Knapp drei Jahre kämpften Saalfeldner Jugendliche um einen Skatepark. Jetzt geht ihr Traum endlich in Erfüllung. Am 18. Mai war Baubeginn in Ramseiden.
Die Saalfeldner Jugendlichen können durchatmen, das lange Warten hat ein Ende. Den Wunsch nach einem Skatepark haben sie gemeinsam mit Streetworkern an die Stadtgemeinde herangetragen. Nach einer eher zähen Anfangsphase wurde im Oktober 2008 eine Skatepark-Exkursion nach Tirol durchgeführt. Mehrere Vertreter der Stadtgemeinde inklusive Vizebürgermeister Erich Rohrmoser, Saalfeldner Streetworker, Markus Unterweger vom Bronx-Shop und zwei Skater machten sich bei verschiedenen Anlagen ein Bild von Kosten, Platzbedarf und Ausführung der Parks. Das Projekt kam dadurch so richtig ins Rollen, die Stadtgemeinde war vom Vorhaben der Jugendlichen überzeugt. Vor allem Kurt Binder vom Wirtschaftshof und Erich Rohrmoser setzten sich für einen modernen Saalfeldner Skatepark ein.

3D-Visualisierung - so soll der 250 m² große Skatepark aussehen
Dämpfer durch Anrainer
Im Frühjahr 2009 war der Bau schon so gut wie fixiert. Auf den Lusgründen, direkt neben dem Kinderspielplatz, sollte die Anlage entstehen. Allerdings gab es heftige Proteste von Seiten der Anrainer, wodurch ein anderer Standort gefunden werden musste. Im September letzten Jahres lud Rohrmoser zu einer neuerlichen Sitzung, bei der ein Bau auf Gemeindegrund neben der Kegelbahn und dem Musikum endgültig für 2010 beschlossen wurde. Die Planung des Parks übernahm federführend der HTL-Schüler David Einwaller, Markus Unterweger unterstützte ihn dabei. Unterweger war es auch, der die Firma PTR ins Spiel brachte. Dieses Unternehmen beschäftigt sich speziell mit dem Bau von Skateparks, alle Mitarbeiter sind selbst begeisterte Skater. Mit dem bereitgestellten Budget von 40.000 Euro setzen sie den Plan in die Tat um und können mit ihrer Erfahrung weitere Feinheiten verwirklichen. Ursprünglich war geplant, dass der Wirtschaftshof Saalfelden den Park errichtet. Es stellte sich aber heraus, dass das Vorhaben schwer umzusetzen gewesen wäre, außerdem erwies sich die Umsetzung des Projektes durch die Firma PTR als kostengünstiger.
Beton als idealer Untergrund
Das gewählte Baumaterial Beton stellte sich schon bei der Besichtigung der Tiroler Skateparks als ideale und moderne Lösung heraus. Da es keine Schallkörper wie Holz- oder Plastikrampen in herkömmlichen Anlagen gibt, wird die Lärmbelastung auf ein Minimum reduziert. Außerdem fallen praktisch keine Wartungskosten an. Ziel des Parks ist es, den Skatern die Möglichkeit zu bieten, ihren Sport legal und problemlos auszuüben. Da die Stadtgemeinde bemüht ist, sich der Anliegen der Jugend anzunehmen, ist man froh, eine neue Attraktion zu schaffen. Die Skateszene freut sich jetzt schon mächtig auf die ersten Einweihungsrunden.

Vorfreude bei Philipp Schmidt, David Einwaller und Michael Schwaiger (v.l.)
Die Party zur Einweihung
Der Skatepark wird am Mittwoch, 7. Juli 2010, um 17 Uhr mit einer sportlichen Party eröffnet. Nach der offiziellen Begrüßung und Eröffnung durch Bürgermeister Günter Schied startet der Bronx Best Tricks Contest. Anschließend greifen das Mukef*** Proteam und die Urban Trendsport Association ins Geschehen ein. Die passende Musik liefern die Lionhouse Crew und mehrere Life DJ´s.
Bild: Andreas Rachersberger
Visualisierung: David Deisenberger