Wenn vom 29. August bis zum 9. September 2012 in Saalfelden und Leogang die Mountainbike-WM über die Bühne geht, soll mit dem Technical Park auch eine Sportanlage für die Zukunft stehen.
Nach langem Hin und Her ist die Planung der Cross Country Strecke in der Bürgerau nun abgeschlossen. Trotz der Tatsache, dass sich das Vorhaben aufgrund von Widerständen einiger Interessensgruppen hinausgezögert hat, kam von Seiten des Weltradsportverbandes (UCI) kein Zweifel auf. Christian Rothart, Leiter des Organisationskomitees, dazu: „Erstaunlicherweise wurde vom internationalen Verband kein Druck ausgeübt. Mit der UCI läuft es derzeit wie in einer Partnerschaft. Sie haben gesehen, dass wir starke Anstrengungen unternehmen und unterstützen uns dabei.“ Der knapp 4,5 Kilometer lange Rundkurs weist 180 Höhenmeter auf und wird nur temporär für Wettkämpfe genutzt werden. Bei der Strecke gibt es bewusst keine Hochgeschwindigkeitspassagen sowie extrem schwierige Abschnitte, sie soll auch für U23-Fahrer bewältigbar sein. An sportlicher Attraktivität habe die endgültige Variante des Kurses gegenüber der ursprünglich geplanten Streckenführung nicht verloren, ist sich Rothart sicher. Der Start findet an der Lichtenbergstraße statt, um das Starterfeld bei einem langen Anstieg von Beginn an auseinanderzuziehen, die Zieldurchfahrt wird vor der Tribüne des Sportplatzes Bürgerau sein.
Nachhaltige Idee
Für die Nachhaltigkeit des Projekts soll ein sogenannter Technical Park sorgen, der auf einer Fläche von etwa zwei Fußballfeldern schrittweise bis zur Veranstaltung errichtet wird. Mit der WM selbst hat dieser zwar nichts zu tun, der Park soll aber zukünftig Saalfelden als Mountainbike-Standort repräsentieren und das Angebot in Leogang ergänzen. „Die Idee hinter dem Park ist, das Mountainbike fahren richtig zu lernen. Damit Neuanfänger bestimmte Hindernisse und Strecken bewältigen können, braucht man Übungsstationen“, klärt Mark Hauser, Streckenchef der Cross Country Strecke und Lehrer der Nordischen Skihauptschule, auf. Es wird drei verschiedene Rundkurse mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden geben, wo das Fahren über Hügel, Steilkurven etc. trainiert werden kann. Des Weiteren sind Geschicklichkeitsparcours geplant, wo die Biker lernen, auf schmalen Flächen die Balance zu halten. Hauser will seinen Schülern künftig den actionreichen Sport mithilfe des Parks näherbringen und das Biken in den Unterricht aufnehmen. Generell solle sich das Projekt auch in Richtung Vereinsarbeit orientieren. Im Vorfeld der WM kann sich Hauser gut vorstellen, allen interessierten Kindern die Möglichkeit zu bieten, an einem Probetraining teilzunehmen.



