Archiv für die Kategorie ‘stadt:jugend’

Saalfelden rockt – aber wo?

Verfasst von Florian Hörl | Tags: , , , , , , , , , ,
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Junge Saalfeldner Rocker sind auf dem Vormarsch, sie haben Ideen, sie haben Fans und sie sind nicht zu überhören. Einziger Wermutstropfen – ihnen fehlt oftmals die Gelegenheit zu proben.

„Austria is shaped like a guitar for a reason … we rock!“ (Österreich ist aus einem Grund geformt wie eine Gitarre … wir rocken!) – liest man im Titel einer Facebook-Gruppe. Auch Saalfelden hat sich in den letzten Jahren zu einem Ort mit viel Potenzial in Sachen Nachwuchsmusik entwickelt. Besonders die Schiene der etwas härteren Rockmusik findet großen Anklang bei jungen Musikern. Verschiedene Gruppen im Ort haben sich formiert, um ihren Songs Gehör zu verschaffen. Eine dieser Gruppen ist „Across a Blackened Sky“, bestehend aus Anhängern der Genres Hardcore und Metal. In ihrer jetzigen Konstellation besteht die Band seit knapp einem Jahr und spielt neben ihren eigenen Liedern auch Songs von Metallica und Slayer. Bisher sind die Jungs unter anderem beim Rockfest in Fusch, im Saalfeldner Nexus und im Rockhouse Salzburg aufgetreten. Aber auch bis nach Wien zu einem Bandcontest hat sie ihr Weg schon geführt.

Across a Blackened Sky

Across a Blackened Sky

Von Nirvana bis Guns N‘Roses

Ebenso wenig ein Geheimtipp in der heimischen Rockszene ist die Band „Ashtray“. Gefunden haben sich die Bandmitglieder Anfang 2008 auf Initiative von Gitarrist und Leadsänger Christoph Miller, frei nach dem Motto „Wer hat Lust mitzumachen“. Dass sie nicht nur Lust, sondern auch Können haben, beweisen sie mit Coverversionen von Nirvana bis Guns N‘Roses. Auch eigene Lieder werden gespielt, die in gemeinsamen Jamsessions geschrieben und komponiert werden.

Ashtray

Ashtray

Sie wollen auf die Bühne

Auf dem Lineup des Wies‘n Rock Festivals in Saalfelden-Ruhgassing fand man sowohl Ashtray als auch Across a Blackened Sky. Schade nur, dass diese Veranstaltung wohl Geschichte ist. Denn wenn es eines gibt, das man in der Saalfeldener Musikszene spürt, dann ist es der Durst nach mehr. Mehr jungen Bands, die sich profilieren wollen und mehr Veranstaltungen, wo diese Gruppen auftreten können. Aus diesem Grund hat Akzente Salzburg eine Aktion ins Leben gerufen, die es jungen Bands ermöglichen soll, eine gemeinsame Plattform zu bilden, wo sie sich austauschen können. „MusikFabrik“ nennt sich dieses Projekt und findet großen Anklang bei den Nachwuchsbands. Vielleicht lässt sich mit Hilfe der Plattform auch das Problem beseitigen, dass viele Bands keine geeigneten Proberäume haben und ihnen die finanziellen Mittel fehlen, um eigene Räumlichkeiten anmieten zu können. Der Idealfall zur Lösung der Misere wäre ein eigenes Gebäude, das mit Hilfe der ortsansässigen Bands und in Kooperation mit der MusikFabrik-Plattform selbst verwaltet wird. Bleibt nur zu hoffen, dass die Begeisterung der jungen Musikergeneration auch andere mitreißt und wir bald mehr von den Saalfeldner Youngsters zu hören bekommen!

Autor: Florian Hörl
Bilder: Across a Blackened Sky, Ashtray

AUSSER BETRIEB!

Verfasst von divia2011 | Abgelegt unter stadt:gesellschaft, stadt:jugend, stadt:kultur | Kommentare Keine Kommentare

AUSSER BETRIEB!

Shake it like a Polaroid picture!


Österreichs Jugendlichen wird bekanntlich gerne nachgesagt, dass sie ununterbrochen jammern, es werde ihnen nichts geboten, gleichzeitig aber nicht in der Lage sind, etwas selbstständig auf die Beine zu stellen.
Das wollen wir jetzt ändern! Denn wer, wenn nicht wir Jugendliche selbst, kann unsere Zukunft mit ihren Gestaltungsmöglichkeiten in die Hand nehmen?

Wir wollen uns kurz vorstellen: Medina Suljkanovic, 17, und Livia Heiß, 18, wohnhaft in Saalfelden. Wir besuchen beide die Maturaklasse des BG Saalfelden und haben durch das Projekt „youth@work“ des Kunsthauses Nexus die Möglichkeit erhalten, selbst in die Rolle eines Veranstalters zu schlüpfen. Dabei organisieren wir von Bands und Printprodukten bis hin zu Finanzen und Künstlerbetreuung alles selbst.

Diese Chance wollen wir nutzen, um junge deutsch-österreichische Newcomer-Bands und DJs in professionellem Rahmen einem breiteren Publikum zu präsentieren.
Unsere Veranstaltung trägt den Titel „AUSSER BETRIEB!“ und findet am Abend des 17.6.2011 ab 21.00 in der Blackbox im Kunsthaus Nexus statt.

Wir haben die Ehre, eine der gefragtesten Newcomer-Bands derzeit begrüßen zu dürfen: Blackout Problems (Alternative / Indie / Rock)! Sie leben für ihre dynamischen Live-Shows, die dem Publikum wie eine Torte ins Gesicht klatschen & mit dem einen oder anderen Akustik-Song süß im Abgang sind. „Wir wollen nicht die einzigen sein, die nach der Show schwitzen!“ Zudem darf man sich bei diesem Auftritt auf einen “special guest” freuen! Hier ist für graue Gedanken AUSSER BETRIEB angesagt!

Davor und danach werden die DJ-Formationen 2LvEK & s.m.a.b.-Duo für Tanzstimmung sorgen!
Obwohl die Auswahl ihrer Beats von Willkür geprägt zu sein scheint, lassen sie sich an den Turntables von der Stimmung des Publikums leiten und schaffen so die perfekte Balance zwischen House, Instrumental, Mainstream & Minimal Techno.

Setzt den Alltag AUSSER BETRIEB und freut euch auf eine unvergessliche Nacht!

Es gibt auch ein Gewinnspiel!
“Schickt uns ein originelles Foto mit dem Thema “AUSSER BETRIEB!” an divia2011@gmx.at. Wir stellen die besten Exemplare auf unsere Veranstaltungsseite auf Facebook. Wir freuen uns auf zahlreiche Einsendungen, denn die einfallsreichsten Werke haben die Chance, 2×2 Eintrittskarten zu gewinnen!”

VK 5€  -  AK 7€

VK-Karten im Büro und Café Nexus sowie in der Sparkasse Saalfelden erhältlich!

Kein Eintritt unter 14!

mehr Infos auf facebook & unter divia2011@gmx.at!

divia – die intelligenten veilchen im all


“Wir wollen mitreden”

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , , , , , ,
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Schüler der 6s/bs der HIB Saalfelden setzten sich im Wahlpflichtfach “Geschichte vertiefend” mit Plätzen und Angeboten für Saalfeldner Jugendliche auseinander.
 

Projektteam der 6s/bs der HIB Saalfelden

Projektteam der 6s/bs der HIB Saalfelden


Vier Mächen und drei Buben aus der HIB Saalfelden holten im Rahmen eines Schulprojektes Interviews von jungen Leuten aus ihrem Umfeld ein. Ziel der Aufgabe war es, die Wünsche Jugendlicher in Bezug auf öffentliche Plätze und Angebote festzuhalten. Das wesentliche Ergebnis der Erhebungen: In den Augen der befragten Jugendlichen gibt es derzeit in Saalfelden zu wenige Möglichkeiten, um sich ungestört und ungezwungen zu treffen.

Ein aktuelles Thema bei den Interviewteilnehmern ist der geplante Bau eines Kinos. Sie wünschen sich ein Kino in der Heimatgemeinde. Lange Anfahrtszeiten nach St. Johann im Pongau oder Salzburg würden so wegfallen. Weiters wäre es eine Belebung für Saalfelden, wo laut Beobachtungen der jungen Gemeindebürger am Wochenende sehr wenig los ist. Es wäre auch schon ein Anfang, wenn im Kunsthaus Nexus mehr Filme für Jugendliche gezeigt würden.

Jugendzentrum und Proberäume
Das Jugendzentrum in Saalfelden bzw. dessen Angebote sind nur wenigen Befragungsteilnehmern bekannt. Die Jugendlichen schlagen daher mehr Öffentlichkeitsarbeit von Seiten der Einrichtung vor. Auch wird in den Interviews Kritik an deren Lage in der Berglandsiedlung, der Situierung im Keller und dem nicht ausreichenden Angebot laut. Die Jugendlichen schlagen vor, dass zum Beispiel die Jugendbeauftragte verstärkt an die Schulen kommen sollte, um über Angebote für Jugendliche zu informieren.

Ein weiteres Anliegen der befragten Schülerinnen und Schüler sind Probemöglichkeiten für junge Bands. Die Stadtgemeinde könnte Proberäume zu Verfügung stellen, die man als Band für Proben und Auftritte anmieten könnte. Die Jugendlichen verweisen auf die Sportförderungen in Saalfelden und werfen die Frage auf, warum es keine derartige Unterstützung für musikbegeisterte Jugendliche gibt.

Top: Skatepark und Watersoccer
Sehr gute Noten erhält der neue Skatepark in Ramseiden von den Jugendlichen. Sie bewerten diese Einrichtung als tolles Angebot, das bereits intensiv von der Jugend genutzt wird. Ebenfalls positiv kommt das alljährlich von Raiffeisenclub und Raiffeisenbank Saalfelden organisierte Watersoccer Turnier an. Derartige Einrichtungen und Veranstaltungen wünschen sich die befragten Jungbürger mehr. Und sie gehen auch einen Schritt weiter und appellieren an Stadtgemeinde und Jugendarbeiter: Bitte bei den Jugendlichen selbst nachfragen, welche Angebote ihnen wichtig sind. Dafür wünschen sich die Befragungsteilnehmer einen Ansprechpartner für die Jugendlichen, der ihre Vorschläge ernst nimmt, gewissenhaft mit ihnen bespricht und nach Möglichkeit in die Tat umsetzt.

Die Reaktionen
Die Ergebnisse aus dem Schulprojekt wurden dem Obmann des Sozialausschusses, Vizebgm. Erich Rohrmoser, der Leiterin des Jugendzentrums, Elke Nindl, und der Jugendbeauftragten, Karoline Oberhollenzer, präsentiert. Alle Kontaktierten freuten sich über die Anregungen der Jugendlichen. Vizebgm. Erich Rohrmoser erklärte, dass die Stadtgemeinde bereits seit Jahren versucht, Proberäume für Jugendliche anzumieten. Bisher konnte jedoch leider noch kein Vermieter gefunden werden, der mit der Art der Nutzung einverstanden war. “Zu laut, Probleme mit den Nachbarn, …”, so wurden die Ablehnungen begründet.

Elke Nindl ging in einer Aussendung auf das Thema Öffentlichkeitsarbeit des Jugendzentrums ein. Sie verwies vor allem auf die neuen Medienkanäle, wie Facebook, wo die Institution sehr aktiv ist und Veranstaltungen und Projekte für Jugendliche veröffentlicht. Sie lud alle Jugendlichen deshalb ein, auf Facebook der Fanpage “Jugendzentrum Saalfelden” beizutreten. Jene, die kein Facebook-Profil haben, können sich über www.treffpunkt.or.at über die Aktivitäten des Jugendzentrums informieren.

Karoline Oberhollenzer, die Jugendbeauftragte von Saalfelden, reagierte ebenfalls auf die Projektarbeit der HIB Schüler. Von ihr ins Leben gerufene Angebote zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch, wie zum Beispiel ein Jugendstammtisch, wurden leider bisher nur von wenigen jungen Menschen angenommen. Sie möchte künftig mehr an die Schulen kommen und dort mit den Jugendlichen in Kontakt treten und Wünsche und Probleme besprechen.

Bild: Andrea Dillinger

Jugend im Dienst der Kirche

Verfasst von Doris Echtinger | Tags: , , , , , ,
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Formell können alle Kinder und Jugendliche, die getauft sind und die Erstkommunion gefeiert haben, als Ministranten in der Kirche tätig sein. Bei Messen, Begräbnissen und Hochzeiten begleiten sie den Priester und assistieren beim Vorbereiten der Kommunion oder Sammeln von Opfergaben. Für den Saalfeldner Dechant Roland Rasser zählen bei seinen jungen Assistenten nicht nur die formellen Zulassungsgründe. “Die Ministranten müssen sich darüber bewusst sein, dass es eine ernsthafte Aufgabe ist, die Heilige Messe mitzugestalten. Vor allem auf Verlässlichkeit legen wir sehr viel wert”. Die Abläufe bei den Messen werden im Rahmen der Ministrantenstunden genau geübt. Alle zwei Wochen treffen sich die Messdiener zum “Training”. Dabei kommt auch der lustige Teil nicht zur kurz. Kooperator Thomas Bergner baut Spiele und Ausflüge in die Ausbildungseinheiten mit ein. Für ihre Dienste werden die Ministranten entlohnt. Pro Messe erhalten sie 0,30 Euro, für ein Begräbnis gibt es 3 Euro. Besonders begehrt sind Hochzeiten, hier dürfen sich die jungen Helfer im Regelfall über eine großzügige Belohnung von der Trauungsfamilie freuen.

Zwischen 40 und 50 Ministrantinnen und Ministranten sind in der Pfarre Saalfelden tätig.

Zwischen 40 und 50 Ministrantinnen und Ministranten sind in der Pfarre Saalfelden tätig.


Beim Ministrieren kommen Kinder und Jugendliche der verschiedensten Entwicklungsstufen zusammen. Die 17-jährige Patricia steht gemeinsam mit der 9-jährigen Anna vor dem Altar. “Mir gefällt das Gemeinschaftsgefühl. Wir haben sehr viel Spaß gemeinsam”, so Patricia. Nur zum Spaß geht sie aber nicht jeden Sonntag in die Kirche. Sie ist Ministrantin, weil Gott im Leben der Teenagerin eine wichtige Rolle spielt. Auch die 15-jährige Esther übt den Dienst in der Kirche aus Überzeugung aus. Sie war bereits einmal ausgestiegen aus dem Kreis der Ministranten. Bei einem kirchlichen Kongress entdeckte sie dann die “Lebendige Kirche”. “Damit meine ich, dass heute vermehrt moderne Lieder gesungen und gespielt werden. Daher habe ich wieder angefangen.” Der 9-jährige Simon ist seit zwei Jahren Ministrant. Für ihn steht vor allem das gemeinsame Spielen und Basteln im Vordergrund.

Die Pfarre Saalfelden hat seit einigen Jahren nicht gerade ein Überangebot an Ministranten. “In den 80er und 90er Jahren hatten wir alleine in der Pfarrkirche an die 100 Ministranten. Heute sind es zwischen 40 bis 50 in allen Saalfeldner Kirchen”, blickt Dechant Rasser zurück auf bessere Zeiten. Der Geistliche führt den Rückgang auf ein immer größer werdendes Freizeitangebot zurück. “Vor allem das Zeitalter der Computer und des Internets hat zu einem merkbaren Rückgang beigetragen”. Auch die Ministranten haben eine Meinung darüber, warum viele Gleichaltrige kein Interesse am Dienst in der Kirche haben. Patricia ist der Ansicht, dass der schlechte Ruf der Kirche am Rückgang bei den Ministranten Schuld haben könnte. Ihre Kollegin Esther weist darauf hin, dass es sehr viele Vereine gibt, wo Kinder und Jugendliche am Wochenende eingespannt sind. Anna und Theresa führen die dünne Personaldecke bei den Ministranten darauf zurück, dass viele glauben, dass Ministrieren langweilig sei.

Die Saalfeldner Pfarre steuert dem Abwärtstrend bei den Ministranten entgegen. “Wir gehen in die Schulen und stellen dort die Tätigkeit der Ministranten vor. Auch mit Plakatwerbung sprechen wir Kinder und Jugendliche an”, erklärt Kooperator Thomas Bergner. Die finanzielle Entlohnung der Ministranten ist keine Maßnahme, um mehr Jugendliche für die Tätigkeit zu begeistern, fügt er hinzu. Die gab`s auch schon, als noch mehr Messdiener in die Kirche kamen. “Kinder und Jugendliche, die sich für die Tätigkeit der Ministranten interessieren, können sich jederzeit in der Pfarre Saalfelden oder bei ihrem Religionslehrer in der Schule melden. Natürlich ist auch ein ‘Schnuppern’ möglich”, lädt Dechant Roland Rasser ein.

Bild: Bernhard Pfeffer

Die Rolle der Muttersprache

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , ,
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Immer wieder hören wir – auch in Saalfelden – Migranteneltern sollen mit den Kindern zuhause Deutsch sprechen. Aber ist das förderlich für die kindliche Entwicklung?

Bei uns herrscht die weit verbreitete Alltags-auffassung, dass das Erlernen der eigenen Muttersprache die Kinder daran hindern würde, Deutsch zu lernen. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Die Bedeutung der Muttersprache geht weit über ihre Rolle als Mittel zur Kommunikation zwischen Menschen hinaus. Sie hat eine zentrale Bedeutung in der Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes und kann daher nicht einfach durch eine andere Sprache ersetzt werden.

Das Erlernen der Sprache der Familie macht es uns möglich, die uns umgebende Welt zu erfassen und zu verstehen. Sie befähigt uns, über das was wir sehen und erleben, zu sprechen, es zu beschreiben. Sie ist somit auch verantwortlich für die Entwicklung unseres Denkens. Vollkommen unverzichtbar ist sie zur Mitteilung von Gefühlen, eine Fertigkeit, die wir für unser Gleichgewicht und unser Wohlbefinden benötigen. Emotionale Vertrautheit und Intimität ist nur in der Muttersprache möglich.

Ein umfassender Wortschatz und komplexe Grammatikstrukturen in der Erstsprache sind zudem die notwendige Voraussetzung für das Erlernen einer Zweitsprache. Wer die eigene Muttersprache nur auf einem einfachen, nicht schriftlichen Niveau beherrscht oder gar nur im Dialekt, der überträgt diese schwache sprachliche Basis auch auf die Zweitsprache. Das führt dazu, dass Menschen überhaupt keine Sprache ausreichend nutzen können, um sich umfassend mitzuteilen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Die Muttersprache ist die nötige Basis für das Erlernen einer anderen Sprache

Die Muttersprache ist die nötige Basis für das Erlernen einer anderen Sprache

Die Sprache der Eltern verankert jeden Menschen auch in seiner Kultur. In der Sprache zeigen sich die kulturellen Fähigkeiten, Fertigkeiten, Wertvorstellungen und Lebensweisen. Nur, wenn ich in meiner ursprünglichen Kultur verankert bin, kann ich mit einer anderen Kultur in Austausch treten und mich integrieren.

Wir sind weit davon entfernt, dass auch andere Muttersprachen außer Deutsch Teil des Schulunterrichts sind. Umso wichtiger ist es, Eltern mit Migrationshintergrund immer wieder dahingehend zu ermutigen, mit ihren Kindern ihre Muttersprache zu pflegen, damit diese ihre Persönlichkeit entfalten können. Das ist eine Voraussetzung für ein interkulturelles Miteinander, das diese Bezeichnung auch verdient.

Autorin: Sabine Aschauer-Smolik
Quellen: http://t-ig.org, Kalpaka, Annitag – (Erst-)Sprache – Muttersprache – Zweisprachigkeit, http://www.migration-boell.de
Bild: Karl Rittberger

Spielwiese für “Brettkünstler”

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , ,
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“Gemma skaten?”. “Passt, auwa wohi?” – Jahrzehnte nachdem das Skateboarden von den USA aus auf die Saalfeldner Jugendszene übergeschwappt ist, sollte diese Frage in unserer Gemeinde nun geklärt sein. In Ramseiden wurde der neue Skatepark eröffnet.

Bis vor kurzem war es so, dass Skateboarder auf Supermarkt Parkplätzen und öffentlichen Plätzen ihren Sport ausübten. Immer wieder wurden sie vertrieben und als Störenfriede eingestuft. Das größte Problem beim Skateboarden ist der Lärm, der entsteht, wenn das Board am Asphalt aufkommt. Das kann auf Dauer zur Belastung für Anrainer werden. Bislang war es sehr schwierig, einen geeigneten Platz zum Skaten zu finden. Stiegen, Gehsteigkanten, Betonelemente – da fühlen sich Skater wohl. In Saalfelden gab es bereits bei der alten Tennishalle, am jetzigen Hofer Areal und in einer ehemaligen Industriehalle in der Haid Skateanlagen. Leider waren diese Liegenschaften immer nur für kurze Zeit angemietet. Dann wurden die Immobilien zumeist verkauft bzw. die Gebäude abgerissen. Nun ließ die Stadtgemeinde einen eigenen Skatepark auf Gemeindegrund errichten, der eine dauerhafte Heimat für Skateboarder werden soll.

Bei der Eröffnung am vergangenen Mittwoch fanden sich bereits zahlreiche Jugendliche ein, um Pipes, Boxen und Rails zu testen. Das Fazit: Die Anlage ist sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Skateboarder sehr gut geeignet. Kein Wunder, sind doch die Planer und Errichter der Sportanlage selbst begeisterte Skater. Maßgeblich beteiligt an der Umsetzung des Projektes waren HTL-Schüler David Einwaller und Szene-Urgestein Markus Unterweger vom Bronx Shop.


Skatepark Saalfelden

Foto: Stadtgemeinde Saalfelden

Skatepark in den Startlöchern

Verfasst von Andreas Rachersberger | Tags: , , , , ,
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Knapp drei Jahre kämpften Saalfeldner Jugendliche um einen Skatepark. Jetzt geht ihr Traum endlich in Erfüllung. Am 18. Mai war Baubeginn in Ramseiden.

Die Saalfeldner Jugendlichen können durchatmen, das lange Warten hat ein Ende. Den Wunsch nach einem Skatepark haben sie gemeinsam mit Streetworkern an die Stadtgemeinde herangetragen. Nach einer eher zähen Anfangsphase wurde im Oktober 2008 eine Skatepark-Exkursion nach Tirol durchgeführt. Mehrere Vertreter der Stadtgemeinde inklusive Vizebürgermeister Erich Rohrmoser, Saalfeldner Streetworker, Markus Unterweger vom Bronx-Shop und zwei Skater machten sich bei verschiedenen Anlagen ein Bild von Kosten, Platzbedarf und Ausführung der Parks. Das Projekt kam dadurch so richtig ins Rollen, die Stadtgemeinde war vom Vorhaben der Jugendlichen überzeugt. Vor allem Kurt Binder vom Wirtschaftshof und Erich Rohrmoser setzten sich für einen modernen Saalfeldner Skatepark ein.

3D-Visualisierung - so soll der 250 m² große Skatepark aussehen

3D-Visualisierung - so soll der 250 m² große Skatepark aussehen

Dämpfer durch Anrainer
Im Frühjahr 2009 war der Bau schon so gut wie fixiert. Auf den Lusgründen, direkt neben dem Kinderspielplatz, sollte die Anlage entstehen. Allerdings gab es heftige Proteste von Seiten der Anrainer, wodurch ein anderer Standort gefunden werden musste. Im September letzten Jahres lud Rohrmoser zu einer neuerlichen Sitzung, bei der ein Bau auf Gemeindegrund neben der Kegelbahn und dem Musikum endgültig für 2010 beschlossen wurde. Die Planung des Parks übernahm federführend der HTL-Schüler David Einwaller, Markus Unterweger unterstützte ihn dabei. Unterweger war es auch, der die Firma PTR ins Spiel brachte. Dieses Unternehmen beschäftigt sich speziell mit dem Bau von Skateparks, alle Mitarbeiter sind selbst begeisterte Skater. Mit dem bereitgestellten Budget von 40.000 Euro setzen sie den Plan in die Tat um und können mit ihrer Erfahrung weitere Feinheiten verwirklichen. Ursprünglich war geplant, dass der Wirtschaftshof Saalfelden den Park errichtet. Es stellte sich aber heraus, dass das Vorhaben schwer umzusetzen gewesen wäre, außerdem erwies sich die Umsetzung des Projektes durch die Firma PTR als kostengünstiger.

Beton als idealer Untergrund
Das gewählte Baumaterial Beton stellte sich schon bei der Besichtigung der Tiroler Skateparks als ideale und moderne Lösung heraus. Da es keine Schallkörper wie Holz- oder Plastikrampen in herkömmlichen Anlagen gibt, wird die Lärmbelastung auf ein Minimum reduziert. Außerdem fallen praktisch keine Wartungskosten an. Ziel des Parks ist es, den Skatern die Möglichkeit zu bieten, ihren Sport legal und problemlos auszuüben. Da die Stadtgemeinde bemüht ist, sich der Anliegen der Jugend anzunehmen, ist man froh, eine neue Attraktion zu schaffen. Die Skateszene freut sich jetzt schon mächtig auf die ersten Einweihungsrunden.

Vorfreude bei Philipp Schmidt, David Einwaller und Michael Schwaiger (v.l.)

Vorfreude bei Philipp Schmidt, David Einwaller und Michael Schwaiger (v.l.)

Die Party zur Einweihung
Der Skatepark wird am Mittwoch, 7. Juli 2010, um 17 Uhr mit einer sportlichen Party eröffnet. Nach der offiziellen Begrüßung und Eröffnung durch Bürgermeister Günter Schied startet der Bronx Best Tricks Contest. Anschließend greifen das Mukef*** Proteam und die Urban Trendsport Association ins Geschehen ein. Die passende Musik liefern die Lionhouse Crew und mehrere Life DJ´s.

Bild: Andreas Rachersberger
Visualisierung: David Deisenberger