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Die Rolle der Muttersprache

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Immer wieder hören wir – auch in Saalfelden – Migranteneltern sollen mit den Kindern zuhause Deutsch sprechen. Aber ist das förderlich für die kindliche Entwicklung?

Bei uns herrscht die weit verbreitete Alltags-auffassung, dass das Erlernen der eigenen Muttersprache die Kinder daran hindern würde, Deutsch zu lernen. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Die Bedeutung der Muttersprache geht weit über ihre Rolle als Mittel zur Kommunikation zwischen Menschen hinaus. Sie hat eine zentrale Bedeutung in der Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes und kann daher nicht einfach durch eine andere Sprache ersetzt werden.

Das Erlernen der Sprache der Familie macht es uns möglich, die uns umgebende Welt zu erfassen und zu verstehen. Sie befähigt uns, über das was wir sehen und erleben, zu sprechen, es zu beschreiben. Sie ist somit auch verantwortlich für die Entwicklung unseres Denkens. Vollkommen unverzichtbar ist sie zur Mitteilung von Gefühlen, eine Fertigkeit, die wir für unser Gleichgewicht und unser Wohlbefinden benötigen. Emotionale Vertrautheit und Intimität ist nur in der Muttersprache möglich.

Ein umfassender Wortschatz und komplexe Grammatikstrukturen in der Erstsprache sind zudem die notwendige Voraussetzung für das Erlernen einer Zweitsprache. Wer die eigene Muttersprache nur auf einem einfachen, nicht schriftlichen Niveau beherrscht oder gar nur im Dialekt, der überträgt diese schwache sprachliche Basis auch auf die Zweitsprache. Das führt dazu, dass Menschen überhaupt keine Sprache ausreichend nutzen können, um sich umfassend mitzuteilen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Die Muttersprache ist die nötige Basis für das Erlernen einer anderen Sprache

Die Muttersprache ist die nötige Basis für das Erlernen einer anderen Sprache

Die Sprache der Eltern verankert jeden Menschen auch in seiner Kultur. In der Sprache zeigen sich die kulturellen Fähigkeiten, Fertigkeiten, Wertvorstellungen und Lebensweisen. Nur, wenn ich in meiner ursprünglichen Kultur verankert bin, kann ich mit einer anderen Kultur in Austausch treten und mich integrieren.

Wir sind weit davon entfernt, dass auch andere Muttersprachen außer Deutsch Teil des Schulunterrichts sind. Umso wichtiger ist es, Eltern mit Migrationshintergrund immer wieder dahingehend zu ermutigen, mit ihren Kindern ihre Muttersprache zu pflegen, damit diese ihre Persönlichkeit entfalten können. Das ist eine Voraussetzung für ein interkulturelles Miteinander, das diese Bezeichnung auch verdient.

Autorin: Sabine Aschauer-Smolik
Quellen: http://t-ig.org, Kalpaka, Annitag – (Erst-)Sprache – Muttersprache – Zweisprachigkeit, http://www.migration-boell.de
Bild: Karl Rittberger

Kneippanlage für Kindergartenkinder

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , ,
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“Wenn Kinder durchs Wasser sich abgehärtet haben, werden sie auch später ihre Gesundheit bewahren”, prognostizierte der Wissenschaftler Sebastian Kneipp bereits im 19. Jahrhundert. Die Schützlinge des Kindergartens Lenzing haben seit kurzem ihre eigene Kneippanlage im Garten, mit der sie ihre Abwehrkräfte stärken können. Möglich machte dies ein Projekt der HTL Saalfelden. Insgesamt sechs Klassen der Fachrichtung Bautechnik setzten das Bauvorhaben – von der Planung bis zur Fertigstellung – gemeinsam mit dem Betreuer-Team des Lehrbauhofes um. “Es war uns wichtig, eine Anlage zu bauen, die nach der Fertigstellung auch genutzt wird. Die Schülerinnen und Schüler lernten viele Arbeitsschritte in der Praxis kennen”, so Bauhof-Leiter Christian Bachmann. Die Idee kam von Sabine Radacher vom Kindergarten Lenzing, die mit ihren Kindern schon seit Jahren kneippt. “Ich habe vor einiger Zeit in Gegenwart eines HTL-Lehrers laut über eine eigene Kneippanlage nachgedacht. Und der hat unseren Wunsch an die Schule weitergeleitet. So ist das Projekt entstanden”, erinnert sich die Kindergartenpädagogin. Die Baumaterialien wurden von der Stadtgemeinde Saalfelden zur Verfügung gestellt.
Bei der Einweihungsfeier dankten die Kindergartenkinder den HTL-Schülern für die Errichtung der Anlage mit einem kleinen Sommertheater und Kaffee und Kuchen. Kooperator Thomas Bergner segnete das Kneippbecken. Bürgermeister Günter Schied bedankte sich ebenfalls bei den engagierten Schülern und Betreuern und ließ sich von den Kindergartenkindern die richtige Nutzung des Kneippbeckens erklären.

Einweihungsrunde von Bürgermeister Günter Schied

Einweihungsrunde von Bürgermeister Günter Schied

 Bild: Bernhard Pfeffer