Autorenarchiv

Technical Park als Zukunftsprojekt

Verfasst von Andreas Rachersberger | Tags: , , , , , , , ,
Abgelegt unter stadt:sport | Kommentare Keine Kommentare

Wenn vom 29. August bis zum 9. September 2012 in Saalfelden und Leogang die Mountainbike-WM über die Bühne geht, soll mit dem Technical Park auch eine Sportanlage für die Zukunft stehen.

So soll die WM-Strecke in der Bürgerau aussehen. Der Technical Park ist als Dauereinrichtung geplant.

Luftbild von der geplanten WM-Strecke mit Technical Park.

 

Nach langem Hin und Her ist die Planung der Cross Country Strecke in der Bürgerau nun abgeschlossen. Trotz der Tatsache, dass sich das Vorhaben aufgrund von Widerständen einiger Interessensgruppen hinausgezögert hat, kam von Seiten des Weltradsportverbandes (UCI) kein Zweifel auf. Christian Rothart, Leiter des Organisationskomitees, dazu: „Erstaunlicherweise wurde vom internationalen Verband kein Druck ausgeübt. Mit der UCI läuft es derzeit wie in einer Partnerschaft. Sie haben gesehen, dass wir starke Anstrengungen unternehmen und unterstützen uns dabei.“ Der knapp 4,5 Kilometer lange Rundkurs weist 180 Höhenmeter auf und wird nur temporär für Wettkämpfe genutzt werden. Bei der Strecke gibt es bewusst keine Hochgeschwindigkeitspassagen sowie extrem schwierige Abschnitte, sie soll auch für U23-Fahrer bewältigbar sein. An sportlicher Attraktivität habe die endgültige Variante des Kurses gegenüber der ursprünglich geplanten Streckenführung nicht verloren, ist sich Rothart sicher. Der Start findet an der Lichtenbergstraße statt, um das Starterfeld bei einem langen Anstieg von Beginn an auseinanderzuziehen, die Zieldurchfahrt wird vor der Tribüne des Sportplatzes Bürgerau sein.

Nachhaltige Idee

Für die Nachhaltigkeit des Projekts soll ein sogenannter Technical Park sorgen, der auf einer Fläche von etwa zwei Fußballfeldern schrittweise bis zur Veranstaltung errichtet wird. Mit der WM selbst hat dieser zwar nichts zu tun, der Park soll aber zukünftig Saalfelden als Mountainbike-Standort repräsentieren und das Angebot in Leogang ergänzen. „Die Idee hinter dem Park ist, das Mountainbike fahren richtig zu lernen. Damit Neuanfänger bestimmte Hindernisse und Strecken bewältigen können, braucht man Übungsstationen“, klärt Mark Hauser, Streckenchef der Cross Country Strecke und Lehrer der Nordischen Skihauptschule, auf. Es wird drei verschiedene Rundkurse mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden geben, wo das Fahren über Hügel, Steilkurven etc. trainiert werden kann. Des Weiteren sind Geschicklichkeitsparcours geplant, wo die Biker lernen, auf schmalen Flächen die Balance zu halten. Hauser will seinen Schülern künftig den actionreichen Sport mithilfe des Parks näherbringen und das Biken in den Unterricht aufnehmen. Generell solle sich das Projekt auch in Richtung Vereinsarbeit orientieren. Im Vorfeld der WM kann sich Hauser gut vorstellen, allen interessierten Kindern die Möglichkeit zu bieten, an einem Probetraining teilzunehmen.

Skatepark in den Startlöchern

Verfasst von Andreas Rachersberger | Tags: , , , , ,
Abgelegt unter stadt:jugend | Kommentare 3 Kommentare

Knapp drei Jahre kämpften Saalfeldner Jugendliche um einen Skatepark. Jetzt geht ihr Traum endlich in Erfüllung. Am 18. Mai war Baubeginn in Ramseiden.

Die Saalfeldner Jugendlichen können durchatmen, das lange Warten hat ein Ende. Den Wunsch nach einem Skatepark haben sie gemeinsam mit Streetworkern an die Stadtgemeinde herangetragen. Nach einer eher zähen Anfangsphase wurde im Oktober 2008 eine Skatepark-Exkursion nach Tirol durchgeführt. Mehrere Vertreter der Stadtgemeinde inklusive Vizebürgermeister Erich Rohrmoser, Saalfeldner Streetworker, Markus Unterweger vom Bronx-Shop und zwei Skater machten sich bei verschiedenen Anlagen ein Bild von Kosten, Platzbedarf und Ausführung der Parks. Das Projekt kam dadurch so richtig ins Rollen, die Stadtgemeinde war vom Vorhaben der Jugendlichen überzeugt. Vor allem Kurt Binder vom Wirtschaftshof und Erich Rohrmoser setzten sich für einen modernen Saalfeldner Skatepark ein.

3D-Visualisierung - so soll der 250 m² große Skatepark aussehen

3D-Visualisierung - so soll der 250 m² große Skatepark aussehen

Dämpfer durch Anrainer
Im Frühjahr 2009 war der Bau schon so gut wie fixiert. Auf den Lusgründen, direkt neben dem Kinderspielplatz, sollte die Anlage entstehen. Allerdings gab es heftige Proteste von Seiten der Anrainer, wodurch ein anderer Standort gefunden werden musste. Im September letzten Jahres lud Rohrmoser zu einer neuerlichen Sitzung, bei der ein Bau auf Gemeindegrund neben der Kegelbahn und dem Musikum endgültig für 2010 beschlossen wurde. Die Planung des Parks übernahm federführend der HTL-Schüler David Einwaller, Markus Unterweger unterstützte ihn dabei. Unterweger war es auch, der die Firma PTR ins Spiel brachte. Dieses Unternehmen beschäftigt sich speziell mit dem Bau von Skateparks, alle Mitarbeiter sind selbst begeisterte Skater. Mit dem bereitgestellten Budget von 40.000 Euro setzen sie den Plan in die Tat um und können mit ihrer Erfahrung weitere Feinheiten verwirklichen. Ursprünglich war geplant, dass der Wirtschaftshof Saalfelden den Park errichtet. Es stellte sich aber heraus, dass das Vorhaben schwer umzusetzen gewesen wäre, außerdem erwies sich die Umsetzung des Projektes durch die Firma PTR als kostengünstiger.

Beton als idealer Untergrund
Das gewählte Baumaterial Beton stellte sich schon bei der Besichtigung der Tiroler Skateparks als ideale und moderne Lösung heraus. Da es keine Schallkörper wie Holz- oder Plastikrampen in herkömmlichen Anlagen gibt, wird die Lärmbelastung auf ein Minimum reduziert. Außerdem fallen praktisch keine Wartungskosten an. Ziel des Parks ist es, den Skatern die Möglichkeit zu bieten, ihren Sport legal und problemlos auszuüben. Da die Stadtgemeinde bemüht ist, sich der Anliegen der Jugend anzunehmen, ist man froh, eine neue Attraktion zu schaffen. Die Skateszene freut sich jetzt schon mächtig auf die ersten Einweihungsrunden.

Vorfreude bei Philipp Schmidt, David Einwaller und Michael Schwaiger (v.l.)

Vorfreude bei Philipp Schmidt, David Einwaller und Michael Schwaiger (v.l.)

Die Party zur Einweihung
Der Skatepark wird am Mittwoch, 7. Juli 2010, um 17 Uhr mit einer sportlichen Party eröffnet. Nach der offiziellen Begrüßung und Eröffnung durch Bürgermeister Günter Schied startet der Bronx Best Tricks Contest. Anschließend greifen das Mukef*** Proteam und die Urban Trendsport Association ins Geschehen ein. Die passende Musik liefern die Lionhouse Crew und mehrere Life DJ´s.

Bild: Andreas Rachersberger
Visualisierung: David Deisenberger