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Stabilitätsgesetz fordert erstes Opfer

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , ,
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Am 28. März 2012 hat der Nationalrat das 1. Stabilitätsgesetz 2012 beschlossen. Für Gemeinden hat dieses Gesetzespaket konkrete Auswirkungen. In Saalfelden fordert der Sparkurs des Bundes ein erstes großes Opfer.

Anfang Februar stellte die Bundesregierung ein Gesetz vor, das für mehr Stabilität in Österreich sorgen soll. Es wurde von den Koalitionspartnern als eines der größten Konsolidierungsprogramme der Zweiten Republik gehandelt. Nach ersten Begutachtungen des Gesetzes durch den Gemeinde- und Städtebund stellte sich schnell heraus, dass dieses Sparpaket wesentliche Auswirkungen auf die Finanzgebarung der Gemeinden hat. Kurz gesagt: Liebe Gemeinden, ihr müsst Opfer bringen!

Sportzentrum Bürgerau – Kosten würden um 20 % steigen

In Saalfelden heißt das erste Opfer des Stabilitätsgesetzes „Sportzentrum Bürgerau“. Nach jahrelangen Planungen und Verhandlungen bedeutet das Ende der Vorsteuerabzugsberechtigung für gemeindeeigene KGs (Kommanditgesellschaften) nun auch das Ende für den großen Ausbau der Sportanlage in der Bürgerau. Zur Erklärung: Kommunale Gebäude (Schulen, Feuerwehrgebäude usw.) wurden bisher von einer gemeindeeigenen KG errichtet und von der Gemeinde zurückgemietet. Das hatte den Vorteil, dass sich eine KG 20 % Vorsteuer von den Investitionskosten abziehen kann. Eine öffentliche Körperschaft wie die Gemeinde darf dies nicht. Durch den Wegfall dieser Regelung würden die Investitionskosten für den Ausbau der bestehenden Sportanlage in der Bürgerau um rd. eine Million Euro steigen.


Der Gemeindebund konnte zwar kurz vor der Beschlussfassung des Sparpaketes noch eine Übergangsfrist für die Vorsteuerabzugsberechtigung bis 1. September 2012 heraushandeln, für das Projekt „Sportzentrum Bürgerau“ wäre aber auch dieser kurzzeitige Aufschub nicht relevant. Die Stadtgemeinde hat daher eine Entscheidung gegen eine große Lösung für die Sportanlage Bürgerau getroffen. Bgm. Günter Schied: „Der Wegfall der Vorsteuerabzugsberechtigung für Gemeinden zwingt uns, auf die Bremse zu treten. Das finanzielle Risiko wäre zu groß. Ein zu hoher Anteil an Darlehensrückzahlungen soll uns in den nächsten Jahren nicht jeglichen finanziellen Handlungsspielraum nehmen.“

Investitionen in die Qualität

Die bestehenden Anlagenteile der Sportanlage in der Bürgerau (Sanitäranlagen, Schulsportanlage, Naturrasenplatz, Tribüne, Kabinen, Kantine usw.) sollen schnellstmöglich einer Generalsanierung unterzogen werden und es werden zusätzliche Leichtathletikanlagen errichtet, gab Bürgermeister Günter Schied vor kurzem bekannt. „Ich möchte unsere Sportlerinnen und Sportler nicht mehr länger hinhalten. Jetzt werden wir in Qualitätsverbesserungen investieren.“

Bürgerversammlung die Zweite

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , ,
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Am 26. April 2012 (19 Uhr) findet im Congress Saalfelden die öffentliche Bürgerversammlung statt. Eine Neuerung in diesem Jahr: Weniger Zeit für die Vorträge der Politiker, mehr Zeit für die Wortmeldungen der Bürger. 
 
 
Was hat sich im vergangenen Jahr in Saalfelden getan und was bringt die Zukunft? Diese Fragen werden die Stadtpolitiker im ersten Teil der Informations- und Diskussionsveranstaltung beantworten. Der zweite Teil der Bürgerversammlung gehört der Bevölkerung. Die Politiker stehen für Fragen, Anregungen und Diskussionen zur Verfügung. Eine kleine „Reform“ soll die Veranstaltung attraktiver machen: Die Politiker verzichten in diesem Jahr auf einen Teil ihrer Vortragszeit und werden der Bevölkerung mehr Zeit für ihre Wortmeldungen einräumen.
 
Vortragende & Themen
 
Bgm. Günter Schied (SPÖ)
 

  • Unternehmen Stadtgemeinde
  • Auswirkungen des Sparpaketes auf die Stadtgemeinde Saalfelden
  • Dialogtage Saalfelden

 

StR Gerhard Reichkendler (SPÖ)

  • Bauprojekte 2011/2012
  • Bauprojekte der Zukunft
  • Baulandsicherung
  • Überarbeitung des Räumlichen Entwicklungskonzeptes (REK)

 

StR Thomas Schweighart (FPÖ)

  • Neues zur Umfahrung
  • Fußgängerzone (FUZO) Lofererstraße
  • Parkplatzsituation
  • Verkehr und Mobilität in der Zukunft

 

Vizebgm. Erich Rohrmoser (SPÖ)

  • Soziale Ausgaben
  • Seniorenbetreuung
  • Kinder- u. Jugendbetreuung
  • Sozialer Rundum- u. Ausblick

 

StR Helmut Hinterseer (SPÖ)

  • Sportbudget
  • Saisonbilanz der Wintersportler
  • Sportveranstaltungen in Saalfelden
  • Aktuelle u. zukünftige Infrastrukturprojekte

 

Vizebgm. Wolfgang Grießner (ÖVP)

  • Gemeindevergleich Abfallwirtschaft
  • Der Biber in Saalfelden
  • Neues vom e5 Programm
  • Sanierung von Gemeindegebäuden

 

StR Paul Kendlbacher (ÖVP)

  • Kulturbudget
  • Öffentliche Subventionen
  • Kulturinitiativen in Saalfelden
  • Kulturelle Zukunftsprojekte

 

StR Klaus Eder (SPÖ)

  • Einnahmen der Stadtgemeinde
  • Ausgaben der Stadtgemeinde
  • Ausgewählte Kennzahlen des Budgets
  • Infrastruktur in Zahlen

Alarmstufe “weiß”

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , ,
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Bis Ende Jänner fielen in Saalfelden rd. 3,5 Meter Schnee, Ein Ausnahmewinter, der dem Winterdienst-Team des Wirtschaftshofes viele Nacht- und Überstunden beschert. Gefordert sind auch Eigeninitiative und Verständnis von Seiten der Bürger. Das Gesetz unterstreicht diese Forderung mit eindeutigen Aufgabenzuweisungen.

1:30 Uhr: Winterdienst-Boss Georg Eisenmann nimmt das Handy und wählt die erste Nummer in seiner Liste. Mit der kurzen Ansage „Gua Moang, zum Schneerama is!“ weiß das Gegenüber, was zu tun ist. Eine halbe Stunde später stehen alle verfügbaren Mitarbeiter beim Wirtschaftshof bereit – mehr oder weniger munter. Die fünfte Nacht hintereinander beginnt die Arbeit um diese Zeit und endet erst einige Stunden nach Mittag. Es wird im Schichtdienst gearbeitet. Der Schneepflug steht nur mehr zum Tanken still. An Tagen wie diesen ist der Fuhrpark des Wirtschaftshofes 24 Stunden im Einsatz. LKWs, Fräsen, Unimogs, Radbagger, Kleinlader, Gehsteigpflüge. Über 220 km Gemeindestraßen und rd. 50 km Gehsteige müssen innerhalb kürzester Zeit befahr- und begehbar gemacht werden. Saalfelden ist gerüstet für die Alarmstufe „weiß“.

Privatstraßen sind Fleißaufgaben

Die Stadtgemeinde hat die Pflicht, die in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden Straßen und Wege so zu bearbeiten, dass keine Schäden an Menschen und Sachen entstehen, die auf den mangelhaften Zustand der Verkehrsfläche und auf vorsätzliche oder grob fahrlässige Handlungen des Wegehalters zurückzuführen sind. So sieht es das Gesetz vor. Zahlreiche Bürger dürften der Annahme sein, dass die Gemeinde die Verantwortung und damit auch die Kosten für die Instandhaltung sämtlicher Verkehrsflächen im Gemeindegebiet tragen muss, berichtet Wirtschaftshofleiter Kurt Binder. „An Tagen mit starken Schneefällen erhalten wir viele Anrufe von Bürgern, die sich beschweren, dass die Straßen zu ihren Wohnungen und Häusern nicht geräumt sind. In den allermeisten Fällen betrifft das Privatstraßen, die vom jeweiligen Wegehalter zu räumen sind. Wir als Gemeinde müssen uns bei starken Schneefällen in erster Linie auf die öffentlichen Verkehrsflächen konzentrieren. Das ist unser gesetzlicher Auftrag. Erst wenn wir den erledigt haben, können wir – nach Maßgabe der betrieblichen Möglichkeiten – weitere Services anbieten.“

Kopfschütteln

Die Masse der Bewohner schätzt den Einsatz des Wirtschaftshofes und zeigt Verständnis, wenn die Arbeit des Schneepfluges zu Schneeablagerungen in der Hauszufahrt führt oder die Einhaltung der Nachtruhe nicht immer möglich ist. Einzelne hingegen sorgen für Kopfschütteln, berichtet Kurt Binder. „Es gibt tatsächlich Bürger, die Anzeige wegen Ruhestörung bei der Polizei erstatten, weil der Schneepflug die Straßen vor ihren Häusern von meterhohem Schnee befreit. Unsere Arbeit ist nur in den Nachtstunden möglich, weil die Leute erstens am Morgen bereits passierbare Straßen und Gehwege erwarten und zweitens die kommunalen Fahrzeuge im Tagesverkehr für ein Verkehrschaos sorgen würden. Da gibt es einfach keine Alternativlösung.“

Regelmäßig gehen auch Anrufe ein, dass Mitarbeiter des Wirtschaftshofes private Garagenzufahrten räumen sollen, weil der Schneepflug die Ausfahrt zugeschoben hat. „Dazu muss ich sagen, dass unsere Fahrer wirklich Rücksicht nehmen, wo es geht. Aber wenn in einer Wohnstraße auf beiden Seiten Zu- und Ausfahrten sind, muss der Schnee irgendwo hin. Aus diesem Grund ist die Ablagerung von Schnee auf Privatgrundstücken auch gesetzlich gedeckt. Die meisten Bürger verstehen, dass wir den Schnee aus den Wohngebieten nicht sofort via Fräse und LKW abtransportieren können. Sonst würden wir drei Tage brauchen, bis wir unser Wegenetz einmal durch hätten. Aber einige sind in dieser Frage sehr intolerant und sehen nicht ein, dass nicht alle Aufgaben die Gemeinde – und somit die Allgemeinheit – übernehmen kann.“

Kleine Ursachen – große Wirkung

Wenn viel Schnee fällt, müssen alle zusammenhelfen, um die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufrecht zu erhalten. Gemeinde, private Unternehmen, Einsatzorganisationen und natürlich auch die Bürger. Für den Einzelnen sind es nur kleine aber in Summe sehr wichtige Punkte, auf die Rücksicht genommen werden muss. Der Schnee von privaten Zufahrten, Vorplätzen und Parkplätzen darf nicht auf Gemeindestraßen abgelagert werden. Diese Vorgangsweise ist gesetzlich verboten und muss von der Gemeinde bei Wiederholungstätern auch mit Anzeigen geahndet werden. Kurt Binder weist auf einen weiteren wichtigen Punkt hin: „Autos, die über Nacht auf öffentlichen Verkehrsflächen parken, erschweren die Schneeräumung für meine Mitarbeiter wesentlich. Durch präzise Wettervorhersagen ist es im Normalfall möglich, den PKW über Nacht von öffentlichen Verkehrsflächen zu entfernen. 95 Prozent der Fahrzeughalter schaffen das, 5 Prozent werden wir weiterhin bei ihrem Lernprozess begleiten müssen.“

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 Von Rechts wegen

  • Die Verpflichtungen zur Schneeräumung und Streuung ergeben sich aus § 1319a des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches (ABGB). Juristen sprechen dabei von der „Wegehalterhaftung“. Wegehalter ist im Regelfall der Grundeigentümer. Wenn durch den mangelhaften Zustand eines Weges ein Mensch zu Schaden kommt oder eine Sache beschädigt wird, haftet der Halter eines Weges, sofern er oder seine Leute vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt haben.
  • Anrainerpflichten gemäß § 93 Straßenverkehrsordnung (StVO):
    (1) Die Eigentümer von Liegenschaften in Ortsgebieten, ausgenommen Eigentümer von unverbauten, land- und forstwirtschaftlich genutzten Liegenschaften, haben dafür zu sorgen, dass die entlang der Liegenschaft in einer Entfernung von nicht mehr als 3 m vorhandenen, dem öffentlichen Verkehr dienenden Gehsteige und Gehwege einschließlich der in ihrem Zuge befindlichen Stiegenanlagen in der Zeit von 6.00 Uhr bis 22.00 Uhr von Schnee und Verunreinigungen gesäubert sowie bei Schnee und Glatteis bestreut sind. Ist ein Gehsteig (Gehweg) nicht vorhanden, so ist der Straßenrand in einer Breite von 1 m zu säubern und zu bestreuen. Die gleiche Verpflichtung trifft die Eigentümer von Verkaufshütten.
    (1a) In einer Fußgängerzone oder Wohnstraße ohne Gehsteig gilt die Verpflichtung nach Abs. 1 für einen 1 m breiten Streifen entlang der Häuserfronten.
    (2) Die in Abs. 1 genannten Personen haben ferner dafür zu sorgen, dass Schneewächten oder Eisbildungen von den Dächern ihrer an der Straße gelegenen Gebäude bzw. Verkaufshütten entfernt werden.
    (6) Zum Ablagern von Schnee von Häusern oder Grundstücken auf die Straße ist eine Bewilligung der Behörde erforderlich.
  • Bei Schneewächten oder Eisbildungen an Dächern stellt das Aufstellen von Warnschildern oder an die Hauswand gelehnte Latten nur eine Sofortmaßnahme dar, unabhängig davon ist der Hauseigentümer jedoch gemäß § 93 Abs 2 StVO verpflichtet, das Dach zu reinigen und die Schneewächtern sowie das Eis zu entfernen.
  • Leider muss immer wieder festgestellt werden, dass Anrainer ihren Schnee von Vorplätzen, Parkplätzen und Dächern auf die Gemeindestraßen räumen und so zu einer Verschärfung der angespannten Schneelage auf den Straßen beitragen. Das Ablagern von Schnee auf Gemeindestraßen ist gemäß § 92 StVO verboten. Wer trotzdem den Schnee von seinem privaten Bereich auf die Straße räumt, kann, abgesehen von den Straffolgen, zur Entfernung, Reinigung oder zur Kostentragung für die Entfernung oder Reinigung verhalten werden.
  • Der Eigentümer hat „Straßenschnee“ in privaten Gärten zu dulden, das besagt § 10 des Salzburger Landesstraßengesetzes: Die Besitzer der an die Straße grenzenden Grundstücke sind verpflichtet, den Abfluss des Wassers von der Straße auf ihren Grund, die notwendige Ablagerung des bei der Schneeräumung von der Straße abgeräumten Schnees einschließlich des Streusplitts auf ihrem Grund und die Herstellung von Ableitungsgräben, Sickergruben u. dgl. auf ihrem Besitz ohne Anspruch auf Entschädigung zu dulden.

Große Bauprojekte im Jahr 2012

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In Saalfelden wird ständig gebaut. Irgendwo steht immer ein Kran. Das Stadtblatt hat versucht, eine Übersicht über die großen Baustellen im Jahr 2012 zu schaffen. Kein Anspruch auf Vollständigkeit! 

Hochbau

Schulzentrum Saalfelden
Ort: Lofererstraße (Weiselfeld)
Bauzeit: Oktober 2010 bis Mai 2012
Bauherr: Stadtgemeinde Saalfelden
- 2012 wird das Sonderpädagogische Zentrum fertiggestellt
- Eröffnung des Schulzentrums mit Tag der offenen Tür im Juni 2012

Kletterhalle „Felsenfest“
Ort: Leogangerstraße (SK Sportanlage)
Bauzeit: Oktober 2011 bis Juni 2012
Bauherr: Kletterhalle Saalfelden GmbH
- 18 m hohe Halle
- 1650 m² Kletterfläche
- 150 m² Boulderfläche
- Bergsport Shop
- Restaurant
- Duschen, Sanitäranlagen
Mehr Infos: www.facebook.com (Suchbegriff „Kletterhalle Saalfelden)

Kletterhalle „Felsenfest“ - Eröffnung im Juli.

Kletterhalle „Felsenfest“ - Eröffnung im Juli.

 

Wohnanlage „Oberbräu“
Ort: Bräugasse (altes HTL Schülerheim)
Bauzeit: Herbst 2012 bis Winter 2013/14
Bauherr: Habitat Wohnbau GmbH/Wals
- 35 Wohnungen
- 2 Doppelhaushälften mit Tiefgarage
Mehr Infos: Projektleiter Karl-Heinz Rossmann, Tel. 0664/131 67 62

Bräugasse - Wohnanlage statt Schülerheim.

Bräugasse - Wohnanlage statt Schülerheim.

 

Schülerheim Saalfelden
Ort: Almerstraße (Schulareal HTL/HBLW)
Bauzeit: Aug. 2011 bis Aug. 2012
Bauherr: GSWB
- 182 Betten
- Verpflegungs-, Lern- und Freizeiträume
Mehr Infos: www.studentenheim.at/blog

Brückenbau

Sanierung Brücke B 311 – Saalach
Ort: B 311 über Saalach (Gewerbegebiet)
Bauzeit: Zweite Jahreshälfte 2012
Bauherr: Land Salzburg
- Generalinstandsetzung
- keine Fahrbahnsperren, Geschwindigkeitsbeschränkung in der Bauphase

Sanierung Brücke B 311 – ÖBB
Ort: B 311 über ÖBB Gleise (Höhe SIG)
Bauzeit: Zweite Jahreshälfte 2012
Bauherr: Land Salzburg
- Tragwerksverstärkung und weitere Sanierungsmaßnahmen
- B 311 zeitweise nur einspurig befahrbar, Geschwindigkeitsbeschränkung

Sanierung Rettenbachmühl-Brücke
Ort: Bsuch über Saalach
Bauzeit: Herbst 2012
Bauherr: Stadtgemeinde Saalfelden
- Erneuerung Tragwerk

Fernwärmenetz

Lofererstraße
Ort: Polizei bis Schülerheim Oberbräu
Bauzeit: 5 Wochen – Termin noch nicht fix
Bauherr: Salzburg AG
- Ausbau des Biomasse-Fernwärmenetzes

Straßenbau

Generalsanierung Mühlrain
Ort: Mühlrain
Bauzeit: Frühjahr bis Sommerferien
Bauherr: Stadtgemeinde Saalfelden
- Fertigstellung der Kanal- und Straßenbauarbeiten Mühlrain/Ritzenseestraße

Asphaltierarbeiten Lenzing – Euring
Ort: Lenzing/Kirche bis Ortsende Euring
Bauzeit: ca. 1 Woche im Sommer

Asphaltierarbeiten Dilling – Schmieding
Ort: B 164 bis Abzweigung Hof
Bauzeit: ca. 1 Woche im Sommer

Wasser-, Kanalbau

Retentionsbecken Ritzensee
Ort: Ritzensee/Parkplatz Seerestaurant
- Unterirdisches Retentionsbecken zur Verhinderung von Überflutungen im Bereich Mühlrain/Ritzenseestraße

Entlastungskanal Bsuch/Breitenbergham
Ort: Bsuch/Breitenbergham
Bauzeit: 5 Monate ab Frühjahr 2012
Bauherr: Stadtgemeinde Saalfelden
- Fertigstellung des 2. Bauabschnittes in Breitenbergham

Sportstätten 

Umbau Sportanlage Bürgerau
Ort: Sportanlage Bürgerau
Bauzeit: Beginn Herbst 2012
Bauherr: Stadtgemeinde Saalfelden
- Sanierung und Erweiterung der Sportanlage in der Bürgerau

Im Herbst startet die Sanierung der Anlage.

Im Herbst startet die Sanierung der Anlage.

Radwegbau 

Radweg Harham
Ort: Harham bis Auffahrt Örgenbauernalm und weiter über das Gewerbegebiet Harham
- Verbindung zwischen Harham und Maishofen kann bis auf ein 70 m langes Zwischenstück (keine Zusage der Grundeigentümerin zur Grundablöse) geschlossen werden.

Radweg Grünhäuslsiedlung
Ort: Grünhäuslsiedlung bis Raikasiedlung
- Nach Fertigstellung des Schülerheimes kann die Lücke zwischen Grünhäusl- und Raikasiedlung geschlossen werden.

Bildquellen: Habitat Wohnbau, Archiv Stadtgemeinde Saalfelden

„Ich wollte bewusst der Günter bleiben“

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , ,
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Am 27. Oktober 1996 gewann Günter Schied bei einer Stichwahl die Bürgermeisterwahlen in Saalfelden. Seither sind 15 Jahre vergangen. Höchste Zeit für eine Zwischenbilanz.

 

Vor 15 Jahren wurde Günter Schied zum Bürgermeister von Saalfelden gewählt.

Vor 15 Jahren wurde Günter Schied zum Bürgermeister von Saalfelden gewählt.

 

Herr Bürgermeister, Sie sind nun seit 15 Jahren im Amt. Wie sehr hat diese Funktion die Person Günter Schied verändert?

„Ich habe bewusst versucht, der Günter zu bleiben und den Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Ich lege keinen Wert darauf, ein Trepperl über den Bürgern zu stehen. Deshalb hoffe ich, dass ich mich durch mein Amt nicht wesentlich verändert habe.“

Am Beginn Ihrer Amtszeit mussten Sie sehr viel dazulernen. Was waren die härtesten Brocken?

„Ich wollte es am Anfang jedem recht machen. Ich musste schnelI erkennen, dass das nicht möglich ist. Ich habe unterschätzt, wie viel man als Bürgermeister in der Öffentlichkeit steht. Das Auftreten vor vielen Leuten, das Reden und das Präsentieren waren mir am Beginn unangenehm. Jetzt sind diese Auftritte Routine. Außerdem konnte ich nicht gut mit Kritik umgehen, ich fühlte mich persönlich angegriffen und machte mir am Mittwoch bereits Gedanken, was wohl am Donnerstag in den Wochenzeitungen stehen würde. Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, mit Kritik umzugehen und mir eine dicke Haut zugelegt.“

Was zählen Sie zu Ihren großen politischen Erfolgen? Wo haben Sie Niederlagen einstecken müssen?

„Meine ersten Projekte als Bürgermeister waren die Neugestaltung der Badeanlage am Ritzensee, die Saunasanierung und -erweiterung und die Errichtung des Langlaufzentrums. Diese Schritte sind mir als große Erfolge in Erinnerung geblieben. Im Laufe der Jahre kamen etliche Projekte hinzu, darunter die Errichtung des Kunsthauses Nexus und des Congress, zahlreiche Schul- und Kindergartensanierungen und die Ausweisung von Baulandsicherungsmodellen und Gewerbegebieten. Ich habe mich für die Einführung der Citybusse und die Stadterhebung eingesetzt. Ebenso zähle ich den Neubau des Wirtschaftshofes zu meinen großen persönlichen Erfolgen. Da hatte ich zu Beginn auch in den eigenen Reihen mit Gegenwind zu kämpfen.

Als Niederlage empfinde ich die Schließung der Biberg Schilifte und das Scheitern der „Löwen Lifte“. Dieses Liftprojekt sah die Verbindung von Saalfelden und Viehhofen mit Schiliften und -pisten vor. Leider konnten wir uns damals gegenüber der Landeskommission für Schilift-Erschließungen nicht durchsetzen.“

Das Amt des Bürgermeisters wirkt sich stark auf das Privatleben aus. Welche Opfer schmerzen am meisten?

„Es war nicht leicht, dass ich so wenig Zeit mit meiner Familie verbringen konnte. Auch die Zeit für mich selbst fehlte über weite Strecken. Ich habe erkannt, dass ich mir diese Zeit nehmen muss. Vor allem die sportliche Betätigung wurde mir immer wichtiger und ich habe begonnen, mir bewusst Zeit für mich selbst freizuhalten.

In der Funktion als Bürgermeister verschwindet die Privatperson fast gänzlich. Auf dem Berg, am Sportplatz, in der Sauna – überall wird man als Bürgermeister wahrgenommen und kaum mehr als Privatmensch. Anliegen werden in allen Lebenslagen und zu jeder Uhrzeit vorgebracht. Mit dieser Tatsache muss man leben können.“

Politik und Korruption – gibt es auch für einen Bürgermeister viele Versuchungen?

„Ich wurde eigentlich sehr selten mit einschlägigen Angeboten konfrontiert. An einen Fall am Beginn meiner Amtszeit kann ich mich noch erinnern. Da wollte ein Bürger große Grünlandflächen in Bauland umwidmen. Er erwähnte in einem Vier-Augen-Gespräch, dass natürlich auch für den Bürgermeister ein Bauplatz herausschauen würde.

Häufiger kommt es vor, dass Bürger mit dem Verweis ‚Ich bin immer ein treuer Wähler gewesen‘ oder ‚Wie du weißt, bin ich schon lange ein Mitglied deiner Partei‘ eine Entscheidung zu ihren Gunsten erwirken wollen. Mit solchen Hinweisen kann man aber bei mir nicht punkten.“

Wo liegen in nächster Zeit Ihre Schwerpunkte? Welche Projekte sind für Saalfelden wichtig?

„Ich setze mich für die frühestmögliche Umsetzung der Nord-Süd-Umfahrung ein. Ebenso ist mir eine Verkehrslösung in Richtung Maria Alm wichtig. Weit oben auf meiner Prioritätenliste steht auch eine moderne Sportanlage in der Bürgerau.“

Wird der Name Günter Schied auf dem Stimmzettel der Bürgermeisterwahlen 2014 stehen?

„Ich mache meine Arbeit noch immer sehr gerne. Ich werde rechtzeitig vor den nächsten Wahlen eine Entscheidung treffen.“

Bild/Text: Bernhard Pfeffer

Mehrheitlicher Beschluss für Umfahrung

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Mit 18 zu 7 Stimmen entschied sich die Saalfeldner Gemeindevertretung Anfang Oktober für die Umsetzung einer Nord-Süd-Umfahrung. Der Vorschlag eines Alternativpaketes auf Probe wurde abgelehnt.

 

Mit 18 zu 7 Stimmen entschied sich die Saalfeldner Gemeindevertretung Anfang Oktober für die Umsetzung einer Nord-Süd-Umfahrung.

Mit 18 zu 7 Stimmen entschied sich die Saalfeldner Gemeindevertretung Anfang Oktober für die Umsetzung einer Nord-Süd-Umfahrung.


Der Sitzungssaal des Rathauses war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Bgm. Günter Schied den Tagesordnungspunkt „Verkehrslösung Nord-Süd, Umfahrungsvariante 16 oder Alternativpaket” verlas. Mehr als zwei Stunden wurde über den Punkt diskutiert. Auch über das vier Tage vor der Sitzung aktualisierte Angebot von Verkehrslandesrat Wilfried Haslauer. Bei einer kurzfristig anberaumten Besprechung versprach Haslauer den Saalfeldner Parteispitzen eine Umsetzung von Pförtnerampeln, Kreisverkehrertüchtigungen und Begegnungszonen ab dem Jahr 2012. Zusätzlich räumte er ein, dass bei einem Misserfolg des Alternativpaketes – eine Erfolgsbestimmung sollte im Jahr 2015 stattfinden – die Nord-Süd-Umfahrung weiterverfolgt werde. Falls dann doch eine Umfahrungsstraße gebaut würde, müsse die Stadtgemeinde die Kosten für die Umsetzung der Begegnungszonen an das Land zurückzahlen, so der Vorschlag von Haslauer. Genaue Kennzahlen, an Hand derer Erfolg oder Misserfolg bestimmt werden könnte, lagen zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor.

Nachdem zahlreiche Argumente ausgetauscht waren, fand eine geheime Abstimmung über vier Anträge statt. ÖVP und Grüne beantragten jeweils alternative Verkehrslösungen statt einer Umfahrung. Die FPÖ forderte in ihrem Antrag eine Bürgerbefragung zum Thema. Die Anträge von ÖVP, Grüne und FPÖ wurden mehrheitlich abgelehnt. Folgender Antrag der SPÖ wurde mit 18 zu 7 Stimmen beschlossen:

„Die Stadtgemeinde Saalfelden beschließt die letztprojektierte Umfahrung für Saalfelden (Variante 16) mit den bestmöglichen Lärmschutzmaßnahmen (Einhausung im Bereich Gründbühel und im Siedlungsbereich – südliche Zellerstrasse, Saalach- u. Biberweg, westliche Kohlengasse) sowie Begleitmaßnahmen im Bereich Kehlbach/Haid (Kreuzungsfreie Zu- und Abfahrt, Lärmschutzmaßnahmen für die Anrainer) und ersucht das Land Salzburg, diese Umfahrung laut Regierungsbeschluss der Salzburger Landesregierung (Spätherbst 2003) umzusetzen.”
 
Foto/Text: Bernhard Pfeffer

Besuch in der Vogelsangschule

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Seit 2009 gibt es in Saalfelden eine private Gesamtschule der besonderen Art. Das Stadtblatt hat der Vogelsangschule, einer pädagogischen Einrichtung für selbstbestimmtes Lernen, einen Besuch abgestattet.

 

Flor Ariana (6 Jahre) - hier im Mathematik Unterricht - bestimmt ihr Lerntempo selbst.

Flor Ariana (6 Jahre) - hier im Mathematik Unterricht - bestimmt ihr Lerntempo selbst.


Für jemanden, der die straffen Strukturen einer staatlichen Hauptschule genossen hat, ist die Vogelsangschule wie eine andere Welt. Bin ich schon in der Schule oder noch in der Wohnung des Direktors? Es ist so ruhig. Die ersten Schüler queren meinen Weg. Nach und nach treffen weitere Kids ein. Eine Schulglocke gibt es genauso wenig wie Hausaufgaben, Schularbeiten und Zeugnisse. Die Stimmung ist gut, das zeigt auch das Barometer im Flur an. Alle wirken zielstrebig und beschäftigt, keine Spur vom Chaos, das sich ein Außenstehender beim ersten Besuch in einer „Alternativschule“ erwartet. Forscherkreis, Lernatelier, Schulparlament – nein, auch die Begriffe am Stundenplan erinnern nicht an die eigene Schulzeit. Direktor Erich Dümler hat nicht zu viel versprochen, die Vogelsangschule ist eine Privatschule der besonderen Art.

Das pädagogische Konzept

„Wir gehen sehr individuell auf unsere Schüler ein“, erklärt der Direktor. „In den Primaria-Stufen steht vor allem das Prinzip ‚Tun vor Begreifen‘ im Vordergrund. Die Kinder sollen Gesetzmäßigkeiten durch das Tun begreifen und nicht durch den Kopf analysieren. Das führt auch zur besseren Wahrnehmung der Sinne. Unser pädagogisches Konzept basiert auf den Erkenntnissen von Maria Montessori und weiteren Reformpädagogen. Wir sind aber weder eine Montessori- noch eine Waldorfschule. Wichtig ist, dass die Kinder das Lerntempo selbst bestimmen und sich entsprechend ihren Talenten entwickeln. Das erleichtert dann auch die Berufs- oder Schulwahl nach der Pflichtschulzeit.“

Ausführliche Informationen

erhalten Sie am 21. November 2011, 20 Uhr, bei einem öffentlichen Infoabend in der Schule.

Daten und Fakten

  • Der Name “Vogelsang” stammt vom ersten Domizil der Schule, dem “Vogelsanghof” in Leogang
  • Privatschule mit Statut für den Pflichtschulbereich (6 bis 15 J.)
  • Lerngruppen: Primaria I (6 – 9 J.), Primaria II (9 – 12 J.), Sekundaria (ab 13 J.)
  • Derzeit: 2 Lernbegleiter, 14 Schüler
  • Schulgebühren/Monat: 250 Euro
  • Trägerverein: Verein Libelle, Obmann Erich Dümler, Tel. 06582/713 04
  • Standort: Bahnhofstraße 17 (Einfahrt Wiechenthalerweg)
  • Mehr Infos: www.vogelsangschule.at


Text/Bild: Bernhard Pfeffer

Auf der Suche nach einem Profil

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Für was stehen wir? Was sind unsere Stärken? Was unterscheidet uns von anderen? Diese und weitere Fragen möchte die Saalfelden Leogang Touristik (SALE) gemeinsam mit der Bevölkerung beantworten.


Jeder Mensch hat verschiedene Talente und Fähigkeiten, die ihn ausmachen. Die Summe aller Talente und Fähigkeiten ergeben den Charakter eines Menschen – in sich völlig einzigartig. Genau gleich verhält es sich bei einer Regionsmarke oder Destination. Die einzelnen Talente und Fähigkeiten, die historischen Stärken und Wurzeln zeichnen das Profil einer Feriendestination. Das Profil der Ferienregion Saalfelden Leogang ist derzeit sehr breit aufgestellt, für den Urlauber teils schwer erkennbar. Das möchten die heimischen Touristiker gemeinsam mit der Beratungsfirma Brand:Trust ändern.

Die Schritte zur Marke

Der erste Teil der Markenentwicklung besteht darin, die Talente und Fähigkeiten von Saalfelden Leogang zu finden. Tourismusobmann Hannes Riedlsperger beschreibt die Vorgehensweise: „Wir werden ca. 40 Menschen aus der Region befragen, wo sie die Stärken ihrer Heimatgemeinden sehen. Vom Bürgermeister zum Landwirt, vom Schilehrer zum Händler, vom Pensionisten zum Hotelier – Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Lagern sollen zu Wort kommen. Weiters werden bestehende Aufzeichnungen, Konzepte und Studien durchforstet. Am Ende werden alle Mosaiksteinchen zusammengetragen und zu Markenkernwerten (Charakter/Spitzenleistungen) verdichtet.“

Im zweiten Teil des Projektes werden Stammgäste und Besitzer von Zweitwohnungen zur Ferienregion befragt. „Spannend und sehr wichtig ist für uns auch die Sichtweise zur Region durch unsere langjährigen Gäste“, so der Tourismusobmann. „Weiters werden wir den Tourismusmarkt analysieren, um zu sehen, wo wir uns vom Mitbewerb abheben können. Auf Basis aller erhobenen Daten und einer sechsteiligen Workshop-Reihe mit dem Projektteam wird sich dann die Marken- und Regionspositionierung für Saalfelden Leogang herauskristallisieren. Dieses Ergebnis wird uns zeigen, worauf wir uns künftig konzentrieren müssen, eben das, was die Region ausmacht. Gleichzeitig werden sich aber auch Grenzen abheben, Grenzen, die wir einhalten müssen um authentisch zu bleiben. Es ist der Leitweg, der uns zeigt, wie künftig unser Tun und Handeln ausgerichtet ist, eben wie unsere Region die Dinge auf ihre Art und Weise anpacken muss.“

Erfolg nur mit der Bevölkerung

Nach Abschluss der Strategieentwicklung, bei der die Bürger miteinbezogen werden, liegt der Schwerpunkt der Markenentwicklung natürlich auf der Umsetzung. Wichtig ist, dass sich die Bevölkerung mit dem Konzept und der Marke identifizieren kann. Daher wird es im Anschluss regelmäßige Diskussionsrunden, Markenschulungen und Workshops geben, bei denen sich Bürger aktiv miteinbringen können. Hannes Riedlsperger ist sich sicher: „Wenn die Marke und deren Werte von der Bevölkerung mitgetragen werden, ist Saalfelden Leogang auf dem besten Weg, künftige Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Mit unseren eigenen Markenwerten sind wir auf dem besten Weg zur Entwicklung eines authentischen Tourismus, darauf aufbauend einer florierenden wirtschaftlichen Entwicklung mit der Bedachtnahme auf eine intakte Umwelt.“

Kein Wechsel an der Spitze

Geschäftsführer Stefan Pühringer bleibt weiterhin in seiner Position und wird die SALE auf dem Weg der Markenentwicklung durchgehend begleiten.

Text/Bild: Bernhard Pfeffer

Umfahrung oder Alternativpaket?

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Mitte Juli fand im Congress eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema “Umfahrung oder Alternativpaket” statt. Ein voller Saal bestätigte das Interesse der Bevölkerung an diesem Thema.

Mehr als 450 Besucher kamen zum Informationsabend ins Congress.

Mehr als 450 Besucher kamen zum Informationsabend ins Congress.

Derzeit vergeht kaum eine Woche, ohne dass in Zeitungen, Radio oder Fernsehen die Umfahrungsdiskussion in Saalfelden kommentiert wird. Im Lokalteil einer Salzburger Tageszeitung hat kürzlich sogar ein Bürger aus einer oberösterreichischen Gemeinde in einem Leserbrief Stellung zur Frage „Umfahrung oder Alternativpaket in Saalfelden?“ genommen.

Informationen aus erster Hand gab es für die Besucher des von der Stadtgemeinde organisierten Informationsabends im Congress Saalfelden. Bürgermeister Günter Schied, LH Stv. Wilfried Haslauer und die zuständigen Verkehrsplaner des Landes Salzburg lieferten detaillierte Informationen über zwei Varianten zur Verkehrsberuhigung in Saalfelden. Zum einen wurde die im Jahr 2009 mehrheitlich von der Gemeindevertretung beschlossene Umfahrungsvariante Nr. 16 vorgestellt, zum anderen das im Juni 2011 von Verkehrslandesrat Haslauer vorgeschlagene Alternativpaket. Bereits bei den von Verkehrsexperten erstellten Computersimulationen, welche die Funktionsweise der Pförtnerampeln und der mehrspurigen Kreisverkehre demonstrierten, machte sich Unruhe im Saal breit und die ersten Zuhörer äußerten ihre Zweifel an der Effektivität dieses Systems. Bei den anschließenden Diskussionen bestätigte sich dann, dass an diesem Abend die Mehrheit der Besucher für eine Umfahrung war und nicht an einen Erfolg des Alternativpaketes glaubte. Ob diese Stimmung repräsentativ für die Meinung der gesamten Bevölkerung in Saalfelden war, bleibt die große Frage. Eine Frage, mit der sich die Saalfeldner Gemeindevertretung in ihrer nächsten Sitzung im Oktober beschäftigen muss. Dort soll die Entscheidung über die weitere Vorgangsweise fallen.

Detaillierte Informationen zu den beiden Verkehrslösungen finden Sie unter www.saalfelden.at. Wenn Sie Fragen zum Thema haben, können Sie diese via E-Mail (umfahrung@saalfelden.at) direkt an die Verkehrsexperten des Landes stellen.

Die Zukunft des Straßenfestes

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , ,
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Zum 19. Mal fand das Straßenfest heuer statt. Derzeit wird diskutiert, wer die Veranstaltung in den nächsten Jahren in welcher Form organisiert.

Seit fast zwei Jahrzehnten findet in der Saalfeldner Innenstadt einmal jährlich ein großes Straßenfest statt. Seit 1998 übernahm das Stadtmarketing die Organisation des Sommerfestes und trat als Veranstalter auf. Der Veranstalter trägt die Verantwortung, dass alle gesetzlichen Bestimmungen und die Auflagen des Veranstaltungsbescheides eingehalten werden. „Da sich die Problematik im Hinblick auf Verschmutzungen, Beschädigungen und Anrainerbeschwerden von Jahr zu Jahr verschärft hat, sahen wir uns als Organisatoren nicht mehr im Stande, die alleinige Haftung für die Einhaltung der Auflagen und Gesetze zu übernehmen“, erklärt Herbert Gassner, Geschäftsführer der Congress- und Stadtmarketing GmbH. Somit traten heuer erstmals die Wirte selbst als Veranstalter des Straßenfestes auf. „Das Stadtmarketing agiert im Auftrag von Stadtgemeinde, Tourismusverband und Werbegemeinschaft. Wenn wir ein Fest dieser Größenordnung organisieren, wollen wir ein breites Publikum ansprechen – dazu gehören natürlich auch Kinder und Feriengäste. Selbstverständlich verstehen wir, dass die Wirte primär Umsatz generieren möchten, jedoch darf sich das Ganze nicht nur auf den Ausschank von – vornehmlich alkoholischen – Getränken reduzieren. Wir wollen gemeinsam mit den Gastronomen ein Konzept entwickeln, das ein Straßenfest mit mehr Qualität gewährleistet“, so Gassner.

Bis zu 5.000 Besucher verzeichneten die Veranstalter in guten Jahren.

Bis zu 5.000 Besucher verzeichneten die Veranstalter in guten Jahren.

Ideen aus der Gastronomie

Robert Rieder, Inhaber des Segafredo und Mitorganisator der Donnernachtsfeste, steht zu einer engen Zusammenarbeit zwischen Wirte, Stadtmarketing, Tourismusverband und Gemeinde: „Wir sollten unsere Power auf ein gemeinsames Projekt lenken und ein Fest für Jung und Alt organisieren. Ich finde es sehr wichtig, dass diese Veranstaltung ein Aushängeschild für Saalfelden ist. Die Fäden sollen beim Stadtmarketing zusammenlaufen.“ Als positives Beispiel für ein Stadtfest führt Rieder die Veranstaltung „Stadtzauber“ an, die in St. Johann i. P. stattfindet. Bei diesem Event haben sich auch die Mitarbeiter des Stadmarketings bereits vor Ort Ideen für ein Straßenfest in neuer Form geholt.

Peter Steger, Inhaber der Milwaukee Bar, möchte zwei Straßenfeste während der Sommermonate veranstalten und hat konkrete Ideen, wie das neue Konzept aussehen könnte: „Verschmutzungen und Vandalakte lassen sich bei Veranstaltungen dieser Größenordnung nie ganz vermeiden. Doch Security Personal, das bis zum Ende der Veranstaltung patrouilliert und ständig Verschmutzungen und dergleichen beseitigt, würde die Situation verbessern. Außerdem sollten keine Gläser oder Flaschen ausgegeben werden und ab 2 Uhr morgens sollten alle Wirte den Getränkeausschank ausnahmslos einstellen. Zu diesem Zeitpunkt könnten auch bereits die Aufräumarbeiten beginnen und Polizeikontrollen erfolgen. Im Gegenzug sollten für diese Veranstaltung erweiterte Lokalöffnungszeiten bis 6 Uhr genehmigt werden“. Der Barbesitzer spricht sich ebenfalls für ein attraktives Kinder- und Rahmenprogramm aus, das gemeinsam mit interessierten Vereinen organisiert werden könnte. Ohne die Unterstützung der Stadtgemeinde sei dies jedoch nicht möglich, dafür wären die Umsätze der Wirte zu gering, ist Peter Steger überzeugt.