Mehrheitlicher Beschluss für Umfahrung

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , , , , , , , ,
Abgelegt unter Allgemein, stadt:gemeinde | Kommentare Keine Kommentare

Mit 18 zu 7 Stimmen entschied sich die Saalfeldner Gemeindevertretung Anfang Oktober für die Umsetzung einer Nord-Süd-Umfahrung. Der Vorschlag eines Alternativpaketes auf Probe wurde abgelehnt.

 

Mit 18 zu 7 Stimmen entschied sich die Saalfeldner Gemeindevertretung Anfang Oktober für die Umsetzung einer Nord-Süd-Umfahrung.

Mit 18 zu 7 Stimmen entschied sich die Saalfeldner Gemeindevertretung Anfang Oktober für die Umsetzung einer Nord-Süd-Umfahrung.


Der Sitzungssaal des Rathauses war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Bgm. Günter Schied den Tagesordnungspunkt „Verkehrslösung Nord-Süd, Umfahrungsvariante 16 oder Alternativpaket” verlas. Mehr als zwei Stunden wurde über den Punkt diskutiert. Auch über das vier Tage vor der Sitzung aktualisierte Angebot von Verkehrslandesrat Wilfried Haslauer. Bei einer kurzfristig anberaumten Besprechung versprach Haslauer den Saalfeldner Parteispitzen eine Umsetzung von Pförtnerampeln, Kreisverkehrertüchtigungen und Begegnungszonen ab dem Jahr 2012. Zusätzlich räumte er ein, dass bei einem Misserfolg des Alternativpaketes – eine Erfolgsbestimmung sollte im Jahr 2015 stattfinden – die Nord-Süd-Umfahrung weiterverfolgt werde. Falls dann doch eine Umfahrungsstraße gebaut würde, müsse die Stadtgemeinde die Kosten für die Umsetzung der Begegnungszonen an das Land zurückzahlen, so der Vorschlag von Haslauer. Genaue Kennzahlen, an Hand derer Erfolg oder Misserfolg bestimmt werden könnte, lagen zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor.

Nachdem zahlreiche Argumente ausgetauscht waren, fand eine geheime Abstimmung über vier Anträge statt. ÖVP und Grüne beantragten jeweils alternative Verkehrslösungen statt einer Umfahrung. Die FPÖ forderte in ihrem Antrag eine Bürgerbefragung zum Thema. Die Anträge von ÖVP, Grüne und FPÖ wurden mehrheitlich abgelehnt. Folgender Antrag der SPÖ wurde mit 18 zu 7 Stimmen beschlossen:

„Die Stadtgemeinde Saalfelden beschließt die letztprojektierte Umfahrung für Saalfelden (Variante 16) mit den bestmöglichen Lärmschutzmaßnahmen (Einhausung im Bereich Gründbühel und im Siedlungsbereich – südliche Zellerstrasse, Saalach- u. Biberweg, westliche Kohlengasse) sowie Begleitmaßnahmen im Bereich Kehlbach/Haid (Kreuzungsfreie Zu- und Abfahrt, Lärmschutzmaßnahmen für die Anrainer) und ersucht das Land Salzburg, diese Umfahrung laut Regierungsbeschluss der Salzburger Landesregierung (Spätherbst 2003) umzusetzen.”
 
Foto/Text: Bernhard Pfeffer

Hinterlasse eine Antwort

 Ich akzeptiere die Blog-Regeln.

 

Ehrenamt als Auslaufmodell?

Verfasst von Florian Hörl | Tags: , , , , , , , , , ,
Abgelegt unter stadt:gesellschaft | Kommentare Keine Kommentare

2011 ist das „Jahr der Freiwilligen“. Wir haben für Sie beleuchtet, ob die Bereitschaft für ehrenamtliche Tätigkeiten abnimmt, wie die Situation in Saalfelden aussieht und was die Wissenschaft zu diesem Thema sagt.

 

Laut einer Erhebung der Statistik Austria waren im Jahr 2006 rd. 45 Prozent der Österreicher (ab 15 J.) ehrenamtlich tätig.

Laut Statistik Austria waren 2006 rd. 45 Prozent der Österreicher (ab 15 J.) ehrenamtlich tätig.

 

Sind wir eigensinniger geworden? Fauler? Warum interessieren sich die Jungen nicht mehr fürs Helfen? Vorurteile lassen sich schnell finden, wenn sich die Frage stellt, wie es um die Freiwilligkeit steht. Aber was ist dran an der Schwarzmalerei?

Freiwilligkeit als Kapital

Was Freiwilligkeit für die Gesellschaft bedeutet hat der US-amerikanische Sozialwissenschaftler Robert Putnam untersucht und dabei Folgendes in seinem Buch „Bowling alone“ (was frei übersetzt so viel bedeutet wie alleine auf der Kegelbahn zu stehen) veröffentlicht. Putnam behandelt den Niedergang der Freiwilligkeit in den USA und spricht in diesem Zusammenhang von „social capital“, also sozialem Kapital. Die Grundidee dahinter ist eine Verbindung zwischen Menschen, von der beide Seiten profitieren, vor allem, wenn man sich gegenseitig hilft. Freiwilligkeit schweißt uns also enger zusammen. Dieser Zusammenhalt scheint in den USA immer mehr verloren zu gehen, weil die Menschen sich isolieren und nicht mehr zusammen mit anderen Grillfeste organisieren oder in Vereinen mitarbeiten. Aber warum? Gründe sieht Putnam im Anstieg der Patchwork-Familien, wo scheinbar keine Zeit mehr für außerordentliche Arbeit bleibt. Auch der Medienkonsum nimmt mittlerweile einen beachtlichen Teil der Freizeit der Amerikaner ein. Zugegeben, die USA sind seit jeher ein Sonderfall, aber wie ergeht es uns Österreichern?

Die Zugpferde im Ort

In Saalfelden gibt es zahlreiche Zugpferde für die ehrenamtliche Tätigkeit. Eines davon, besonders für junge Menschen, ist die Landjugend Saalfelden. Seit beinahe 65 Jahren gibt es diese Gruppe, die sich aus jungen Menschen im Alter zwischen 14 und 35 Jahren zusammensetzt. Der Zusammenhalt innerhalb des Vereins wird durch gemeinsame Aktivitäten gefördert, aber auch die Arbeit nach außen nimmt einen großen Teil der gemeinsamen Zeit ein. Die Landjugend ist nicht nur an Feiertagen im Laufe des Jahres aktiv, sondern sammelt auch mit viel Engagement Spenden für bedürftige Mitmenschen. Derzeit hält der Verein bei knapp 60 Mitgliedern, die alle großen Einsatz zeigen und einen soliden Mitgliederstamm bilden.

Feuerwehrmann werden …

… will nicht nur ein kleiner Drache, sondern wollen auch viele junge Saalfeldner. Ortsfeuerwehrkommandant Ernst Schreder zeigt sich deshalb begeistert über die gute Jugendarbeit bei der Truppe. Ab 12 Jahren dürfen Mädchen und Jungs in die Freiwillige Feuerwehr eintreten und erhalten neben einer fundierten Ausbildung auch die Möglichkeit, bei allerlei Veranstaltungen mitzuwirken. Nach der Ausbildung in der Hauptwache kommen die jungen Feuerwehrleute dann zu ihren Löschzügen (Letting, Harham, Wiesersberg, Wiesing). Gründe für den regen Zustrom an Nachwuchs sieht Ernst Schreder zum einen im interessanten und abwechslungsreichen Alltag eines Feuerwehrmannes, aber auch in der Gemeinschaft innerhalb der Löschzüge. Vermittelt wird die „Message“ durch gute Öffentlichkeitsarbeit, sei es über Kooperationen mit Schulen oder dem alle zwei Jahre stattfindenden Kinderfest. Nicht umsonst besteht unsere Feuerwehr aus ca. 230 aktiven Helfern, die 45.000 bis 50.000 freiwillige Stunden bei Einsätzen, Übungen und Veranstaltungen zubringen.

Förderung der Schi-Jugend …

… ist die Aufgabe des Schiklubs Saalfelden, der nächstes Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert. Sportlich gesehen ist der Schiklub, immerhin einer der größten im Land, gut aufgestellt, an Nachwuchstalenten mangelt es also nicht. Auch die Betreuung der jungen Sportler funktioniert dank engagierter Eltern sehr gut. Dennoch ist nicht alles Gold was glänzt. Viele Eltern sind zwar mit vollem Einsatz dabei, gehen aber als Hilfe verloren, wenn ihre Kinder selbst nicht mehr aktiv sind oder in einen höheren Kader aufsteigen. So manche gute Zusammenarbeit wurde dadurch schon aufgelöst, wie Klaus Danzer, Obmann des Schiklubs, bedauert. Solang aber Kinder nachkommen, bekommt man immer wieder Eltern, die sich zur Mithilfe bereit erklären. Eine größere Herausforderung stellt die Abwicklung von Bewerben dar. Wenn man z.B. ein Slalomrennen ausrichtet, benötigt man nicht nur Personal für die Zeitnehmung und die Auswertung, sondern auch viele Torposten und jemanden, der im Ziel die Startnummern einsammelt. „Dort wird es zunehmend eng“, so Obmann Danzer. Seit Jahren gibt es einen beständigen Kern an Mitarbeitern. Seit Jahren fehlen aber auch junge Mitarbeiter, um die Routiniers einmal abzulösen.

Den Saalfeldnern …

… kann man ein gutes Zeugnis ausstellen, was freiwillige Mithilfe anbelangt. Zumindest ist es noch nicht so weit, wie manche vielleicht glauben wollen. Wie sich das Ganze entwickelt, bleibt abzuwarten. Bis dahin: Danke für die Mitarbeit und kommen sie gut nach Hause!

Autor/Bild: Florian Hörl

Hinterlasse eine Antwort »
 

Besuch in der Vogelsangschule

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , , , , ,
Abgelegt unter stadt:bildung, stadt:gesellschaft | Kommentare Keine Kommentare

Seit 2009 gibt es in Saalfelden eine private Gesamtschule der besonderen Art. Das Stadtblatt hat der Vogelsangschule, einer pädagogischen Einrichtung für selbstbestimmtes Lernen, einen Besuch abgestattet.

 

Flor Ariana (6 Jahre) - hier im Mathematik Unterricht - bestimmt ihr Lerntempo selbst.

Flor Ariana (6 Jahre) - hier im Mathematik Unterricht - bestimmt ihr Lerntempo selbst.


Für jemanden, der die straffen Strukturen einer staatlichen Hauptschule genossen hat, ist die Vogelsangschule wie eine andere Welt. Bin ich schon in der Schule oder noch in der Wohnung des Direktors? Es ist so ruhig. Die ersten Schüler queren meinen Weg. Nach und nach treffen weitere Kids ein. Eine Schulglocke gibt es genauso wenig wie Hausaufgaben, Schularbeiten und Zeugnisse. Die Stimmung ist gut, das zeigt auch das Barometer im Flur an. Alle wirken zielstrebig und beschäftigt, keine Spur vom Chaos, das sich ein Außenstehender beim ersten Besuch in einer „Alternativschule“ erwartet. Forscherkreis, Lernatelier, Schulparlament – nein, auch die Begriffe am Stundenplan erinnern nicht an die eigene Schulzeit. Direktor Erich Dümler hat nicht zu viel versprochen, die Vogelsangschule ist eine Privatschule der besonderen Art.

Das pädagogische Konzept

„Wir gehen sehr individuell auf unsere Schüler ein“, erklärt der Direktor. „In den Primaria-Stufen steht vor allem das Prinzip ‚Tun vor Begreifen‘ im Vordergrund. Die Kinder sollen Gesetzmäßigkeiten durch das Tun begreifen und nicht durch den Kopf analysieren. Das führt auch zur besseren Wahrnehmung der Sinne. Unser pädagogisches Konzept basiert auf den Erkenntnissen von Maria Montessori und weiteren Reformpädagogen. Wir sind aber weder eine Montessori- noch eine Waldorfschule. Wichtig ist, dass die Kinder das Lerntempo selbst bestimmen und sich entsprechend ihren Talenten entwickeln. Das erleichtert dann auch die Berufs- oder Schulwahl nach der Pflichtschulzeit.“

Ausführliche Informationen

erhalten Sie am 21. November 2011, 20 Uhr, bei einem öffentlichen Infoabend in der Schule.

Daten und Fakten

  • Der Name “Vogelsang” stammt vom ersten Domizil der Schule, dem “Vogelsanghof” in Leogang
  • Privatschule mit Statut für den Pflichtschulbereich (6 bis 15 J.)
  • Lerngruppen: Primaria I (6 – 9 J.), Primaria II (9 – 12 J.), Sekundaria (ab 13 J.)
  • Derzeit: 2 Lernbegleiter, 14 Schüler
  • Schulgebühren/Monat: 250 Euro
  • Trägerverein: Verein Libelle, Obmann Erich Dümler, Tel. 06582/713 04
  • Standort: Bahnhofstraße 17 (Einfahrt Wiechenthalerweg)
  • Mehr Infos: www.vogelsangschule.at


Text/Bild: Bernhard Pfeffer

Hinterlasse eine Antwort »
 

Auf der Suche nach einem Profil

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , ,
Abgelegt unter stadt:wirtschaft | Kommentare Keine Kommentare

Für was stehen wir? Was sind unsere Stärken? Was unterscheidet uns von anderen? Diese und weitere Fragen möchte die Saalfelden Leogang Touristik (SALE) gemeinsam mit der Bevölkerung beantworten.


Jeder Mensch hat verschiedene Talente und Fähigkeiten, die ihn ausmachen. Die Summe aller Talente und Fähigkeiten ergeben den Charakter eines Menschen – in sich völlig einzigartig. Genau gleich verhält es sich bei einer Regionsmarke oder Destination. Die einzelnen Talente und Fähigkeiten, die historischen Stärken und Wurzeln zeichnen das Profil einer Feriendestination. Das Profil der Ferienregion Saalfelden Leogang ist derzeit sehr breit aufgestellt, für den Urlauber teils schwer erkennbar. Das möchten die heimischen Touristiker gemeinsam mit der Beratungsfirma Brand:Trust ändern.

Die Schritte zur Marke

Der erste Teil der Markenentwicklung besteht darin, die Talente und Fähigkeiten von Saalfelden Leogang zu finden. Tourismusobmann Hannes Riedlsperger beschreibt die Vorgehensweise: „Wir werden ca. 40 Menschen aus der Region befragen, wo sie die Stärken ihrer Heimatgemeinden sehen. Vom Bürgermeister zum Landwirt, vom Schilehrer zum Händler, vom Pensionisten zum Hotelier – Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Lagern sollen zu Wort kommen. Weiters werden bestehende Aufzeichnungen, Konzepte und Studien durchforstet. Am Ende werden alle Mosaiksteinchen zusammengetragen und zu Markenkernwerten (Charakter/Spitzenleistungen) verdichtet.“

Im zweiten Teil des Projektes werden Stammgäste und Besitzer von Zweitwohnungen zur Ferienregion befragt. „Spannend und sehr wichtig ist für uns auch die Sichtweise zur Region durch unsere langjährigen Gäste“, so der Tourismusobmann. „Weiters werden wir den Tourismusmarkt analysieren, um zu sehen, wo wir uns vom Mitbewerb abheben können. Auf Basis aller erhobenen Daten und einer sechsteiligen Workshop-Reihe mit dem Projektteam wird sich dann die Marken- und Regionspositionierung für Saalfelden Leogang herauskristallisieren. Dieses Ergebnis wird uns zeigen, worauf wir uns künftig konzentrieren müssen, eben das, was die Region ausmacht. Gleichzeitig werden sich aber auch Grenzen abheben, Grenzen, die wir einhalten müssen um authentisch zu bleiben. Es ist der Leitweg, der uns zeigt, wie künftig unser Tun und Handeln ausgerichtet ist, eben wie unsere Region die Dinge auf ihre Art und Weise anpacken muss.“

Erfolg nur mit der Bevölkerung

Nach Abschluss der Strategieentwicklung, bei der die Bürger miteinbezogen werden, liegt der Schwerpunkt der Markenentwicklung natürlich auf der Umsetzung. Wichtig ist, dass sich die Bevölkerung mit dem Konzept und der Marke identifizieren kann. Daher wird es im Anschluss regelmäßige Diskussionsrunden, Markenschulungen und Workshops geben, bei denen sich Bürger aktiv miteinbringen können. Hannes Riedlsperger ist sich sicher: „Wenn die Marke und deren Werte von der Bevölkerung mitgetragen werden, ist Saalfelden Leogang auf dem besten Weg, künftige Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Mit unseren eigenen Markenwerten sind wir auf dem besten Weg zur Entwicklung eines authentischen Tourismus, darauf aufbauend einer florierenden wirtschaftlichen Entwicklung mit der Bedachtnahme auf eine intakte Umwelt.“

Kein Wechsel an der Spitze

Geschäftsführer Stefan Pühringer bleibt weiterhin in seiner Position und wird die SALE auf dem Weg der Markenentwicklung durchgehend begleiten.

Text/Bild: Bernhard Pfeffer

Hinterlasse eine Antwort »
 

Asylwerber in Saalfelden

Verfasst von Mario Steidl | Tags: , , , , , , , ,
Abgelegt unter stadt:gesellschaft | Kommentare Keine Kommentare

Was ist ein Flüchtling?

Ein Flüchtling ist nach der Genfer Konvention eine Person, die „…aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann…“.


In Saalfelden warten 30 Asylwerber auf eine Entscheidung über ihre Zukunft.

In Saalfelden warten 30 Asylwerber auf eine Entscheidung über ihre Zukunft.


Abwicklung des Verfahrens

Alle Flüchtlinge/Asylwerber kommen in der Regel durch Schlepper in die EU und auch nach Österreich, wo sie in einem Aufnahmezentrum wie etwa am Flughafen Schwechat, in Traiskirchen oder Thalham in Form eines Erstantrages um Asyl ansuchen. Das gesamte Asylverfahren wird in jenem Land abgewickelt, wo dieser Erstantrag gestellt wurde. Danach ist es nicht mehr möglich – etwa nach einem negativen Bescheid – in einem anderen Land der EU noch einmal einen Antrag zu stellen.

Vom Erstaufnahmezentrum aus werden die Asylwerber auf ganz Österreich aufgeteilt, wobei jedes Bundesland eine Quote zu erfüllen hat. Für Saalfelden sind von Seiten der Stadtgemeinde 30 Asylwerber zugelassen. Nach der ersten Einvernahme im Bundesasylamt Innsbruck erhalten diese Menschen meistens nach zwei bis drei Monaten einen Bescheid, der aber sehr häufig negativ ausfällt. Die Asylwerber können oft einfach nicht nachweisen, dass sie zu Hause tatsächlich verfolgt werden – wie auch. Die zweite Instanz, in der der Asylgerichtshof in Linz oder Wien eine Entscheidung fällt, kann sich dann über zwei Jahre oder länger hinziehen. Erst heuer werden alle Fälle bis 2007 aufgearbeitet werden.

Versorgung der Flüchtlinge

Für die Vollversorgung – also Unterkunft, Frühstück, Mittag- und Abendessen – werden von der Landesregierung pro Person und Tag 16,50 Euro bezahlt. Jeder Asylwerber erhält 40 Euro pro Monat Taschengeld. Von diesem Taschengeld müssen allerdings auch die Kosten etwa für ein Zugticket nach Innsbruck zur Anhörung vor dem Asylamt oder für einen Ausweis getragen werden. In Saalfelden werden die Asylwerber von der örtlichen ehrenamtlichen Kleider-Caritas mit Bekleidung versorgt, zwei mal im Jahr erhalten sie zudem Gutscheine von KIK und Yello. Auch die Ärzte in Saalfelden sind um die Asylwerber sehr bemüht und leisten eine großartige Arbeit.

Weniger einfach haben es Asylwerber, die individuell – also nicht in einem Heim wie in Saalfelden – untergebracht werden. Sie erhalten monatlich 300 Euro, müssen davon 110 Euro für das Zimmer bezahlen und sollen dann von den verbleibenden 190 Euro leben, also sich ernähren und mit Kleidung versorgen. Arbeiten ist einem Asylwerber nicht erlaubt, aus diesem Grund rutschen die Menschen häufig in Prostitution, Drogenhandel oder Schwarzarbeit ab. Das Geld reicht einfach nicht einmal für das Nötigste. Zudem gibt es keine Form der Integration, keine Kontrolle, weswegen sehr viele dieser individuell untergebrachten Flüchtlinge in den Untergrund abtauchen.

Die Dezentralisierung der Flüchtlingsbetreuung ist im Gegensatz zu sehr großen Flüchtlingseinrichtungen weitaus vorteilhafter. Der Einzelne erfährt mehr persönliche Betreuung, die Kontaktaufnahme mit Einheimischen ist ebenfalls einfacher, da z.B. 30 Asylwerber wie in Saalfelden bei den Einheimischen kaum zu Ängsten oder Konflikten führen, während eine Überzahl doch viele überfordern würde.

Soziales Leben der Flüchtlinge

In Saalfelden haben die Asylwerber einen Internetanschluss im Haus, mittlerweile besitzen fast alle einen eigenen Computer, der häufig aus dem Müll geholt und repariert wurde. Gerade das Internet ist neben Briefen oft die einzige Verbindung in die Heimat. Fernsehen, einen Fitnessraum, eine Drehfußballtisch, Tischtennis, Fahrräder und eine ermäßigte Schwimmbadkarte von der Gemeinde bieten Freizeitbeschäftigungen. Ein regulärer Deutschkurs über die Volkshochschule wird von Oktober bis Juni angeboten. Während der Sommerpause wird in der Unterkunft täglich eine Stunde „Sprachkurs“ abgehalten. Auf Grund der unterschiedlichen Herkunft ist das für einige auch die einzige Sprache, in der sie sich untereinander verständigen können. Angesichts der vielen Kulturen, die unter einem Dach leben, muss sich jeder Asylwerber in Toleranz und gegenseitigem Verständnis üben. Das Angebot von gleich vier Kirchen in Saalfelden (katholisch, evangelisch, orthodox und muslimisch) ist österreichweit fast einzigartig und sehr hilfreich angesichts der vielen verschiedenen Religionszugehörigkeiten.

Für die Asylwerber gilt Anwesenheitspflicht, alle Personen müssen sich abmelden, wenn sie Saalfelden für einen Tag verlassen wollen oder müssen. Regelmäßige Kontrollen werden von der örtlichen Polizei, den Bezirks- und Landesbehörden und dem Innenministerium durchgeführt.

Zahlen und Fakten (Quelle: www.asyl.at)

Wurden im Jahr 2001 noch rund 30.000 Asylanträge gestellt, waren es im Jahr 2010 lediglich noch 11.000. 1.100 Anträge wurden 2001 positiv beantwortet, 3.600 negativ. Im Jahr 2010 fielen auf rund 3.000 positive 13.300 negative Bescheide.

Der Anteil der positiven Asylentscheidungen des Bundesasylamtes ist von 49,3% 2008 auf 34,7% 2009 gefallen, beim Asylgerichtshof von 21,2% auf 11,3%. Während also zuvor noch 32% der Verfahren mit Asylgewährung endeten, sind es 2009 nur noch 19,5%.

Autor: Mario Steidl
Foto: Bernhard Pfeffer

Hinterlasse eine Antwort »
 

Umfahrung oder Alternativpaket?

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , , , , , , , ,
Abgelegt unter stadt:gemeinde | Kommentare Keine Kommentare

Mitte Juli fand im Congress eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema “Umfahrung oder Alternativpaket” statt. Ein voller Saal bestätigte das Interesse der Bevölkerung an diesem Thema.

Mehr als 450 Besucher kamen zum Informationsabend ins Congress.

Mehr als 450 Besucher kamen zum Informationsabend ins Congress.

Derzeit vergeht kaum eine Woche, ohne dass in Zeitungen, Radio oder Fernsehen die Umfahrungsdiskussion in Saalfelden kommentiert wird. Im Lokalteil einer Salzburger Tageszeitung hat kürzlich sogar ein Bürger aus einer oberösterreichischen Gemeinde in einem Leserbrief Stellung zur Frage „Umfahrung oder Alternativpaket in Saalfelden?“ genommen.

Informationen aus erster Hand gab es für die Besucher des von der Stadtgemeinde organisierten Informationsabends im Congress Saalfelden. Bürgermeister Günter Schied, LH Stv. Wilfried Haslauer und die zuständigen Verkehrsplaner des Landes Salzburg lieferten detaillierte Informationen über zwei Varianten zur Verkehrsberuhigung in Saalfelden. Zum einen wurde die im Jahr 2009 mehrheitlich von der Gemeindevertretung beschlossene Umfahrungsvariante Nr. 16 vorgestellt, zum anderen das im Juni 2011 von Verkehrslandesrat Haslauer vorgeschlagene Alternativpaket. Bereits bei den von Verkehrsexperten erstellten Computersimulationen, welche die Funktionsweise der Pförtnerampeln und der mehrspurigen Kreisverkehre demonstrierten, machte sich Unruhe im Saal breit und die ersten Zuhörer äußerten ihre Zweifel an der Effektivität dieses Systems. Bei den anschließenden Diskussionen bestätigte sich dann, dass an diesem Abend die Mehrheit der Besucher für eine Umfahrung war und nicht an einen Erfolg des Alternativpaketes glaubte. Ob diese Stimmung repräsentativ für die Meinung der gesamten Bevölkerung in Saalfelden war, bleibt die große Frage. Eine Frage, mit der sich die Saalfeldner Gemeindevertretung in ihrer nächsten Sitzung im Oktober beschäftigen muss. Dort soll die Entscheidung über die weitere Vorgangsweise fallen.

Detaillierte Informationen zu den beiden Verkehrslösungen finden Sie unter www.saalfelden.at. Wenn Sie Fragen zum Thema haben, können Sie diese via E-Mail (umfahrung@saalfelden.at) direkt an die Verkehrsexperten des Landes stellen.

Hinterlasse eine Antwort »
 

Die Zukunft des Straßenfestes

Verfasst von Bernhard Pfeffer | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Abgelegt unter stadt:wirtschaft | Kommentare Keine Kommentare

Zum 19. Mal fand das Straßenfest heuer statt. Derzeit wird diskutiert, wer die Veranstaltung in den nächsten Jahren in welcher Form organisiert.

Seit fast zwei Jahrzehnten findet in der Saalfeldner Innenstadt einmal jährlich ein großes Straßenfest statt. Seit 1998 übernahm das Stadtmarketing die Organisation des Sommerfestes und trat als Veranstalter auf. Der Veranstalter trägt die Verantwortung, dass alle gesetzlichen Bestimmungen und die Auflagen des Veranstaltungsbescheides eingehalten werden. „Da sich die Problematik im Hinblick auf Verschmutzungen, Beschädigungen und Anrainerbeschwerden von Jahr zu Jahr verschärft hat, sahen wir uns als Organisatoren nicht mehr im Stande, die alleinige Haftung für die Einhaltung der Auflagen und Gesetze zu übernehmen“, erklärt Herbert Gassner, Geschäftsführer der Congress- und Stadtmarketing GmbH. Somit traten heuer erstmals die Wirte selbst als Veranstalter des Straßenfestes auf. „Das Stadtmarketing agiert im Auftrag von Stadtgemeinde, Tourismusverband und Werbegemeinschaft. Wenn wir ein Fest dieser Größenordnung organisieren, wollen wir ein breites Publikum ansprechen – dazu gehören natürlich auch Kinder und Feriengäste. Selbstverständlich verstehen wir, dass die Wirte primär Umsatz generieren möchten, jedoch darf sich das Ganze nicht nur auf den Ausschank von – vornehmlich alkoholischen – Getränken reduzieren. Wir wollen gemeinsam mit den Gastronomen ein Konzept entwickeln, das ein Straßenfest mit mehr Qualität gewährleistet“, so Gassner.

Bis zu 5.000 Besucher verzeichneten die Veranstalter in guten Jahren.

Bis zu 5.000 Besucher verzeichneten die Veranstalter in guten Jahren.

Ideen aus der Gastronomie

Robert Rieder, Inhaber des Segafredo und Mitorganisator der Donnernachtsfeste, steht zu einer engen Zusammenarbeit zwischen Wirte, Stadtmarketing, Tourismusverband und Gemeinde: „Wir sollten unsere Power auf ein gemeinsames Projekt lenken und ein Fest für Jung und Alt organisieren. Ich finde es sehr wichtig, dass diese Veranstaltung ein Aushängeschild für Saalfelden ist. Die Fäden sollen beim Stadtmarketing zusammenlaufen.“ Als positives Beispiel für ein Stadtfest führt Rieder die Veranstaltung „Stadtzauber“ an, die in St. Johann i. P. stattfindet. Bei diesem Event haben sich auch die Mitarbeiter des Stadmarketings bereits vor Ort Ideen für ein Straßenfest in neuer Form geholt.

Peter Steger, Inhaber der Milwaukee Bar, möchte zwei Straßenfeste während der Sommermonate veranstalten und hat konkrete Ideen, wie das neue Konzept aussehen könnte: „Verschmutzungen und Vandalakte lassen sich bei Veranstaltungen dieser Größenordnung nie ganz vermeiden. Doch Security Personal, das bis zum Ende der Veranstaltung patrouilliert und ständig Verschmutzungen und dergleichen beseitigt, würde die Situation verbessern. Außerdem sollten keine Gläser oder Flaschen ausgegeben werden und ab 2 Uhr morgens sollten alle Wirte den Getränkeausschank ausnahmslos einstellen. Zu diesem Zeitpunkt könnten auch bereits die Aufräumarbeiten beginnen und Polizeikontrollen erfolgen. Im Gegenzug sollten für diese Veranstaltung erweiterte Lokalöffnungszeiten bis 6 Uhr genehmigt werden“. Der Barbesitzer spricht sich ebenfalls für ein attraktives Kinder- und Rahmenprogramm aus, das gemeinsam mit interessierten Vereinen organisiert werden könnte. Ohne die Unterstützung der Stadtgemeinde sei dies jedoch nicht möglich, dafür wären die Umsätze der Wirte zu gering, ist Peter Steger überzeugt.

Hinterlasse eine Antwort »
 

Wenn ein Fest zum Kult wird

Verfasst von Doris Echtinger | Tags: , , , , , , , , , ,
Abgelegt unter stadt:gesellschaft | Kommentare Keine Kommentare

Das erste Wochenende im Juli ist in Saalfelden seit Jahrzehnten für ein ganz besonderes Fest reserviert, das Lenzinger Waldfest. Der Wald wurde in den letzten Jahren weniger, der Kultstatus hingegen nicht.  
Die „Gerstbodner“ - ein eingeschworenes Team bei der Organisation des Waldfestes.

Die „Gerstbodner“ - ein eingeschworenes Team bei der Organisation des Waldfestes.

Bereits seit mehreren Generationen ist das Lenzinger Waldfest für viele Jugendliche und Junggebliebene das Highlight unter den Sommerveranstaltungen. Vom ehemaligen Klassenlehrer über den Onkel, auf den man sonst nur bei Familienfeiern trifft, bis hin zum Jugendflirt aus der Nachbargemeinde – beim Waldfest trifft man auf viele bekannte Gesichter. Es macht den Anschein, als sei der halbe Pinzgau einmal jährlich im Fuchswald versammelt. In Wahrheit sind es nicht ganz so viele Besucher, die von der Feuerwehr Wiesersberg und dem Sportklub Lenzing mit Grillhendl und Bier versorgt werden. Mit bis zu 6.000 Gästen an drei Tagen zählt die Veranstaltung aber zu den größten und auf jeden Fall zu den traditionsreichsten der Region. 
 
Die Entstehungsgeschichte 
 
Hans Lengauer, Mitorganisator des ersten Waldfestes im Jahr 1979, erinnert sich an die Überlegungen der damaligen Sportklub Funktionäre: „Wir wollten auf keinen Fall eine herkömmliche Bierzeltfeier veranstalten. Nachdem im Fuchswald ein schönes Waldstück zur Verfügung stand, das sich als Festgelände eignete, entschieden wir uns, ein Waldfest zu organisieren.“ Sektionsleiter Johann Heugenhauser, Fuchsbauer aus Lenzing, stellte dem Verein den Grund gegen eine geringe Entschädigung zur Verfügung. Auch am Hof von „Fuchs Hans“ wurden Lagerräume für Speisen, Getränke und Material eingerichtet. Die Besucher genossen das Ambiente und die urige Stimmung im Wald. Gepaart mit stimmungsvoller Livemusik und den legendären Waldfest Hendln, ergab das den Flair, der das Fest weit über die Grenzen von Saalfelden hinaus bekannt machte und von Jahr zu Jahr mehr Besucher anzog. 
Ein Trachtenpärchen im Wald steht seit mehr als dreißig Jahren für das Waldfest Lenzing.

Ein Trachtenpärchen im Wald steht seit mehr als dreißig Jahren für das Waldfest Lenzing.

Das Besondere  

Auch wenn Borkenkäfer und Stürme dem Fuchswald in den letzten Jahren stark zugesetzt haben und das Fest derzeit eigentlich nicht mehr im Wald stattfindet, konnte das spezielle Ambiente weitgehend erhalten werden. Hermann Untermoser, der aktuelle Leiter des Organisationskomitees, ist überzeugt: „So ein Festgelände wie beim Lenzinger Waldfest gibt es kein zweites Mal in unserer Gegend. Die Gäste fühlen sich nicht eingeengt, was bei einem herkömmlichen Bierzelt oft der Fall ist. Zusätzlich grenzen die Qualität der Musikgruppen, die Freundlichkeit der Mitarbeiter und der Familiensonntag das Waldfest von anderen Events ab.“  

Das Besondere am Lenzinger Traditionsfest ist auch der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft, wenn es darum geht bei der Veranstaltung mitzuhelfen. Hermann Untermoser freut sich, dass es immer genug freiwillige Helfer gibt. Viele Mitarbeiter sind mit dabei, obwohl sie von den Einnahmen, die dem Sportklub Lenzing und dem Feuerwehr Löschzug Wiesersberg zu Gute kommen, nicht direkt profitieren. Der Gewinn beim Waldfest wird zu einem großen Teil in den Fußballnachwuchs und in die Ausrüstung der Feuerwehr investiert.  

Großes Fest – großer Aufwand  

Für das Organisationskomitee dauert die Arbeit, wenn auch nur im Kleinen, das ganze Jahr über an. Bestellungen und Abrechnungen erfolgen Monate vor oder nach der Veranstaltung. Jetzt wurde bereits wieder eine Musikgruppe für das nächste Jahr gebucht. Sechs Wochen vor der Veranstaltung geht`s dann in die heiße Phase. Da beginnt jeweils an den Samstagen der Aufbau. Die letzte Woche wird durchgearbeitet. Zwei bis vier Tage nimmt der Abbau nach dem Fest in Anspruch.  

Der jährliche Besucheransturm, der auch bei typischem „Waldfest-Wetter“ mit Regen und niedrigen Temperaturen nicht abreißt, gibt den Veranstaltern Recht – das Waldfest hat auch ohne Wald seinen Reiz. Und solange das so bleibt und die Lenzinger Dorfgemeinschaft weiterhin zusammenhält, werden die Gerüchte über ein Ende des kultigen Festes nur Gerüchte bleiben.  

Autoren: Doris Echtinger, Bernhard Pfeffer
Bild: Barbara Heugenhauser
Grafik: Hans Lengauer

Bilder Gallerie ”Waldfest 1998″ (c Barbara Heugenhauser):

Hinterlasse eine Antwort »
 

Saalfelden rockt – aber wo?

Verfasst von Florian Hörl | Tags: , , , , , , , , , ,
Abgelegt unter stadt:jugend, stadt:kultur | Kommentare Keine Kommentare

Junge Saalfeldner Rocker sind auf dem Vormarsch, sie haben Ideen, sie haben Fans und sie sind nicht zu überhören. Einziger Wermutstropfen – ihnen fehlt oftmals die Gelegenheit zu proben.

„Austria is shaped like a guitar for a reason … we rock!“ (Österreich ist aus einem Grund geformt wie eine Gitarre … wir rocken!) – liest man im Titel einer Facebook-Gruppe. Auch Saalfelden hat sich in den letzten Jahren zu einem Ort mit viel Potenzial in Sachen Nachwuchsmusik entwickelt. Besonders die Schiene der etwas härteren Rockmusik findet großen Anklang bei jungen Musikern. Verschiedene Gruppen im Ort haben sich formiert, um ihren Songs Gehör zu verschaffen. Eine dieser Gruppen ist „Across a Blackened Sky“, bestehend aus Anhängern der Genres Hardcore und Metal. In ihrer jetzigen Konstellation besteht die Band seit knapp einem Jahr und spielt neben ihren eigenen Liedern auch Songs von Metallica und Slayer. Bisher sind die Jungs unter anderem beim Rockfest in Fusch, im Saalfeldner Nexus und im Rockhouse Salzburg aufgetreten. Aber auch bis nach Wien zu einem Bandcontest hat sie ihr Weg schon geführt.

Across a Blackened Sky

Across a Blackened Sky

Von Nirvana bis Guns N‘Roses

Ebenso wenig ein Geheimtipp in der heimischen Rockszene ist die Band „Ashtray“. Gefunden haben sich die Bandmitglieder Anfang 2008 auf Initiative von Gitarrist und Leadsänger Christoph Miller, frei nach dem Motto „Wer hat Lust mitzumachen“. Dass sie nicht nur Lust, sondern auch Können haben, beweisen sie mit Coverversionen von Nirvana bis Guns N‘Roses. Auch eigene Lieder werden gespielt, die in gemeinsamen Jamsessions geschrieben und komponiert werden.

Ashtray

Ashtray

Sie wollen auf die Bühne

Auf dem Lineup des Wies‘n Rock Festivals in Saalfelden-Ruhgassing fand man sowohl Ashtray als auch Across a Blackened Sky. Schade nur, dass diese Veranstaltung wohl Geschichte ist. Denn wenn es eines gibt, das man in der Saalfeldener Musikszene spürt, dann ist es der Durst nach mehr. Mehr jungen Bands, die sich profilieren wollen und mehr Veranstaltungen, wo diese Gruppen auftreten können. Aus diesem Grund hat Akzente Salzburg eine Aktion ins Leben gerufen, die es jungen Bands ermöglichen soll, eine gemeinsame Plattform zu bilden, wo sie sich austauschen können. „MusikFabrik“ nennt sich dieses Projekt und findet großen Anklang bei den Nachwuchsbands. Vielleicht lässt sich mit Hilfe der Plattform auch das Problem beseitigen, dass viele Bands keine geeigneten Proberäume haben und ihnen die finanziellen Mittel fehlen, um eigene Räumlichkeiten anmieten zu können. Der Idealfall zur Lösung der Misere wäre ein eigenes Gebäude, das mit Hilfe der ortsansässigen Bands und in Kooperation mit der MusikFabrik-Plattform selbst verwaltet wird. Bleibt nur zu hoffen, dass die Begeisterung der jungen Musikergeneration auch andere mitreißt und wir bald mehr von den Saalfeldner Youngsters zu hören bekommen!

Autor: Florian Hörl
Bilder: Across a Blackened Sky, Ashtray

Hinterlasse eine Antwort »
 

Initiative “30 KM Zone Dorfheimerstraße”

Verfasst von Hagen5760 | Tags: , , ,
Abgelegt unter Allgemein, stad:info, stadt:gemeinde, stadt:wirtschaft | Kommentare 1 Kommentar

30 KM Zone Dorfheimerstraße

30 KM Zone Dorfheimerstraße

Dringende Forderung nach 30 KM Zone Dorfheimerstraße Einfahrt Bundesstraße bis Ende Bahnhof (inkl. Verladezone)

Gerade im Zusammenhang mit den geplanten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung bzw. Optimierung (Ampelregelung bringt mehr Verkehr in die Dorfheimerstraße) liegt der Initiative “30 KM Zone Dorfheimertraße” die enorme Problematik sehr am Herzen.  Abgesehen von der sehr negativen Entwicklung des Verkehrsaufkommens durch Schwerverkehr, Holztransporte, Altstofftransporte, Gefahrenguttransport, Urlauber und der inoffiziellen Umfahrung Saalfeldens sind die Anrainer nicht nur enormen Lärm-, Abgas- und Staubbelastungen ausgesetzt, sondern auch großen Gefahren.

Hinzu kommen geplante Bauobjekte, wie zB. das „Projekt Piffer“ (durch BM Piffer telefonisch bestätigt) parallel zur neuen Urslau. Dies verursacht weitere Verkehrsprobleme (mehr Fahrzeuge) und eine neue Ausfahrt am Nadelöhr Urslaubrücke. Das Tempolimit wird praktisch nicht eingehalten. Für jugendliche Auto- und Mopedlenker ist es zum „Sport“ geworden, über die Urslaubrücke zu rasen um dann aus der Senke herauszuspringen. Die Exekutive ist unterbesetzt und kann nach eigenen Aussagen leider nichts machen!? So möchten wir

Täglicher Stau Dorfheimerstraße

Täglicher Stau Dorfheimerstraße

die Gemeinde dringend auffordern, die notwendige 30 KM Zone auf der gesamten Dorheimerstraße ab Einfahrt Bundesstraße bis Ende Bahnhof (inkl. Ladezone) umgehend einzurichten. Ebenso muß dringend mit dem anliegenden Unternehmen (Steiner, Lagerhaus, Schößwendter, Taxi, …) und den Postbussen gesprochen werden, die mit ihren bis zu 40t schweren Lastern (weit über der Belastbarkeit der Urslaubrücke) zu schnell durch die Dorfheimerstraße donnern. Es ist mittlerweile eine unerträgliche Situation und die Anrainer der Dorfheimerstraße fühlen sich ob mangelnder Bereitschaft zum neuen Verkehrskonzept und zu einer Umfahrungslösung ein wenig missbraucht. Wenngleich bekannt ist, dass eine Umfahrung maximal 6.000 bis 8.000 Fahrzeuge von der B311 wegbringt.

Die restlichen 12.000 – 14.000 Fahrzeuge sind ein Konglomerat aus hausgemachtem Verkehr und Verkehr aus den Umliegergemeinden. Da die Nummerschilder aller einheimischen  Fahrzeuge mit ZE beginnen, ist natürlich der wahre Saalfeldner Anteil nicht wirklich feststellbar. Fakt ist allerdings, dass ein großer Anteil hausgemacht ist, da Saalfelden ein Großprojekt nach dem anderen bauen lässt (zB. Obsmarktstraße ehem. Blattlbraueri) und dabei vollkommen vergisst, dass jede neue Wohnung mindestens einen PKW mit sich bringt!!! Die Gemeinde hat hier leider seinerzeit nicht an der optimalen Unterflurtrasse unter der B311 festgehalten, jetzt ist die finazielle Not, laut LHstv. Dr. Halslauer, um ein solches Projekt zu realisieren, viel zu groß.

Hinterlasse eine Antwort »