Junge Saalfeldner Rocker sind auf dem Vormarsch, sie haben Ideen, sie haben Fans und sie sind nicht zu überhören. Einziger Wermutstropfen – ihnen fehlt oftmals die Gelegenheit zu proben.
„Austria is shaped like a guitar for a reason … we rock!“ (Österreich ist aus einem Grund geformt wie eine Gitarre … wir rocken!) – liest man im Titel einer Facebook-Gruppe. Auch Saalfelden hat sich in den letzten Jahren zu einem Ort mit viel Potenzial in Sachen Nachwuchsmusik entwickelt. Besonders die Schiene der etwas härteren Rockmusik findet großen Anklang bei jungen Musikern. Verschiedene Gruppen im Ort haben sich formiert, um ihren Songs Gehör zu verschaffen. Eine dieser Gruppen ist „Across a Blackened Sky“, bestehend aus Anhängern der Genres Hardcore und Metal. In ihrer jetzigen Konstellation besteht die Band seit knapp einem Jahr und spielt neben ihren eigenen Liedern auch Songs von Metallica und Slayer. Bisher sind die Jungs unter anderem beim Rockfest in Fusch, im Saalfeldner Nexus und im Rockhouse Salzburg aufgetreten. Aber auch bis nach Wien zu einem Bandcontest hat sie ihr Weg schon geführt.
Von Nirvana bis Guns N‘Roses
Ebenso wenig ein Geheimtipp in der heimischen Rockszene ist die Band „Ashtray“. Gefunden haben sich die Bandmitglieder Anfang 2008 auf Initiative von Gitarrist und Leadsänger Christoph Miller, frei nach dem Motto „Wer hat Lust mitzumachen“. Dass sie nicht nur Lust, sondern auch Können haben, beweisen sie mit Coverversionen von Nirvana bis Guns N‘Roses. Auch eigene Lieder werden gespielt, die in gemeinsamen Jamsessions geschrieben und komponiert werden.
Sie wollen auf die Bühne
Auf dem Lineup des Wies‘n Rock Festivals in Saalfelden-Ruhgassing fand man sowohl Ashtray als auch Across a Blackened Sky. Schade nur, dass diese Veranstaltung wohl Geschichte ist. Denn wenn es eines gibt, das man in der Saalfeldener Musikszene spürt, dann ist es der Durst nach mehr. Mehr jungen Bands, die sich profilieren wollen und mehr Veranstaltungen, wo diese Gruppen auftreten können. Aus diesem Grund hat Akzente Salzburg eine Aktion ins Leben gerufen, die es jungen Bands ermöglichen soll, eine gemeinsame Plattform zu bilden, wo sie sich austauschen können. „MusikFabrik“ nennt sich dieses Projekt und findet großen Anklang bei den Nachwuchsbands. Vielleicht lässt sich mit Hilfe der Plattform auch das Problem beseitigen, dass viele Bands keine geeigneten Proberäume haben und ihnen die finanziellen Mittel fehlen, um eigene Räumlichkeiten anmieten zu können. Der Idealfall zur Lösung der Misere wäre ein eigenes Gebäude, das mit Hilfe der ortsansässigen Bands und in Kooperation mit der MusikFabrik-Plattform selbst verwaltet wird. Bleibt nur zu hoffen, dass die Begeisterung der jungen Musikergeneration auch andere mitreißt und wir bald mehr von den Saalfeldner Youngsters zu hören bekommen!
Autor: Florian Hörl
Bilder: Across a Blackened Sky, Ashtray










