Mit ‘Saalfelden’ getaggte Artikel

Auf der Suche nach einem Profil

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , ,
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Für was stehen wir? Was sind unsere Stärken? Was unterscheidet uns von anderen? Diese und weitere Fragen möchte die Saalfelden Leogang Touristik (SALE) gemeinsam mit der Bevölkerung beantworten.


Jeder Mensch hat verschiedene Talente und Fähigkeiten, die ihn ausmachen. Die Summe aller Talente und Fähigkeiten ergeben den Charakter eines Menschen – in sich völlig einzigartig. Genau gleich verhält es sich bei einer Regionsmarke oder Destination. Die einzelnen Talente und Fähigkeiten, die historischen Stärken und Wurzeln zeichnen das Profil einer Feriendestination. Das Profil der Ferienregion Saalfelden Leogang ist derzeit sehr breit aufgestellt, für den Urlauber teils schwer erkennbar. Das möchten die heimischen Touristiker gemeinsam mit der Beratungsfirma Brand:Trust ändern.

Die Schritte zur Marke

Der erste Teil der Markenentwicklung besteht darin, die Talente und Fähigkeiten von Saalfelden Leogang zu finden. Tourismusobmann Hannes Riedlsperger beschreibt die Vorgehensweise: „Wir werden ca. 40 Menschen aus der Region befragen, wo sie die Stärken ihrer Heimatgemeinden sehen. Vom Bürgermeister zum Landwirt, vom Schilehrer zum Händler, vom Pensionisten zum Hotelier – Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Lagern sollen zu Wort kommen. Weiters werden bestehende Aufzeichnungen, Konzepte und Studien durchforstet. Am Ende werden alle Mosaiksteinchen zusammengetragen und zu Markenkernwerten (Charakter/Spitzenleistungen) verdichtet.“

Im zweiten Teil des Projektes werden Stammgäste und Besitzer von Zweitwohnungen zur Ferienregion befragt. „Spannend und sehr wichtig ist für uns auch die Sichtweise zur Region durch unsere langjährigen Gäste“, so der Tourismusobmann. „Weiters werden wir den Tourismusmarkt analysieren, um zu sehen, wo wir uns vom Mitbewerb abheben können. Auf Basis aller erhobenen Daten und einer sechsteiligen Workshop-Reihe mit dem Projektteam wird sich dann die Marken- und Regionspositionierung für Saalfelden Leogang herauskristallisieren. Dieses Ergebnis wird uns zeigen, worauf wir uns künftig konzentrieren müssen, eben das, was die Region ausmacht. Gleichzeitig werden sich aber auch Grenzen abheben, Grenzen, die wir einhalten müssen um authentisch zu bleiben. Es ist der Leitweg, der uns zeigt, wie künftig unser Tun und Handeln ausgerichtet ist, eben wie unsere Region die Dinge auf ihre Art und Weise anpacken muss.“

Erfolg nur mit der Bevölkerung

Nach Abschluss der Strategieentwicklung, bei der die Bürger miteinbezogen werden, liegt der Schwerpunkt der Markenentwicklung natürlich auf der Umsetzung. Wichtig ist, dass sich die Bevölkerung mit dem Konzept und der Marke identifizieren kann. Daher wird es im Anschluss regelmäßige Diskussionsrunden, Markenschulungen und Workshops geben, bei denen sich Bürger aktiv miteinbringen können. Hannes Riedlsperger ist sich sicher: „Wenn die Marke und deren Werte von der Bevölkerung mitgetragen werden, ist Saalfelden Leogang auf dem besten Weg, künftige Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Mit unseren eigenen Markenwerten sind wir auf dem besten Weg zur Entwicklung eines authentischen Tourismus, darauf aufbauend einer florierenden wirtschaftlichen Entwicklung mit der Bedachtnahme auf eine intakte Umwelt.“

Kein Wechsel an der Spitze

Geschäftsführer Stefan Pühringer bleibt weiterhin in seiner Position und wird die SALE auf dem Weg der Markenentwicklung durchgehend begleiten.

Text/Bild: Bernhard Pfeffer

Asylwerber in Saalfelden

Verfasst von Mario Steidl | Tags: , , , , , , , ,
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Was ist ein Flüchtling?

Ein Flüchtling ist nach der Genfer Konvention eine Person, die „…aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann…“.


In Saalfelden warten 30 Asylwerber auf eine Entscheidung über ihre Zukunft.

In Saalfelden warten 30 Asylwerber auf eine Entscheidung über ihre Zukunft.


Abwicklung des Verfahrens

Alle Flüchtlinge/Asylwerber kommen in der Regel durch Schlepper in die EU und auch nach Österreich, wo sie in einem Aufnahmezentrum wie etwa am Flughafen Schwechat, in Traiskirchen oder Thalham in Form eines Erstantrages um Asyl ansuchen. Das gesamte Asylverfahren wird in jenem Land abgewickelt, wo dieser Erstantrag gestellt wurde. Danach ist es nicht mehr möglich – etwa nach einem negativen Bescheid – in einem anderen Land der EU noch einmal einen Antrag zu stellen.

Vom Erstaufnahmezentrum aus werden die Asylwerber auf ganz Österreich aufgeteilt, wobei jedes Bundesland eine Quote zu erfüllen hat. Für Saalfelden sind von Seiten der Stadtgemeinde 30 Asylwerber zugelassen. Nach der ersten Einvernahme im Bundesasylamt Innsbruck erhalten diese Menschen meistens nach zwei bis drei Monaten einen Bescheid, der aber sehr häufig negativ ausfällt. Die Asylwerber können oft einfach nicht nachweisen, dass sie zu Hause tatsächlich verfolgt werden – wie auch. Die zweite Instanz, in der der Asylgerichtshof in Linz oder Wien eine Entscheidung fällt, kann sich dann über zwei Jahre oder länger hinziehen. Erst heuer werden alle Fälle bis 2007 aufgearbeitet werden.

Versorgung der Flüchtlinge

Für die Vollversorgung – also Unterkunft, Frühstück, Mittag- und Abendessen – werden von der Landesregierung pro Person und Tag 16,50 Euro bezahlt. Jeder Asylwerber erhält 40 Euro pro Monat Taschengeld. Von diesem Taschengeld müssen allerdings auch die Kosten etwa für ein Zugticket nach Innsbruck zur Anhörung vor dem Asylamt oder für einen Ausweis getragen werden. In Saalfelden werden die Asylwerber von der örtlichen ehrenamtlichen Kleider-Caritas mit Bekleidung versorgt, zwei mal im Jahr erhalten sie zudem Gutscheine von KIK und Yello. Auch die Ärzte in Saalfelden sind um die Asylwerber sehr bemüht und leisten eine großartige Arbeit.

Weniger einfach haben es Asylwerber, die individuell – also nicht in einem Heim wie in Saalfelden – untergebracht werden. Sie erhalten monatlich 300 Euro, müssen davon 110 Euro für das Zimmer bezahlen und sollen dann von den verbleibenden 190 Euro leben, also sich ernähren und mit Kleidung versorgen. Arbeiten ist einem Asylwerber nicht erlaubt, aus diesem Grund rutschen die Menschen häufig in Prostitution, Drogenhandel oder Schwarzarbeit ab. Das Geld reicht einfach nicht einmal für das Nötigste. Zudem gibt es keine Form der Integration, keine Kontrolle, weswegen sehr viele dieser individuell untergebrachten Flüchtlinge in den Untergrund abtauchen.

Die Dezentralisierung der Flüchtlingsbetreuung ist im Gegensatz zu sehr großen Flüchtlingseinrichtungen weitaus vorteilhafter. Der Einzelne erfährt mehr persönliche Betreuung, die Kontaktaufnahme mit Einheimischen ist ebenfalls einfacher, da z.B. 30 Asylwerber wie in Saalfelden bei den Einheimischen kaum zu Ängsten oder Konflikten führen, während eine Überzahl doch viele überfordern würde.

Soziales Leben der Flüchtlinge

In Saalfelden haben die Asylwerber einen Internetanschluss im Haus, mittlerweile besitzen fast alle einen eigenen Computer, der häufig aus dem Müll geholt und repariert wurde. Gerade das Internet ist neben Briefen oft die einzige Verbindung in die Heimat. Fernsehen, einen Fitnessraum, eine Drehfußballtisch, Tischtennis, Fahrräder und eine ermäßigte Schwimmbadkarte von der Gemeinde bieten Freizeitbeschäftigungen. Ein regulärer Deutschkurs über die Volkshochschule wird von Oktober bis Juni angeboten. Während der Sommerpause wird in der Unterkunft täglich eine Stunde „Sprachkurs“ abgehalten. Auf Grund der unterschiedlichen Herkunft ist das für einige auch die einzige Sprache, in der sie sich untereinander verständigen können. Angesichts der vielen Kulturen, die unter einem Dach leben, muss sich jeder Asylwerber in Toleranz und gegenseitigem Verständnis üben. Das Angebot von gleich vier Kirchen in Saalfelden (katholisch, evangelisch, orthodox und muslimisch) ist österreichweit fast einzigartig und sehr hilfreich angesichts der vielen verschiedenen Religionszugehörigkeiten.

Für die Asylwerber gilt Anwesenheitspflicht, alle Personen müssen sich abmelden, wenn sie Saalfelden für einen Tag verlassen wollen oder müssen. Regelmäßige Kontrollen werden von der örtlichen Polizei, den Bezirks- und Landesbehörden und dem Innenministerium durchgeführt.

Zahlen und Fakten (Quelle: www.asyl.at)

Wurden im Jahr 2001 noch rund 30.000 Asylanträge gestellt, waren es im Jahr 2010 lediglich noch 11.000. 1.100 Anträge wurden 2001 positiv beantwortet, 3.600 negativ. Im Jahr 2010 fielen auf rund 3.000 positive 13.300 negative Bescheide.

Der Anteil der positiven Asylentscheidungen des Bundesasylamtes ist von 49,3% 2008 auf 34,7% 2009 gefallen, beim Asylgerichtshof von 21,2% auf 11,3%. Während also zuvor noch 32% der Verfahren mit Asylgewährung endeten, sind es 2009 nur noch 19,5%.

Autor: Mario Steidl
Foto: Bernhard Pfeffer

Umfahrung oder Alternativpaket?

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , , , , , , , ,
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Mitte Juli fand im Congress eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema “Umfahrung oder Alternativpaket” statt. Ein voller Saal bestätigte das Interesse der Bevölkerung an diesem Thema.

Mehr als 450 Besucher kamen zum Informationsabend ins Congress.

Mehr als 450 Besucher kamen zum Informationsabend ins Congress.

Derzeit vergeht kaum eine Woche, ohne dass in Zeitungen, Radio oder Fernsehen die Umfahrungsdiskussion in Saalfelden kommentiert wird. Im Lokalteil einer Salzburger Tageszeitung hat kürzlich sogar ein Bürger aus einer oberösterreichischen Gemeinde in einem Leserbrief Stellung zur Frage „Umfahrung oder Alternativpaket in Saalfelden?“ genommen.

Informationen aus erster Hand gab es für die Besucher des von der Stadtgemeinde organisierten Informationsabends im Congress Saalfelden. Bürgermeister Günter Schied, LH Stv. Wilfried Haslauer und die zuständigen Verkehrsplaner des Landes Salzburg lieferten detaillierte Informationen über zwei Varianten zur Verkehrsberuhigung in Saalfelden. Zum einen wurde die im Jahr 2009 mehrheitlich von der Gemeindevertretung beschlossene Umfahrungsvariante Nr. 16 vorgestellt, zum anderen das im Juni 2011 von Verkehrslandesrat Haslauer vorgeschlagene Alternativpaket. Bereits bei den von Verkehrsexperten erstellten Computersimulationen, welche die Funktionsweise der Pförtnerampeln und der mehrspurigen Kreisverkehre demonstrierten, machte sich Unruhe im Saal breit und die ersten Zuhörer äußerten ihre Zweifel an der Effektivität dieses Systems. Bei den anschließenden Diskussionen bestätigte sich dann, dass an diesem Abend die Mehrheit der Besucher für eine Umfahrung war und nicht an einen Erfolg des Alternativpaketes glaubte. Ob diese Stimmung repräsentativ für die Meinung der gesamten Bevölkerung in Saalfelden war, bleibt die große Frage. Eine Frage, mit der sich die Saalfeldner Gemeindevertretung in ihrer nächsten Sitzung im Oktober beschäftigen muss. Dort soll die Entscheidung über die weitere Vorgangsweise fallen.

Detaillierte Informationen zu den beiden Verkehrslösungen finden Sie unter www.saalfelden.at. Wenn Sie Fragen zum Thema haben, können Sie diese via E-Mail (umfahrung@saalfelden.at) direkt an die Verkehrsexperten des Landes stellen.

Die Zukunft des Straßenfestes

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , ,
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Zum 19. Mal fand das Straßenfest heuer statt. Derzeit wird diskutiert, wer die Veranstaltung in den nächsten Jahren in welcher Form organisiert.

Seit fast zwei Jahrzehnten findet in der Saalfeldner Innenstadt einmal jährlich ein großes Straßenfest statt. Seit 1998 übernahm das Stadtmarketing die Organisation des Sommerfestes und trat als Veranstalter auf. Der Veranstalter trägt die Verantwortung, dass alle gesetzlichen Bestimmungen und die Auflagen des Veranstaltungsbescheides eingehalten werden. „Da sich die Problematik im Hinblick auf Verschmutzungen, Beschädigungen und Anrainerbeschwerden von Jahr zu Jahr verschärft hat, sahen wir uns als Organisatoren nicht mehr im Stande, die alleinige Haftung für die Einhaltung der Auflagen und Gesetze zu übernehmen“, erklärt Herbert Gassner, Geschäftsführer der Congress- und Stadtmarketing GmbH. Somit traten heuer erstmals die Wirte selbst als Veranstalter des Straßenfestes auf. „Das Stadtmarketing agiert im Auftrag von Stadtgemeinde, Tourismusverband und Werbegemeinschaft. Wenn wir ein Fest dieser Größenordnung organisieren, wollen wir ein breites Publikum ansprechen – dazu gehören natürlich auch Kinder und Feriengäste. Selbstverständlich verstehen wir, dass die Wirte primär Umsatz generieren möchten, jedoch darf sich das Ganze nicht nur auf den Ausschank von – vornehmlich alkoholischen – Getränken reduzieren. Wir wollen gemeinsam mit den Gastronomen ein Konzept entwickeln, das ein Straßenfest mit mehr Qualität gewährleistet“, so Gassner.

Bis zu 5.000 Besucher verzeichneten die Veranstalter in guten Jahren.

Bis zu 5.000 Besucher verzeichneten die Veranstalter in guten Jahren.

Ideen aus der Gastronomie

Robert Rieder, Inhaber des Segafredo und Mitorganisator der Donnernachtsfeste, steht zu einer engen Zusammenarbeit zwischen Wirte, Stadtmarketing, Tourismusverband und Gemeinde: „Wir sollten unsere Power auf ein gemeinsames Projekt lenken und ein Fest für Jung und Alt organisieren. Ich finde es sehr wichtig, dass diese Veranstaltung ein Aushängeschild für Saalfelden ist. Die Fäden sollen beim Stadtmarketing zusammenlaufen.“ Als positives Beispiel für ein Stadtfest führt Rieder die Veranstaltung „Stadtzauber“ an, die in St. Johann i. P. stattfindet. Bei diesem Event haben sich auch die Mitarbeiter des Stadmarketings bereits vor Ort Ideen für ein Straßenfest in neuer Form geholt.

Peter Steger, Inhaber der Milwaukee Bar, möchte zwei Straßenfeste während der Sommermonate veranstalten und hat konkrete Ideen, wie das neue Konzept aussehen könnte: „Verschmutzungen und Vandalakte lassen sich bei Veranstaltungen dieser Größenordnung nie ganz vermeiden. Doch Security Personal, das bis zum Ende der Veranstaltung patrouilliert und ständig Verschmutzungen und dergleichen beseitigt, würde die Situation verbessern. Außerdem sollten keine Gläser oder Flaschen ausgegeben werden und ab 2 Uhr morgens sollten alle Wirte den Getränkeausschank ausnahmslos einstellen. Zu diesem Zeitpunkt könnten auch bereits die Aufräumarbeiten beginnen und Polizeikontrollen erfolgen. Im Gegenzug sollten für diese Veranstaltung erweiterte Lokalöffnungszeiten bis 6 Uhr genehmigt werden“. Der Barbesitzer spricht sich ebenfalls für ein attraktives Kinder- und Rahmenprogramm aus, das gemeinsam mit interessierten Vereinen organisiert werden könnte. Ohne die Unterstützung der Stadtgemeinde sei dies jedoch nicht möglich, dafür wären die Umsätze der Wirte zu gering, ist Peter Steger überzeugt.

Wenn ein Fest zum Kult wird

Verfasst von Doris Echtinger | Tags: , , , , , , , , , ,
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Das erste Wochenende im Juli ist in Saalfelden seit Jahrzehnten für ein ganz besonderes Fest reserviert, das Lenzinger Waldfest. Der Wald wurde in den letzten Jahren weniger, der Kultstatus hingegen nicht.  
Die „Gerstbodner“ - ein eingeschworenes Team bei der Organisation des Waldfestes.

Die „Gerstbodner“ - ein eingeschworenes Team bei der Organisation des Waldfestes.

Bereits seit mehreren Generationen ist das Lenzinger Waldfest für viele Jugendliche und Junggebliebene das Highlight unter den Sommerveranstaltungen. Vom ehemaligen Klassenlehrer über den Onkel, auf den man sonst nur bei Familienfeiern trifft, bis hin zum Jugendflirt aus der Nachbargemeinde – beim Waldfest trifft man auf viele bekannte Gesichter. Es macht den Anschein, als sei der halbe Pinzgau einmal jährlich im Fuchswald versammelt. In Wahrheit sind es nicht ganz so viele Besucher, die von der Feuerwehr Wiesersberg und dem Sportklub Lenzing mit Grillhendl und Bier versorgt werden. Mit bis zu 6.000 Gästen an drei Tagen zählt die Veranstaltung aber zu den größten und auf jeden Fall zu den traditionsreichsten der Region. 
 
Die Entstehungsgeschichte 
 
Hans Lengauer, Mitorganisator des ersten Waldfestes im Jahr 1979, erinnert sich an die Überlegungen der damaligen Sportklub Funktionäre: „Wir wollten auf keinen Fall eine herkömmliche Bierzeltfeier veranstalten. Nachdem im Fuchswald ein schönes Waldstück zur Verfügung stand, das sich als Festgelände eignete, entschieden wir uns, ein Waldfest zu organisieren.“ Sektionsleiter Johann Heugenhauser, Fuchsbauer aus Lenzing, stellte dem Verein den Grund gegen eine geringe Entschädigung zur Verfügung. Auch am Hof von „Fuchs Hans“ wurden Lagerräume für Speisen, Getränke und Material eingerichtet. Die Besucher genossen das Ambiente und die urige Stimmung im Wald. Gepaart mit stimmungsvoller Livemusik und den legendären Waldfest Hendln, ergab das den Flair, der das Fest weit über die Grenzen von Saalfelden hinaus bekannt machte und von Jahr zu Jahr mehr Besucher anzog. 
Ein Trachtenpärchen im Wald steht seit mehr als dreißig Jahren für das Waldfest Lenzing.

Ein Trachtenpärchen im Wald steht seit mehr als dreißig Jahren für das Waldfest Lenzing.

Das Besondere  

Auch wenn Borkenkäfer und Stürme dem Fuchswald in den letzten Jahren stark zugesetzt haben und das Fest derzeit eigentlich nicht mehr im Wald stattfindet, konnte das spezielle Ambiente weitgehend erhalten werden. Hermann Untermoser, der aktuelle Leiter des Organisationskomitees, ist überzeugt: „So ein Festgelände wie beim Lenzinger Waldfest gibt es kein zweites Mal in unserer Gegend. Die Gäste fühlen sich nicht eingeengt, was bei einem herkömmlichen Bierzelt oft der Fall ist. Zusätzlich grenzen die Qualität der Musikgruppen, die Freundlichkeit der Mitarbeiter und der Familiensonntag das Waldfest von anderen Events ab.“  

Das Besondere am Lenzinger Traditionsfest ist auch der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft, wenn es darum geht bei der Veranstaltung mitzuhelfen. Hermann Untermoser freut sich, dass es immer genug freiwillige Helfer gibt. Viele Mitarbeiter sind mit dabei, obwohl sie von den Einnahmen, die dem Sportklub Lenzing und dem Feuerwehr Löschzug Wiesersberg zu Gute kommen, nicht direkt profitieren. Der Gewinn beim Waldfest wird zu einem großen Teil in den Fußballnachwuchs und in die Ausrüstung der Feuerwehr investiert.  

Großes Fest – großer Aufwand  

Für das Organisationskomitee dauert die Arbeit, wenn auch nur im Kleinen, das ganze Jahr über an. Bestellungen und Abrechnungen erfolgen Monate vor oder nach der Veranstaltung. Jetzt wurde bereits wieder eine Musikgruppe für das nächste Jahr gebucht. Sechs Wochen vor der Veranstaltung geht`s dann in die heiße Phase. Da beginnt jeweils an den Samstagen der Aufbau. Die letzte Woche wird durchgearbeitet. Zwei bis vier Tage nimmt der Abbau nach dem Fest in Anspruch.  

Der jährliche Besucheransturm, der auch bei typischem „Waldfest-Wetter“ mit Regen und niedrigen Temperaturen nicht abreißt, gibt den Veranstaltern Recht – das Waldfest hat auch ohne Wald seinen Reiz. Und solange das so bleibt und die Lenzinger Dorfgemeinschaft weiterhin zusammenhält, werden die Gerüchte über ein Ende des kultigen Festes nur Gerüchte bleiben.  

Autoren: Doris Echtinger, Bernhard Pfeffer
Bild: Barbara Heugenhauser
Grafik: Hans Lengauer

Bilder Gallerie ”Waldfest 1998″ (c Barbara Heugenhauser):

Saalfelden rockt – aber wo?

Verfasst von Florian Hörl | Tags: , , , , , , , , , ,
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Junge Saalfeldner Rocker sind auf dem Vormarsch, sie haben Ideen, sie haben Fans und sie sind nicht zu überhören. Einziger Wermutstropfen – ihnen fehlt oftmals die Gelegenheit zu proben.

„Austria is shaped like a guitar for a reason … we rock!“ (Österreich ist aus einem Grund geformt wie eine Gitarre … wir rocken!) – liest man im Titel einer Facebook-Gruppe. Auch Saalfelden hat sich in den letzten Jahren zu einem Ort mit viel Potenzial in Sachen Nachwuchsmusik entwickelt. Besonders die Schiene der etwas härteren Rockmusik findet großen Anklang bei jungen Musikern. Verschiedene Gruppen im Ort haben sich formiert, um ihren Songs Gehör zu verschaffen. Eine dieser Gruppen ist „Across a Blackened Sky“, bestehend aus Anhängern der Genres Hardcore und Metal. In ihrer jetzigen Konstellation besteht die Band seit knapp einem Jahr und spielt neben ihren eigenen Liedern auch Songs von Metallica und Slayer. Bisher sind die Jungs unter anderem beim Rockfest in Fusch, im Saalfeldner Nexus und im Rockhouse Salzburg aufgetreten. Aber auch bis nach Wien zu einem Bandcontest hat sie ihr Weg schon geführt.

Across a Blackened Sky

Across a Blackened Sky

Von Nirvana bis Guns N‘Roses

Ebenso wenig ein Geheimtipp in der heimischen Rockszene ist die Band „Ashtray“. Gefunden haben sich die Bandmitglieder Anfang 2008 auf Initiative von Gitarrist und Leadsänger Christoph Miller, frei nach dem Motto „Wer hat Lust mitzumachen“. Dass sie nicht nur Lust, sondern auch Können haben, beweisen sie mit Coverversionen von Nirvana bis Guns N‘Roses. Auch eigene Lieder werden gespielt, die in gemeinsamen Jamsessions geschrieben und komponiert werden.

Ashtray

Ashtray

Sie wollen auf die Bühne

Auf dem Lineup des Wies‘n Rock Festivals in Saalfelden-Ruhgassing fand man sowohl Ashtray als auch Across a Blackened Sky. Schade nur, dass diese Veranstaltung wohl Geschichte ist. Denn wenn es eines gibt, das man in der Saalfeldener Musikszene spürt, dann ist es der Durst nach mehr. Mehr jungen Bands, die sich profilieren wollen und mehr Veranstaltungen, wo diese Gruppen auftreten können. Aus diesem Grund hat Akzente Salzburg eine Aktion ins Leben gerufen, die es jungen Bands ermöglichen soll, eine gemeinsame Plattform zu bilden, wo sie sich austauschen können. „MusikFabrik“ nennt sich dieses Projekt und findet großen Anklang bei den Nachwuchsbands. Vielleicht lässt sich mit Hilfe der Plattform auch das Problem beseitigen, dass viele Bands keine geeigneten Proberäume haben und ihnen die finanziellen Mittel fehlen, um eigene Räumlichkeiten anmieten zu können. Der Idealfall zur Lösung der Misere wäre ein eigenes Gebäude, das mit Hilfe der ortsansässigen Bands und in Kooperation mit der MusikFabrik-Plattform selbst verwaltet wird. Bleibt nur zu hoffen, dass die Begeisterung der jungen Musikergeneration auch andere mitreißt und wir bald mehr von den Saalfeldner Youngsters zu hören bekommen!

Autor: Florian Hörl
Bilder: Across a Blackened Sky, Ashtray

Technical Park als Zukunftsprojekt

Verfasst von Andreas Rachersberger | Tags: , , , , , , , ,
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Wenn vom 29. August bis zum 9. September 2012 in Saalfelden und Leogang die Mountainbike-WM über die Bühne geht, soll mit dem Technical Park auch eine Sportanlage für die Zukunft stehen.

So soll die WM-Strecke in der Bürgerau aussehen. Der Technical Park ist als Dauereinrichtung geplant.

Luftbild von der geplanten WM-Strecke mit Technical Park.

 

Nach langem Hin und Her ist die Planung der Cross Country Strecke in der Bürgerau nun abgeschlossen. Trotz der Tatsache, dass sich das Vorhaben aufgrund von Widerständen einiger Interessensgruppen hinausgezögert hat, kam von Seiten des Weltradsportverbandes (UCI) kein Zweifel auf. Christian Rothart, Leiter des Organisationskomitees, dazu: „Erstaunlicherweise wurde vom internationalen Verband kein Druck ausgeübt. Mit der UCI läuft es derzeit wie in einer Partnerschaft. Sie haben gesehen, dass wir starke Anstrengungen unternehmen und unterstützen uns dabei.“ Der knapp 4,5 Kilometer lange Rundkurs weist 180 Höhenmeter auf und wird nur temporär für Wettkämpfe genutzt werden. Bei der Strecke gibt es bewusst keine Hochgeschwindigkeitspassagen sowie extrem schwierige Abschnitte, sie soll auch für U23-Fahrer bewältigbar sein. An sportlicher Attraktivität habe die endgültige Variante des Kurses gegenüber der ursprünglich geplanten Streckenführung nicht verloren, ist sich Rothart sicher. Der Start findet an der Lichtenbergstraße statt, um das Starterfeld bei einem langen Anstieg von Beginn an auseinanderzuziehen, die Zieldurchfahrt wird vor der Tribüne des Sportplatzes Bürgerau sein.

Nachhaltige Idee

Für die Nachhaltigkeit des Projekts soll ein sogenannter Technical Park sorgen, der auf einer Fläche von etwa zwei Fußballfeldern schrittweise bis zur Veranstaltung errichtet wird. Mit der WM selbst hat dieser zwar nichts zu tun, der Park soll aber zukünftig Saalfelden als Mountainbike-Standort repräsentieren und das Angebot in Leogang ergänzen. „Die Idee hinter dem Park ist, das Mountainbike fahren richtig zu lernen. Damit Neuanfänger bestimmte Hindernisse und Strecken bewältigen können, braucht man Übungsstationen“, klärt Mark Hauser, Streckenchef der Cross Country Strecke und Lehrer der Nordischen Skihauptschule, auf. Es wird drei verschiedene Rundkurse mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden geben, wo das Fahren über Hügel, Steilkurven etc. trainiert werden kann. Des Weiteren sind Geschicklichkeitsparcours geplant, wo die Biker lernen, auf schmalen Flächen die Balance zu halten. Hauser will seinen Schülern künftig den actionreichen Sport mithilfe des Parks näherbringen und das Biken in den Unterricht aufnehmen. Generell solle sich das Projekt auch in Richtung Vereinsarbeit orientieren. Im Vorfeld der WM kann sich Hauser gut vorstellen, allen interessierten Kindern die Möglichkeit zu bieten, an einem Probetraining teilzunehmen.

Der Wochenmarkt und der Hemmschuh

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , , , ,
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Viele Bürger entscheiden sich beim Wochenmarkt für Lebensmittel aus der lokalen Landwirtschaft. Das Stadtblatt ging der Frage nach, warum sich nicht mehr Landwirte für den Wochenmarkt entscheiden.

Nur rd. fünf Prozent der Saalfeldner Landwirte nutzen den Wochenmarkt.

Nur rd. fünf Prozent der Saalfeldner Landwirte nutzen den Wochenmarkt.

Der Saalfeldner Wochenmarkt ist für viele Bürger eine willkommene Anlaufstation, um sich mit Produkten aus der lokalen Landwirtschaft einzudecken. Hinter dem Ladentisch stehen jene Personen, die persönlich für die Qualität der Waren einstehen. Man vertraut seinem Gegenüber und zahlt auch gerne etwas mehr als im Supermarkt. In Zeiten von Genmanipulation und lebensgefährlichen Bakterien auf importiertem Gemüse sind Produkte aus der heimischen Landwirtschaft gefragter denn je.

Warum nicht mehr Landwirte?

Durchschnittlich 15 Anbieter treffen sich jeden Freitag am Rathausplatz, um ihre Produkte anzubieten. Etwas mehr als die Hälfte davon sind heimische Landwirte. Weniger als 10, bei mehr als 180 aktiven Landwirtschaftsbetrieben in Saalfelden. Warum sind es nicht mehr? Mit 2013 laufen die gültigen Agrar-Förderverträge (ÖPUL) aus. Was danach kommt, ist von der lokalen Bauernkammer bis zum Landwirtschaftsminister jedem klar: Die EU-Förderungen werden merkbar zurückgehen. Die Bauernkammer Zell am See rät ihren Mitgliedern bei Wirtschaftlichkeitsberechnungen ab 2013 mit 20 Prozent weniger Fördermittel zu kalkulieren. Welche Schritte können Landwirte setzen, um weniger von Subventionen abhängig zu sein? Eine Lösung ist die Direktvermarktung an den Endverbraucher. Stadtgemeinde und Stadtmarketing schaffen dafür die Rahmenbedingungen in Form des Wochemarktes am Rathausplatz.

Der Hemmschuh

Erwin Kupfner ist Saalfeldner Ortsbauernobmann und hat selbst einige Jahre seine Produkte am Wochenmarkt verkauft. Er versteht die Zurückhaltung seiner Kollegen: „Ein Landwirt ist mit der Urproduktion – dazu gehören Mähen, Düngen, Füttern, Melken, Forstwirtschaft usw. – ausgelastet. Die Direktvermarktung ist ein eigener Beruf. Dafür bleibt in vielen Fällen nicht die Zeit. Weiters haben die meisten Betriebe nicht die geeigneten Räumlichkeiten und technischen Einrichtungen, um die gesetzlichen Vorgaben für die Lebensmittelproduktion zu erfüllen. Dazu wären große Investitionen notwendig.“ Kupfner führt auch die fehlende Absatzsicherheit auf einem Wochenmarkt als Problem an. „Was tun mit nicht verkauften Produkten, die nicht lange haltbar sind und einige Stunden bei hohen Temperaturen angeboten wurden?“ Insgesamt sieht der Ortsbauernobmann eher den Trend zum unselbstständigen Erwerb außerhalb der Landwirtschaft. Das ist für die Bauern der einfachere Weg und verspricht fixe Arbeitszeiten und Entlohnung, so Kupfner.

Umfahrung oder Alternativpaket?

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , , , ,
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2003 beschloss die Salzburger Landesregierung, dass Saalfelden nach Straßwalchen eine Umfahrung bekommt. Dieser Beschluss ist aufrecht. Doch nun bietet Verkehrsreferent Wilfried Haslauer eine Alternativlösung an.

16.000 Fahrzeuge fahren durchschnittlich pro Tag auf der B 311 durch Saalfelden

16.000 Fahrzeuge fahren durchschnittlich pro Tag auf der B 311 durch Saalfelden

16.000 Fahrzeuge fahren durchschnittlich pro Tag auf der B 311 durch Saalfelden. Diese Zahlen sind seit 2002 konstant. Es wird nicht wesentlich weniger, aber auch nicht mehr. Über 20.000 sind es an Spitzentagen, zum Beispiel an Samstagen in der Winter-Hauptsaison. Mit der bis vor kurzem aktuellen Umfahrungsvariante, die entlang der Saalach von Marzon bis Kehlbach führt, könnte ein Drittel des Durchzugsverkehrs vom Ortsgebiet auf die Umfahrungsstraße umgeleitet werden. Das belegen Gutachten von Verkehrsexperten. Eine Umfahrung des Ortsgebietes würde rd. 45 Mio. Euro kosten. Baubeginn wäre im Jahr 2016. Bei einem Treffen von Verkehrslandesrat Wilfried Haslauer mit der Saalfeldner Gemeindevertretung und den Pinzgauer Landtagsabgeordneten bestätigte Haslauer im Juni 2011, dass der Regierungsbeschluss aus dem Jahr 2003 aufrecht und verbindlich ist und dass eine Umfahrung Saalfelden vom Land finanziert werden kann.

Die Alternative

Das Land Salzburg bietet Saalfelden nun eine Alternative zur Umfahrung an. Ein Paket aus verschiedenen Maßnahmen, die laut Berechnungen und Simulationen eine merkbare Verkehrsentlastung für das Ortsgebiet bringen sollen. Verkehrsentlastung heißt nicht, dass weniger Fahrzeuge durch Saalfelden durchfahren würden, sondern dass jene Fahrzeuge, die durch Saalfelden fahren, das Ortsgebiet schneller passieren könnten und der innerstädtische Verkehr weniger vom Durchzugsverkehr auf der B 311 beeinträchtigt würde. Das Alternativpaket zur Ortsumfahrung könnte ab 2012 umgesetzt werden, kostet rd. 10 Mio. Euro und umfasst folgende Maßnahmen:

Pförtnerampeln

An den Ortseinfahrten der B 311 in Pabing und Saalfelden Süd würden Zählwerke in die Straße eingebaut. Ab einer Frequenz von mehr als 750 Fahrzeugen pro Stunde würden automatisch Ampeln aktiviert, die den Verkehr auf der B 311 so regeln, dass die Autos nur in Blöcken durch das Ortsgebiet fahren könnten. So hätten jene Verkehrsteilnehmer, die im Ortsgebiet über Kreisverkehre und Zufahrten auf die B 311 einbiegen bzw. die Bundesstraße queren wollen, bei den Rot-Phasen der Ampeln die Möglichkeit dies zu tun. Nach ersten Berechnungen der vom Land beauftragten Verkehrsplaner würden die Ampeln ca. 50 Sekunden rot sein und danach 40 Sekunden auf grün umschalten. Die Effektivität der Pförtnerampeln ist abhängig von der Umsetzung einer weiteren Maßnahme, dem Ausbau der Kreisverkehre.

Ausbau Kreisverkehre

Die Kreisverkehre „Interspar“ und „Moser“ würden so ausgebaut, dass ein zweispuriges Befahren möglich wäre. Beide Kreisverkehre müssten dafür auf einen Außendurchmesser von 40 m erweitert werden. Dafür wäre der Erwerb von privaten Grundflächen erforderlich.

Begegnungszonen im Zentrum

Innerörtlich würden am Stadtplatz und bei der Brandlbrücke neue Kreisverkehre errichtet. Dazwischen würden so genannte Begegnungszonen nach Schweizer Vorbild umgesetzt. Das heißt, es würde eine Tempo-30-Zone verordnet und sämtliche Zebrastreifen entfernt. Auch jener vor der Hauptschule Markt, der nach Aussagen von Experten ein wesentlicher Grund für den zähflüssigen Verkehr im Ortskern ist. Gleichzeitig würden die Rechte der Fußgänger und Radfahrer innerhalb der gesamten Begegnungszone gestärkt. Sie könnten überall und jederzeit die Fahrbahn queren, dürften jedoch die Fahrzeuge nicht unnötig behindern.

Mehr Geld für öffentlichen Verkehr

Eine Maßnahme, die tatsächlich für weniger motorisierten Individualverkehr sorgen könnte, wäre die Stärkung des öffentlichen Verkehrs im Pinzgauer Zentralraum (Bruck bis Saalfelden). Das Land würde jährlich zusätzlich 650.000 Euro in eine so genannte Linien- und Fahrplanoptimierung von Bus und Bahn stecken. Konkret wäre eine Busverbindung zwischen Saalfelden und Zell am See im Takt von 20 Minuten angedacht. Es würde auch in die Errichtung von zusätzlichen Haltestellen und Angebotsverbesserungen im Bereich der Schireisebusse investiert.

Maßnahmen im Großraum Pinzgau

Wenn sich Saalfelden gegen eine Umfahrung entscheidet, würden auch andere Pinzgauer Gemeinden davon profitieren. Das Alternativpaket des Landes umfasst nämlich die Beseitigung einer Engstelle auf der B 178 in Lofer, die Verbesserung des Knotens Lofer Nord, den Ausbau des Kreisverkehrs Bruck West und eine Verkehrsentlastung für Schüttdorf.

Öffentliche Bürgerinformation

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , , , , , , ,
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Am 28. April 2011 findet im Congress Saalfelden ab 19 Uhr die erste öffentliche Bürgerversammlung statt. Saalfeldner Gemeindepolitiker sprechen über die Entwicklungen der Vergangenheit und präsentieren Projekte der Zukunft. 



Was hat sich im vergangenen Jahr in Saalfelden getan und was bringt die Zukunft? Diese Fragen möchten die Stadtpolitiker bei einer öffentlichen Bürgerversammlung beantworten. Im ersten Teil der Veranstaltung stehen Kurzvorträge der Politiker am Programm. Der zweite Teil der Bürgerversammlung gehört der Bevölkerung. Die Politiker stehen für Fragen, Anregungen und Diskussionen zur Verfügung.

Vortragende & Themen

Bgm. Günter Schied (SPÖ)
- Unternehmen Stadtgemeinde
- Wirtschaft
- Kooperationen & Beteiligungen

StR Gerhard Reichkendler (SPÖ)
- Projekte im Bereich Großparkplatz
- Gestaltung Ortszentrum Ost (Altes Bauhofareal und Umgebung)
- Baulandsicherungsmodelle

StR Thomas Schweighart (FPÖ)
- Innerstädtisches Verkehrskonzept
- Nord-Süd Umfahrung
- Öffentlicher Verkehr
- Fußgänger, Radfahrer

Vizebgm. Erich Rohrmoser (SPÖ)
- Seniorenwohnanlage Farmach
- Soziales Wohnen/Betreubares Wohnen
- Hilfs- und Sozialdienste
- Kinderbetreuung
- Jugend

Vizebgm. Wolfgang Grießner (ÖVP)
- Naturschutz
- Klimabündnis
- e5-Programm
- Energierelevante Gemeindeförderungen

StR Günter Rothart (SPÖ)
- Einnahmen der Stadtgemeinde
- Ausgaben der Stadtgemeinde
- Schuldenstand und Rücklagen
- Geplante Investitionen

StR Helmut Hinterseer (SPÖ)
- Sportvereine
- Öffentliche Subventionen
- Erfolge Saalfeldner Sportler
- Sportveranstaltungen
- Infrastrukturprojekte der Zukunft

StR Paul Kendlbacher (ÖVP)
- Kulturbudget
- Öffentliche Subventionen
- Kulturinitiativen in Saalfelden
- Kulturelle Zukunftsprojekte