“ muss natürlich auch kontrolliert werden: Es gibt eine EU-Bioverordnung, einen Vertrag mit einer staatlich anerkannte Kontrollstelle, die diesen auch überwacht, und dann ist der Stechaubauer auch noch Mitglied beim Verband „Bio Austria“, der die Richtlinien noch höher ansetzt.

Dass “Bio” nun gesünder ist, steht außer Frage, aber warum schmeckt es eigentlich besser? Ganz einfach: Weil die künstliche Düngung fehlt, wächst die Pflanze eben nicht in Rekordzeit und bildet keine so großen Zellen, die viel Wasser speichern. Biologische Pflanzen wachsen langsamer und sind dadurch auch geschmacksintensiver. Dass “Bio” etwas teurer ist als Produkte aus konventioneller Landwirtschaft, liegt auf der Hand, und das im wahrsten Sinne des Wortes: Unkraut etwa kann nicht mit chemischen Mitteln einfach beseitigt werden, sondern muss tatsächlich händisch oder mechanisch entfernt werden. Die Erträge sind nicht so hoch und auch das Reifen der Früchte dauert länger. Und es handelt sich ja auch nicht um eine industrialisierte Massenproduktion. Aber dieser etwas höhere Preis wird von allen Kunden angesichts der deutlich höheren Qualität und dem Wissen um Herkunft und nachhaltiger Bewirtschaftung gerne in Kauf genommen. Denn wie natürlich ist es eigentlich, dass ein „Ja!Natürlich“- Brokkoli in gleich viel Plastik eingewickelt ist wie ein Siloheuballen oder dass man Paprika, Zucchini und Co im Fünfer-Plastik-Korb kaufen muss, auch wenn man nur ein Stück braucht? Beim Stechaubauern erhalten Sie auch eine einzelne Karotte, ein Ei oder eine Zwiebel. Und sie fühlen sich beim Betrachten der Ware nicht wie in der Plastikabteilung …

Was nicht ganz einfach ist, ist die Kalkulation der Ernte, denn man kann nicht bis ins Detail planen, wie reichlich (oder auch nicht) diese ausfallen wird. Und man hat keinen Großabnehmer wie eine Supermarktkette, welche die gesamte Produktion abnimmt. Doch hier gibt es die vielleicht hart klingende aber logische Überlegung: „Bevor ich etwas unter seinem Wert anbiete und den Preis kaputt mache, bringe ich es gar nicht auf den Markt, wo es zu Abfall wird, sondern lasse es als Kompost auf dem Feld und reichere damit wieder den Boden an.“

Der Betrieb ist in den letzten Jahrzehnten gewachsen, aber nicht nur auf Grund der Nachfrage, sondern allein schon wegen der Produktvielfalt: Denn sowohl dem Vater Michael als auch dem Sohn Martin steht die Leidenschaft ins Gesicht geschrieben, wenn sie von ihren Experimenten sprechen und diese stolz vorzeigen: Violette Paprika, Reisetomaten, chinesische Pfefferoni oder asiatische Blattgemüse werden angepflanzt. Aber auch Gemüse wie die Saubohnen, die man früher zum Füttern der Schweine anpflanzte oder die ein ‚Arme Leute Essen’ waren, sind heute wieder sehr gefragt. Und das macht Michael Haitzmann besonderen Spaß: Alte Produkte wieder zu entdecken.

Biologischer Landwirt zu sein ist für Michael Haitzmann auch eine Lebensphilosophie, denn er sieht den Beruf Bauer wie ein Handwerk, in dem die Individualität eine große Rolle spielt und die für ihn auch einer Erhaltung von Kulturgut gleich kommt: Denn je mehr man in die Großerzeugung geht, desto mehr geht diese Individualität verloren. „Früher hat vielleicht fast jeder Bauer Pinzgauer Käse produziert, aber jeder hat anders geschmeckt. Wenn nun eine Großmolkerei zwanzig verschieden Käse verkauft, ist das trotzdem nicht mehr die gleiche Vielfalt. Und ähnlich verhält es sich mit Gemüsesorten.“ Als Biobauer kann man auch nicht über das ganze Jahr alles anbieten, wie es in den Supermärkten Mode ist. Aber muss man tatsächlich im Februar Tomaten oder Gurken essen? Manches wird zwar zugekauft, aber stolz zeigt man sich trotzdem angesichts eines zum Teil sehr bewussten Kundenstocks, der sich dazu entscheidet, nur jene Produkte zu kaufen, die auch saisonal angepflanzt werden. Und so klein ist die Palette auch im Winter nicht: Einlagerungsfähiges Gemüse hält sich über Monate im eigenen Lager und im Glashaus lassen sich im ganzen Winter diverse Blattgemüse ziehen. Angebaut wird also fast das ganze Jahr über. Und ein Zuckerschlecken ist dieser Beruf auch nicht gerade. „Wir beginnen um sechs Uhr morgens und vor acht Uhr abends kommen wir im Sommer nie rein“, erzählt Martin. Ein 40-Stunden-Job ist das also nicht, aber die Freude daran wiegt das alles auf. Und im Winter ist es auch mal etwas ruhiger. Wir – das sind übrigens Martin mit seiner Frau Michaela, seine Schwester Mathilde, seine Eltern, Großeltern und manchmal noch Praktikanten aus der Landwirtschaftsschule.

Im Gegensatz zu nicht wenigen anderen gehört es für Michael dazu, sein Wissen auch weiterzugeben. „Am Anfang meiner ‚Karriere’ wollte ich mit Gewalt etwas Neues schaffen, wollte der Beste sein. Mit fortschreitendem Alter sehe ich das gelassener. Die Landwirtschaft ist eine Kulturform, wie man dem englischen Begriff ‚Agri Culture’ entnehmen kann. Jetzt geht es mir auch darum, überliefertes Wissen weiterzugeben. Und es macht mich schon sehr stolz, wenn alle vier meiner Kinder landwirtschaftlich tätig sind.“ Diese Wissensweitergabe geht noch weiter,  bei Vorträgen, zu denen ihn die Landwirtschaftsschulen einladen, und reicht bis hin zum Kunden, mit dem er bzw. die ganze Familie gerne mal einen Plausch hält und Fragen zu besonderen Sorten oder über deren Anbauweise beantwortet. Und das ist letztlich auch eine Besonderheit: Der “Verkäufer” – der zufällig zugleich auch noch der Produzent ist – nimmt sich Zeit für einen Plausch mit seinen Kunden. Versuchen sie das einmal in der Gemüseabteilung im Supermarkt …

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Die Rolle der Muttersprache

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , ,
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Immer wieder hören wir – auch in Saalfelden – Migranteneltern sollen mit den Kindern zuhause Deutsch sprechen. Aber ist das förderlich für die kindliche Entwicklung?

Bei uns herrscht die weit verbreitete Alltags-auffassung, dass das Erlernen der eigenen Muttersprache die Kinder daran hindern würde, Deutsch zu lernen. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Die Bedeutung der Muttersprache geht weit über ihre Rolle als Mittel zur Kommunikation zwischen Menschen hinaus. Sie hat eine zentrale Bedeutung in der Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes und kann daher nicht einfach durch eine andere Sprache ersetzt werden.

Das Erlernen der Sprache der Familie macht es uns möglich, die uns umgebende Welt zu erfassen und zu verstehen. Sie befähigt uns, über das was wir sehen und erleben, zu sprechen, es zu beschreiben. Sie ist somit auch verantwortlich für die Entwicklung unseres Denkens. Vollkommen unverzichtbar ist sie zur Mitteilung von Gefühlen, eine Fertigkeit, die wir für unser Gleichgewicht und unser Wohlbefinden benötigen. Emotionale Vertrautheit und Intimität ist nur in der Muttersprache möglich.

Ein umfassender Wortschatz und komplexe Grammatikstrukturen in der Erstsprache sind zudem die notwendige Voraussetzung für das Erlernen einer Zweitsprache. Wer die eigene Muttersprache nur auf einem einfachen, nicht schriftlichen Niveau beherrscht oder gar nur im Dialekt, der überträgt diese schwache sprachliche Basis auch auf die Zweitsprache. Das führt dazu, dass Menschen überhaupt keine Sprache ausreichend nutzen können, um sich umfassend mitzuteilen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Die Muttersprache ist die nötige Basis für das Erlernen einer anderen Sprache

Die Muttersprache ist die nötige Basis für das Erlernen einer anderen Sprache

Die Sprache der Eltern verankert jeden Menschen auch in seiner Kultur. In der Sprache zeigen sich die kulturellen Fähigkeiten, Fertigkeiten, Wertvorstellungen und Lebensweisen. Nur, wenn ich in meiner ursprünglichen Kultur verankert bin, kann ich mit einer anderen Kultur in Austausch treten und mich integrieren.

Wir sind weit davon entfernt, dass auch andere Muttersprachen außer Deutsch Teil des Schulunterrichts sind. Umso wichtiger ist es, Eltern mit Migrationshintergrund immer wieder dahingehend zu ermutigen, mit ihren Kindern ihre Muttersprache zu pflegen, damit diese ihre Persönlichkeit entfalten können. Das ist eine Voraussetzung für ein interkulturelles Miteinander, das diese Bezeichnung auch verdient.

Autorin: Sabine Aschauer-Smolik
Quellen: http://t-ig.org, Kalpaka, Annitag – (Erst-)Sprache – Muttersprache – Zweisprachigkeit, http://www.migration-boell.de
Bild: Karl Rittberger

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Auf der Suche nach neuen Grenzen

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , ,
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“Gobi March” – ein 250 km-Lauf durch die Wüste Gobi, einer der unwirtlichsten Orte der Welt. Bernd Tritscher aus Saalfelden war als Läufer mit dabei. Nachfolgend ein Auszug aus dem Renntagebuch des Wüstenläufers.

Das Rennen

“Nachdem ich mir in den letzten Jahren viele meiner bergsteigerischen Ziele erfüllen konnte, wollte ich dieses Jahr ganz etwas anderes machen. Ein Ziel, das mei-nen Ansprüchen gerecht wurde, war bald gefunden: Das ‘Gobi March’, ein Etappenrennen durch die Wüste Gobi. 250 km aufgeteilt auf sechs Etappen. “Self-supported”, also in Eigenverpflegung. Das heißt, Verpflegung und Ausrüstung muss während des Laufens selbst getragen werden, durch die windigste Wüste der Erde. Über ein halbes Jahr Vorbereitungszeit. Auch in die Perfektionierung der Ausrüstung wurde viel Arbeit und Zeit investiert. Am 20. Juni 2010 ging es los nach China, in die größte Provinz des Landes, Xinjiang.”

Extremsportler Bernd Tritscher lief bei seinem ersten Wüstenlauf zur Höchstform auf

Extremsportler Bernd Tritscher lief bei seinem ersten Wüstenlauf zur Höchstform auf

Etappen eins bis vier

„Die erste Nacht in der Wüste macht wohl kaum einem der 160 Teilnehmer Spaß. Nach Sonnenuntergang fallen die Temperaturen auf 5 Grad. Ich friere erbärmlich in meinem High Tech Schlafsack, oder habe ich versehentlich einen Gefrierbeutel erwischt? (…) Aber einmal zu viel angasen oder sonst ein Fehler und diese Tage können zur Hölle werden. Das passiert dann, wenn dich der Mann mit dem Hammer erwischt und sämtliche Vorräte verbraucht sind. Ich nehme pro Tag ca. 2400 Kcal zu mir, verbrenne aber das Drei- bis Vierfache. Vier Renntage verbrennen schnell die Kohlenhydrate. Das Defizit kompensiert der Körper mit Körperfett und Muskelmasse. Das Hineinhören, auf die Signale des Körpers achten und die richtige Taktik sind neben Kondition und Regenerationsfähigkeit entscheidend. (…) Die sirrende Hitze und das Flimmern der Luft versetzen mich in eine Art Trance. Nur die eigenen Schritte, das Atmen und der sanfte Wind sind zu hören. Es ist eine der schönsten Wüstenlandschaften, die ich je gesehen habe. (…) Es ist drückend heiß. Ich trinke was ich kann und denke: Wie soll das morgen gehen? 99 km – vorausgesagte 50 Grad. Normal ist das nicht mehr, was wir da machen.“

Etappe fünf – 99 km

“Als wir ein Dorf durchlaufen, deutet mir ein Chinese unmissverständlich, ich soll ihm ein bisschen Bares geben, dann kann ich auf seinem Gefährt aufsitzen. Aber selbst wenn ich wollte, ich habe kein Geld dabei. (…) Ich stolpere mehr als ich laufe, über ein unebenes Reisfeld. Trinke meinen letzten Energie Shooter. Hoffentlich fährt der nochmal so richtig ein. (…) Vor mir taucht auf einmal eine Gestalt auf. Es ist der Chinese Wei Chao, der im Gesamten einige Sekunden hinter mir liegt. Er wackelt, die Schuhe in der Hand, barfuß durch den Sand. 500 m vor dem Etappenziel überhole ich ihn mit meinen letzten Kräften. Geschafft! Nach über 14 Stunden.“

Akku leer

Was im Zelt geschieht, möchte ich nicht mehr erleben. Es haut mich voll nieder. Nehme noch wahr, wie jemand Wasserflaschen ins Zelt stellt. Krieche zu diesen hin und ziehe sie zu mir. Schaffe es nur in Etappen, die Schuhe und Socken auszuziehen. Habe fast nicht mehr die Kraft, die Verpackung von meinem Riegel aufzureißen. Aber ich muss jetzt essen und trinken. Kaue lustlos an Riegel und Nüssen, während mein Körper zittert. Versuche aufzustehen, habe aber keine Chance aufzukommen, nicht einmal mit Hilfe der Zeltstange. Einer dieser Versuche endet mit einem katastrophalen Krampf im Bein und später in der Bauchmuskulatur. Ich schreie vor Schmerzen. Ich denke mir: Das gibt`s doch nicht, dass da keiner hereinkommt. Die würden dich hier verrecken lassen. Christian (Anm. d. Red.: Christian Schiester, österreichischer Profi-Läufer) liegt draußen, hört mein Gebrüll. Aber er ist selber unfähig, etwas zu tun. Einige Stunden liege ich so da. Der Körper hat alles ausgeschalten, was er nicht braucht, um sich zu erholen.“

Das Ziel

„Bei 80 Prozent der Läufer kann nicht mehr von Laufen die Rede sein. Humpelnd, abgestützt, unfähig alleine zugehen, so erreichen manche das Ziel. Ich muss nochmal alles geben. Ich durchlaufe den Punkt, der vor Tagen noch so weit entfernt war. Das Ziel ist erreicht! (…) Jetzt freue ich mich auf eine Dusche, ein Bett und auf das Essen am Abend. Tagelang nur warmes Wasser, Hirsebrei und Trockenfutter haben mir sechs Kilo vom Leib gerissen. (…) Im Hotel erfahren wir, dass der Amerikaner, der am vierten Tag erschöpft abtransportiert wurde, nicht mehr aus dem Koma erwacht und gestorben ist. Die Stimmung bei der Siegerehrung ist sehr gedrückt. (…) Platz fünf in einem sehr stark und mit einigen Profi-Läufern besetzten Rennen. Für mich ist das der größte sportliche Erfolg, den ich bisher erreicht habe und wahrscheinlich jemals erreichen werde.“

Autor/Bild: Bernd Tritscher

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Spielwiese für “Brettkünstler”

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , ,
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“Gemma skaten?”. “Passt, auwa wohi?” – Jahrzehnte nachdem das Skateboarden von den USA aus auf die Saalfeldner Jugendszene übergeschwappt ist, sollte diese Frage in unserer Gemeinde nun geklärt sein. In Ramseiden wurde der neue Skatepark eröffnet.

Bis vor kurzem war es so, dass Skateboarder auf Supermarkt Parkplätzen und öffentlichen Plätzen ihren Sport ausübten. Immer wieder wurden sie vertrieben und als Störenfriede eingestuft. Das größte Problem beim Skateboarden ist der Lärm, der entsteht, wenn das Board am Asphalt aufkommt. Das kann auf Dauer zur Belastung für Anrainer werden. Bislang war es sehr schwierig, einen geeigneten Platz zum Skaten zu finden. Stiegen, Gehsteigkanten, Betonelemente – da fühlen sich Skater wohl. In Saalfelden gab es bereits bei der alten Tennishalle, am jetzigen Hofer Areal und in einer ehemaligen Industriehalle in der Haid Skateanlagen. Leider waren diese Liegenschaften immer nur für kurze Zeit angemietet. Dann wurden die Immobilien zumeist verkauft bzw. die Gebäude abgerissen. Nun ließ die Stadtgemeinde einen eigenen Skatepark auf Gemeindegrund errichten, der eine dauerhafte Heimat für Skateboarder werden soll.

Bei der Eröffnung am vergangenen Mittwoch fanden sich bereits zahlreiche Jugendliche ein, um Pipes, Boxen und Rails zu testen. Das Fazit: Die Anlage ist sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Skateboarder sehr gut geeignet. Kein Wunder, sind doch die Planer und Errichter der Sportanlage selbst begeisterte Skater. Maßgeblich beteiligt an der Umsetzung des Projektes waren HTL-Schüler David Einwaller und Szene-Urgestein Markus Unterweger vom Bronx Shop.


Skatepark Saalfelden

Foto: Stadtgemeinde Saalfelden

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Kneippanlage für Kindergartenkinder

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , ,
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“Wenn Kinder durchs Wasser sich abgehärtet haben, werden sie auch später ihre Gesundheit bewahren”, prognostizierte der Wissenschaftler Sebastian Kneipp bereits im 19. Jahrhundert. Die Schützlinge des Kindergartens Lenzing haben seit kurzem ihre eigene Kneippanlage im Garten, mit der sie ihre Abwehrkräfte stärken können. Möglich machte dies ein Projekt der HTL Saalfelden. Insgesamt sechs Klassen der Fachrichtung Bautechnik setzten das Bauvorhaben – von der Planung bis zur Fertigstellung – gemeinsam mit dem Betreuer-Team des Lehrbauhofes um. “Es war uns wichtig, eine Anlage zu bauen, die nach der Fertigstellung auch genutzt wird. Die Schülerinnen und Schüler lernten viele Arbeitsschritte in der Praxis kennen”, so Bauhof-Leiter Christian Bachmann. Die Idee kam von Sabine Radacher vom Kindergarten Lenzing, die mit ihren Kindern schon seit Jahren kneippt. “Ich habe vor einiger Zeit in Gegenwart eines HTL-Lehrers laut über eine eigene Kneippanlage nachgedacht. Und der hat unseren Wunsch an die Schule weitergeleitet. So ist das Projekt entstanden”, erinnert sich die Kindergartenpädagogin. Die Baumaterialien wurden von der Stadtgemeinde Saalfelden zur Verfügung gestellt.
Bei der Einweihungsfeier dankten die Kindergartenkinder den HTL-Schülern für die Errichtung der Anlage mit einem kleinen Sommertheater und Kaffee und Kuchen. Kooperator Thomas Bergner segnete das Kneippbecken. Bürgermeister Günter Schied bedankte sich ebenfalls bei den engagierten Schülern und Betreuern und ließ sich von den Kindergartenkindern die richtige Nutzung des Kneippbeckens erklären.

Einweihungsrunde von Bürgermeister Günter Schied

Einweihungsrunde von Bürgermeister Günter Schied

 Bild: Bernhard Pfeffer

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Malen in der Natur – nach der Natur

Verfasst von Anton Goellner | Tags: , , , , , ,
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Unter diesem Motto hielt Margareta (Mara) Rottensteiner im Vereinshaus der schule-des-sehens.at, am 12.-13. Juni 2010 ein Acryl-Malseminar ab. Die tollen Ergebnisse kann man direkt unter der Homepage “www.schule-des-sehens.at” sehen.

schule-des-sehens.at

Die  Arbeitsschwerpunkte der schule-des-sehens.at sind: Seminare/Workshops für Schulen, Kunstinteressierte – Anfänger und Fortgeschrittene in den Bereichen: Malerei – Skulptur – Video-, Fotografie und digitalen Medien.

Der Name, bzw. die „Schule des Sehens“ wurde bereits 1953 von Oskar Kokoschka gegründet – daraus entwickelte sich die Internationale Sommerakademie für bildende Kunst in Salzburg. Damit der ursprüngliche Name nicht in Vergessenheit gerät wurde kurzerhand 2008 vom heimischen Künstler Anton Göllner der Verein “schule-des-sehens.at” gegründet. 2009 unterstützte diese Idee auch die Stadtgemeinde Saalfelden und stellte  dazu (Vermietung) das ehemalige Anwesen des Künstlerehepaares Norbert und Beate König zu Verfügung. Die neue „schule-des-sehens.at“ bzw. das “sds künstlerhaus”  ist bereits jetzt, in der kurzen Zeit, mit den verschiedenen Seminaren, zu einer gut besuchte Kreativschmiede gereift.
Seminarangebote und Infos finden Sie unter : www.schule-des-sehens.at
Kontakt: Anton Göllner :: m: 0650 7443277

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Skatepark in den Startlöchern

Verfasst von Andreas Rachersberger | Tags: , , , , ,
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Knapp drei Jahre kämpften Saalfeldner Jugendliche um einen Skatepark. Jetzt geht ihr Traum endlich in Erfüllung. Am 18. Mai war Baubeginn in Ramseiden.

Die Saalfeldner Jugendlichen können durchatmen, das lange Warten hat ein Ende. Den Wunsch nach einem Skatepark haben sie gemeinsam mit Streetworkern an die Stadtgemeinde herangetragen. Nach einer eher zähen Anfangsphase wurde im Oktober 2008 eine Skatepark-Exkursion nach Tirol durchgeführt. Mehrere Vertreter der Stadtgemeinde inklusive Vizebürgermeister Erich Rohrmoser, Saalfeldner Streetworker, Markus Unterweger vom Bronx-Shop und zwei Skater machten sich bei verschiedenen Anlagen ein Bild von Kosten, Platzbedarf und Ausführung der Parks. Das Projekt kam dadurch so richtig ins Rollen, die Stadtgemeinde war vom Vorhaben der Jugendlichen überzeugt. Vor allem Kurt Binder vom Wirtschaftshof und Erich Rohrmoser setzten sich für einen modernen Saalfeldner Skatepark ein.

3D-Visualisierung - so soll der 250 m² große Skatepark aussehen

3D-Visualisierung - so soll der 250 m² große Skatepark aussehen

Dämpfer durch Anrainer
Im Frühjahr 2009 war der Bau schon so gut wie fixiert. Auf den Lusgründen, direkt neben dem Kinderspielplatz, sollte die Anlage entstehen. Allerdings gab es heftige Proteste von Seiten der Anrainer, wodurch ein anderer Standort gefunden werden musste. Im September letzten Jahres lud Rohrmoser zu einer neuerlichen Sitzung, bei der ein Bau auf Gemeindegrund neben der Kegelbahn und dem Musikum endgültig für 2010 beschlossen wurde. Die Planung des Parks übernahm federführend der HTL-Schüler David Einwaller, Markus Unterweger unterstützte ihn dabei. Unterweger war es auch, der die Firma PTR ins Spiel brachte. Dieses Unternehmen beschäftigt sich speziell mit dem Bau von Skateparks, alle Mitarbeiter sind selbst begeisterte Skater. Mit dem bereitgestellten Budget von 40.000 Euro setzen sie den Plan in die Tat um und können mit ihrer Erfahrung weitere Feinheiten verwirklichen. Ursprünglich war geplant, dass der Wirtschaftshof Saalfelden den Park errichtet. Es stellte sich aber heraus, dass das Vorhaben schwer umzusetzen gewesen wäre, außerdem erwies sich die Umsetzung des Projektes durch die Firma PTR als kostengünstiger.

Beton als idealer Untergrund
Das gewählte Baumaterial Beton stellte sich schon bei der Besichtigung der Tiroler Skateparks als ideale und moderne Lösung heraus. Da es keine Schallkörper wie Holz- oder Plastikrampen in herkömmlichen Anlagen gibt, wird die Lärmbelastung auf ein Minimum reduziert. Außerdem fallen praktisch keine Wartungskosten an. Ziel des Parks ist es, den Skatern die Möglichkeit zu bieten, ihren Sport legal und problemlos auszuüben. Da die Stadtgemeinde bemüht ist, sich der Anliegen der Jugend anzunehmen, ist man froh, eine neue Attraktion zu schaffen. Die Skateszene freut sich jetzt schon mächtig auf die ersten Einweihungsrunden.

Vorfreude bei Philipp Schmidt, David Einwaller und Michael Schwaiger (v.l.)

Vorfreude bei Philipp Schmidt, David Einwaller und Michael Schwaiger (v.l.)

Die Party zur Einweihung
Der Skatepark wird am Mittwoch, 7. Juli 2010, um 17 Uhr mit einer sportlichen Party eröffnet. Nach der offiziellen Begrüßung und Eröffnung durch Bürgermeister Günter Schied startet der Bronx Best Tricks Contest. Anschließend greifen das Mukef*** Proteam und die Urban Trendsport Association ins Geschehen ein. Die passende Musik liefern die Lionhouse Crew und mehrere Life DJ´s.

Bild: Andreas Rachersberger
Visualisierung: David Deisenberger

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